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Pressemeldung Nr. 379/2014 vom 14.11.2014 | zur Druckfassung | Suche

Wie viel Energie braucht man zum Glück?

Erstes Energieforum an Kieler Universität liefert zukunftsweisende Antworten


Das Koordinationsbüro für den Klima- und Umweltschutz (klik) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) lud am Donnerstag, 13. November, zum ersten offenen Energieforum an der Universität ein. Fachleute aus Forschung, Politik, Verwaltung und Technik diskutierten mit über 500 Besucherinnen und Besuchern die zentrale Frage: Wie viel Energie braucht man zum Glück?
Organisatorin Nora Nording: „Die CAU nimmt ihre gesellschaftliche Vorbildfunktion beim Klimaschutz ernst. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz alleine reichen nicht aus, um diesem wichtigen Thema gerecht zu werden. Wir müssen zusätzlich auch unsere Gewohnheiten und Lebensstile überprüfen.“

Eröffnet wurde der Abend durch den provokanten Vortrag des Oldenburger Volkswirtschaftsprofessors Niko Paech. Der stetige Ausbau der erneuerbaren Energien lenke vom Hauptproblem ab, notwendige Maßnahmen zum Energiesparen würden unterlassen. Um global einen wirksamen Klimaschutz zu erreichen, müssten die Menschen in den Industrienationen vor allem ihren Konsum drastisch reduzieren. Individuelle CO2-Bilanzen könnten den eigenen Lebensstil reflektieren. Statt zu konsumieren, empfahl Paech mehr Zeit für soziale Aktivitäten aufzuwenden – das erzeuge mehr Glück.

Diese Positionen kenne sie schon aus WG-Zeiten der 1970er Jahre, entgegnete Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn (Bündnis 90/Die Grünen) in der anschließenden Podiumsdiskussion. Sie seien gut, aber eine Strategie, die auf das Schrumpfen der Industrie setzt, reiche nicht. Die Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Deutschen Bundestag betonte, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Wertschöpfung in die Regionen gebracht habe. Und es helfe den expandierenden Ländern beim Klimaschutz.

Auch der Energieverbrauch der CAU wurde thematisiert: Unikanzler Frank Eisoldt wies darauf hin, dass die Universität stetig wachse und damit erhöhter Flächenbedarf und ein steigender Energieverbrauch verbunden sind. Er sei sehr bestrebt, die hohe Qualität der Forschung und Lehre weiter zu fördern, und gleichzeitig vorhandene Einsparpotenziale beim Energieverbrauch auszuschöpfen. Dafür arbeitet etwa Thomas Lutz-Kulawik von der Ingenieurgesellschaft Possel und Partner GmbH an einem neuen Energieversorgungskonzept für die Universität. Im Vordergrund steht dabei eine ausgewogene Mischung aus effizienter Technik und vernünftigem Einsparverhalten. Dies solle aufzeigen, dass ein geringerer Energieverbrauch auch zu einem Mehrwert für die Nutzer führen kann.

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Professor Niko Paech referierte über die Postwachstumsökonomie.
Foto: Stefanie Steinwender/CAU Kiel

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Podiumsrunde zur Postwachstumsökonomie (von links): Thomas Lutz-Kulawik, Jan Malte Andresen, Frank Eisoldt, Bärbel Höhn, Martin Quaas, Niko Paech.
Foto: Stefanie Steinwender/CAU Kiel

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Dr. Norbert Kopytziok
klik - klima konzept 2030
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Text: Dr. Norbert Kopytziok
Redaktion: Dr. Tebke Böschen