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Pressemeldung Nr. 279/2014 vom 17.09.2014 | zur Druckfassung | Suche

Coastal Cleanup Day 2014 an der Kieler Förde

ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt befreit am Samstag gemeinsam mit Freiwilligen aus Schulen und Vereinen 15 Kilometer Strandlinie von Müll


Am kommenden Samstag, 20. September, ist internationaler Coastal Cleanup Day und wir Kielerinnen und Kieler sind dabei! Ziel ist es, an möglichst vielen Stränden rund um die Kieler Förde den angeschwemmten Müll einzusammeln. Dazu konnten die Organisatorinnen vom ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt zahlreiche Kieler Schulen, Kindergärten und Vereine gewinnen, die an siebzehn Stationen an Ost- und Westufer den Strand reinigen werden. Bei der bislang größten Aktion dieser Art an der Kieler Bucht soll die letztjährige Ausbeute von rund 115 kg Müll bei weitem übertroffen werden. Unterstützt vom Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel (IPN) und weiteren Förderern aus der Kieler Wirtschaft soll der Coastal Cleanup Day 2014 ein Zeichen im Kampf gegen die zunehmende Verschmutzung von Meeren und Küsten setzen. Zeitgleich findet der Coastal Cleanup Day, an dem im letzten Jahr über 650.000 Freiwillige weltweit teilnahmen, an zahlreichen weiteren Standorten auf allen Kontinenten statt.

Um das Thema „Müll im Meer“ kommt im Jahr 2014 niemand mehr herum: Insbesondere Plastik sammelt sich in gigantischen Wirbeln in den Weltmeeren. Mikroplastik ist beinahe überall im Meerwasser nachweisbar, und Küsten rund um den Globus ersticken in bis zu 6,4 Mio. Tonnen pro Jahr allein an Plastikmüll. Die Folgen für Lebensgemeinschaften im Meer und davon abhängende Nahrungsnetze sind unabsehbar. Winzige Plastikreste finden sich inzwischen sogar im menschlichen Körper. Um auf dieses weltweite Problem aufmerksam zu machen, organisiert die US-amerikanische NGO Ocean Conservancy seit fast 30 Jahren am dritten Septemberwochenende den internationalen Coastal Cleanup Day. 2013 kamen dabei weltweit insgesamt 5,5 Mio. Tonnen Müll auf rund 20.000 Kilometern Küstenlinie zusammen. Ein starkes Signal einer erfolgreichen Kampagne, an der sich auch 2014 wieder zahlreiche Kielerinnen und Kieler beteiligen wollen.

Das ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt hat am Samstag, 20. September, zwischen 10 bis 13 Uhr siebzehn Sammelabschnitte rund um die Kieler Förde fest an Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schülern, an Erzieherinnen und Erzieher mit ihren Kindergartenkindern sowie an Freiwillige aus Kieler Vereinen vergeben. Sie alle wurden im Vorfeld umfassend informiert und wollen zwischen 10 und 13 Uhr möglichst sämtlichen Abfall von insgesamt 15 Kilometern Küstenlinie von Strande bis Laboe entfernen.

Das Team vom ozean:labor ist an den Stränden in Falkenstein und Laboe vertreten und kümmert sich später um die gesamte Auswertung. Sämtliche Funde werden dafür zunächst an Sammelstationen zusammengetragen, sortiert, gewogen und in standardisierten Listen erfasst. Die Ergebnisse stellt das ozean:labor der weltweiten Datenbank von Ocean Conservancy zur Verfügung. Den gesammelten Abfall holen die jeweils zuständigen Abfallbetriebe ab und entsorgen ihn sachgerecht.

Finanzielle und materielle Unterstützung für den Coastal Cleanup Day 2014 in Kiel kommt dabei von zahlreichen Sponsoren und Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Neben dem Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel (IPN) sind es besonders Förderer von lokalen Firmen wie Lindenau Maritime Engineering & Projecting oder Raytheon Anschütz, die das Ereignis ermöglichen und zudem dabei helfen, die Botschaft des Coastal Cleanup Day auch regional zu verbreiten.

Wichtiger Bestandteil des Coastal Cleanup Day ist die Online-Kampagne: Die Projekt-Website von Ocean Conservancy www.oceanconservancy.org/our-work/international-coastal-cleanup/ bietet von der globalen Übersicht aller internationalen Teilnehmer bis zur anschließenden Sammel-Bilanz alle wichtigen Informationen. Zusätzliche können Interessierte, die selber nicht vor Ort dabei sein können, den Coastal Cleanup Day auch in den sozialen Medien miterleben, z.B. unter den Hashtags #2014cleanup und #coastalcleanupday auf Twitter.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
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Müllsammler am Falkensteiner Strand beim Coastal Cleanup Day 2013. Foto. Andreas Klinge, Forschungswerkstatt.

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2014/2014-279-1.jpg


Sponsoren & Partner
Lindenau Maritime Engineering & Projecting
Raytheon Anschütz
Weinhaus Tiemann
Eydam Labortechnik
Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel (IPN)
ABK Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel
Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde mbH
Amt für Abfallwirtschaft Kreis Plön
Kiel Marketing

Teilnehmer
AWO Strandkindergarten Falckenstein
Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG
DLRG Kiel e. V.
Freie Waldorfschule Kiel
Grundschule Strande
Kieler Gelehrtenschule
KMTV
Lernwerft, Club of Rome Schule
Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule

Links
www.ozean-der-zukunft.de
www.forschungs-werkstatt.de
http://www.oceanconservancy.org/

Kontakt und Ansprechpartner für die Medien
Dr. Katrin Knickmeier, Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ / Kieler Forschungswerkstatt, kknickmeier@uv.uni-kiel.de, Telefon: 0431 880-5916, 0171 6546827

Friederike Balzereit, Öffentlichkeitsarbeit Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, fbalzereit@uv.uni-kiel.de, Telefon 0431 880-3032, 0160 97262502