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Pressemeldung Nr. 326/2014 vom 20.10.2014 | english version | zur Druckfassung | Suche

350 Jahre Kieler Universität: »Ohne Partnerschaften geht es nicht.«


Mit dem Präsidentenamt hat Professor Lutz Kipp im Juni 2014 auch die wissenschaftliche Leitung des Universitätsjubiläums im Jahr 2015 übernommen. Welche Akzente Kipp zum 350. Geburtstag der schleswig-holsteinischen Alma Mater setzen will, verrät er im Interview mit der unizeit.

unizeit: Herr Professor Kipp, der Staffelstab ist übergeben. Sie sind jetzt wissenschaftlicher Leiter des 350. Jubiläums der CAU. Was haben Sie in dieser Funktion bisher erlebt?

Kipp: Wir hatten schon viele unglaublich positive und produktive Begegnungen mit Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Region. Zum Beispiel konnten wir mit Torsten Albig, unserem Ministerpräsidenten, einen Schirmherrn gewinnen, der eines 350-jährigen Jubiläums würdig ist. Und mit Dr. Ulf Kämpfer, unserem Oberbürgermeister, haben wir einen ebenso engagierten Botschafter gewinnen können, der uns in der Stadt vertritt.

Unter den vielen geschlossenen Kooperationen ist für mich die mit der Steigenberger Group ein großartiges Beispiel dafür, was alles zu einem gemeinsamen Festjahr mit den Menschen aus Stadt und Land gehört. Die Gäste der Hotels kommen dadurch auf ganz neue Weise mit der Landesuniversität in Berührung, wenn sie einen der Cocktails in Universitätsfarben oder eine Vorspeise in Form eines CAU-Leuchtturms à la carte bestellen.

Was liegt Ihnen bei der Fülle an Jubiläumsprojekten besonders am Herzen?

Es wird unwahrscheinlich viele Höhepunkte im nächsten Jahr geben und noch dazu beginnt es mit meinem persönlichen Höhepunkt: dem Jubiläumsball in der Universitätswoche. Meine Frau und ich sind seit Jahren begeisterte Anhänger des Uniballs. Ich tanze selbst zwar nicht besonders gut, aber durchaus gern. Noch dazu sind Anlässe wie diese tolle Gelegenheiten, zu denen man wirklich die Gesellschaft in die Universität holen kann. Das ist eine große Chance.
Darüber hinaus ist es mir wichtig, unterschiedlichste Veranstaltungen und Projekte über das Jahr hinweg zu realisieren, für kleine wie für große Gäste, für Universitätsmitglieder und für Bürgerinnen und Bürger. Sie sollen im Jubiläumsjahr ihre Landesuniversität neu kennenlernen.

Die vergangenen Jubiläen der Christiana Albertina standen oft im Schatten von Unterfinanzierung, kontroversen Gesetzesreformen und erreichten Kapazitätsgrenzen. Diese Themen sind auch im 350. Jahr ihres Bestehens aktuell. Wie ist ein ganzes Festjahr unter anderem mit einem erheb­lichen strukturellen Defizit vereinbar?

So ein Jubiläum ist gerade in Zeiten wichtig, in denen die Finan­zie­rung der Universitäten nicht ausreichend dargestellt wird. In die­sem Festjahr können wir der Gesellschaft zeigen, wie wichtig eine Universität ist. Und Investitionen in sie. Schließlich bilden wir unter anderem den Nachwuchs aus, der unerlässlich für die Zukunftsfähigkeit des Landes und der Region ist. Vor dem Hintergrund der knappen finanziellen Mittel haben wir uns aber natürlich gefragt, wie wir mit relativ wenigen Mitteln ein schönes Jubiläum mit großer Strahlkraft feiern können. Deshalb haben wir starke Partnerinnen und Partner gesucht und mussten nicht lange bitten. Der Wunsch, gemeinsam mit uns das Jubiläumsjahr zu gestalten, ist ausnahmslos überall auf offene Ohren gestoßen. Für diese Offenheit sind wir sehr dankbar. Es hat sich zum Beispiel bereits dieses Jahr gezeigt, welche Aufmerksamkeit schon ein einzelner violetter Tisch in einer ansonsten weißen Straße zur White Night in der Holtenauer Straße hatte. Dank des Holtenauer Vereins wird diese Veranstaltung im nächsten Jahr zur Purple Night. Ohne wirklich gut funktionierende Partnerschaften wie diese würden wir unser Jubiläum im nächsten Jahr nicht hinbekommen.

Welches Bild möchten Sie mithilfe des Jubiläums von der Universität vermitteln?

Wir wollen zeigen, dass die Universität ein sehr wichtiger und exzellenter Standort für Lehre und Forschung im Land und darüber hinaus ist. Wir möchten zeigen, dass wir ein vitaler und sympathischer Teil Kiels und Schleswig-Holsteins sind. Und wir wollen jedem die Hand ausstrecken, der unsere Hilfe und Beratung sucht.

Womit wollen Sie das erreichen?

Mit Partnerschaften, Kooperationen und einem bunten Programm aus der Universität heraus wollen wir auch Menschen erreichen, die im Alltag nur wenige Berührungspunkte mit Universität haben. Gerade ihnen wollen wir zeigen: Wir sind nicht abgehoben. Wir sind Teil von euch. Über Projekte mit dem Theater Kiel oder mit der Teilnahme eines CAU-Teams am Kiel.Lauf treffen wir auf diese Menschen. Ihnen zeigen wir, dass wir auf vielfältigste Weise mit Stadt und Land verwoben sind. Genauso sollen unsere Mitglieder durch die gemeinsamen Erlebnisse als Gemeinschaft zusammenwachsen und stolz auf ihre CAU sein.

»In summa... harmonisch«. So be schrieb der Jubelrektor Professor Wolfgang Bargmann die Feierlichkeiten zum 300. Jubiläum der Kieler Universität. Welches Fazit möchten Sie am Ende des Jahres 2015 ziehen?

Wir haben ein fantastisches Jubiläumsjahr hinter uns. Wir konnten zeigen, dass wir ein lebendiger Stadtteil sind und der Campus ein Ort für kulturelle wie wissenschaftliche Erlebnisse ist. Wir freuen uns auf die nächsten 350 Jahre mit unserer Landeshauptstadt und dem Land Schleswig-Holstein.

Das Interview führte Claudia Eulitz

www.uni-kiel.de/cau350/de
Erschienen in unizeit Nr. 82



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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz