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Pressemeldung Nr. 284/2014 vom 19.09.2014 | zur Druckfassung | Suche

Land fördert Mikroalgen in Offshorekultur mit rund 450.000 Euro

Müller-Beck: „Schleswig-Holstein wird Maritime Modellregion“


Eine Kooperation zwischen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sowie den Firmen Coastal Research & Management (CRM) und Sea & Sun Technology (SST) erforscht in einem innovativen Projekt die Zucht von Mikroalgen. Diese könnten als Biomasse und somit als Energieträger genutzt werden oder die wertvollen In-haltsstoffe der Algen könnten für Medikamente und Kosmetik verwendet werden. Das Projekt wird vom Land Schleswig-Holstein für zwei Jahre mit rund 450.000 Euro gefördert. Technologiestaatssekretär Ralph Müller-Beck: „Der Anbau von Mikroalgen in Offshorekultur trägt zur Gesamtstrategie des Landes bei und unterstützt damit die Ab-sicht der Landesregierung, Schleswig-Holstein zur Maritimen Modellregion zu entwickeln.“

Die Wasserflächen auf der Erde sind um einiges größer als die Landflächen und nicht alle Landflächen dieser Welt können auch genutzt werden. Bisher bietet aber der Ozean eine kaum genutzte Fläche für den Menschen. Durch das stetige Wachstum der Weltbevölkerung wird es unvermeidbar auch Offshoremeeresgebiete zu nutzen, um zum Beispiel die Ernährung zu gewährleisten. Wissen und Technologie aus Schleswig-Holstein sollen helfen diese Lücke zu schließen.

Die Projektpartner Professor Rüdiger Schulz (Botanik, CAU), Dr. Tim Staufenberger (CRM, Projektleiter) und Dr. Karsten Pankratz (SST) kooperieren bereits seit mehreren Jahren erfolgreich. Die Förderung des Landes erlaubt dem Team jetzt einen erheblich besseren Ausbau ihrer Mikroalgenkulturen. Ziel des geförderten Projektes sind die Entwicklung, der Aufbau und der Betrieb einer industriellen Pilotanlage zur Mikroalgenproduktion auf dem Meer. Dabei sollen verschiedene Konzepte zum Anlagendesign, der Mikroalgen-Stammauswahl und der Ernte sowie der späteren Verarbeitung getestet und bewertet werden. Es soll gezeigt werden, dass auch eine auf dem Meer schwimmende Produktionsanlage für Mikroalgen gewinnbringend sein kann. Denn ein Vorteil der Mikroalgen-Biomasseproduktion ist die Möglichkeit, die Flächen unabhängig von landwirtschaftlich nutzbaren Flächen zu betreiben.

Auch mit diesem Projekt verfolgt das Land nach den Worten von Müller-Beck konse-quent das Ziel, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umzusetzen. Frank Eisoldt, Kanzler der CAU, ist von der richtungsweisenden Entscheidung dieser Projektförderung überzeugt: „Es ist sehr wichtig, ein solch innovatives Projekt wie die Offshorezucht von Mikroalgen in Schleswig-Holstein zu fördern. Die Förderung von solch nachhaltigen Projekten wird zukünftig an Bedeutung gewinnen.“

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Staatssekretär Ralph Müller-Beck überreichte den Förderbescheid an die CAU, vertreten durch Kanzler Frank Eisoldt und Projektpartner Rüdiger Schulz.
Foto: Tebke Böschen, Uni Kiel

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In dieser grünen Flüssigkeit schwimmen Mikroalgen, die im geförderten Projekt intensiv erforscht werden.
Foto: Tebke Böschen, Uni Kiel

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Tim Staufenberger (CRM), Karsten Pankratz (SST), Ralph Müller Beck (Land SH), Frank Eisoldt (CAU) und Rüdiger Schulz (CAU).
Foto: Tebke Böschen, Uni Kiel

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Text / Redaktion: Dr. Tebke Böschen