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Pressemeldung Nr. 389/2014 vom 21.11.2014 | zur Druckfassung | Suche

Nationale Kohorte startet: Ministerin Alheit besucht das Kieler Studienzentrum und ruft zum Mitmachen auf


Der bundesweite Startschuss für die Nationale Kohorte (NAKO), Deutschlands größte Gesundheitsstudie, ist gefallen. Das Land Schleswig-Holstein und die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) beteiligen sich aktiv an dem Projekt. Heute (Freitag, 21. November) besuchte Wissenschafts- und Gesundheitsministerin Kristin Alheit das Studienzentrum in Kiel und ließ sich die Untersuchungsabläufe zeigen. In den kommenden vier Jahren werden rund 10.000 zufällig ausgewählte Personen aus Kiel und Umgebung zur Teilnahme an der Studie eingeladen.

In einer Pilotphase wurden in den letzten Wochen bereits 3.000 Personen angeschrieben, von denen sich bislang 300 zu einer Untersuchung angemeldet haben. „Es kommt jetzt darauf an, dass möglichst viele Menschen im Land mitmachen. Der Erfolg der Studie hängt maßgeblich von einer hohen Teilnahmebereitschaft ab. Die Ergebnisse werden einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit Aller leisten“, betont Ministerin Alheit. Umfangreiches Wissen ist die Basis, Volkskrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen früher als bisher zu erkennen und gezielter behandeln zu können.

Im Studienzentrum erwartet die Teilnehmenden ein breit angelegtes Untersuchungsprogramm, das Riechtests und die Messung der Handgreifstärke ebenso umfasst wie Blutdruckmessung und Fragebögen. „Die Prozesse sind standardisiert. Um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen, haben wir alle Untersuchungen ausführlich getestet und optimiert“, sagte Professor Wolfgang Lieb, Projektleiter der NAKO-Studie in Schleswig-Holstein. Das Studienprotokoll wurde unter Berücksichtigung ethischer und datenschutzrechtlicher Aspekte entwickelt und entspricht allen gesetzlichen Bestimmungen. „Die gewonnenen Daten werden anonymisiert ausgewertet. Der sichere und sensible Umgang mit den erhobenen Daten ist durch die dabei eingesetzten Verschlüsselungsverfahren gewährleistet“, erklärt Professor Michael Krawczak vom Institut für Medizinische Informatik und Statistik, Medizinische Fakultät der CAU.

Die Kieler Universität stehe voll und ganz hinter dem Projekt, erklärte CAU-Kanzler Frank Eisoldt, und auch die Medizinische Fakultät unterstützt die NAKO-Studie. Professor Ulrich Stephani, Dekan der Medizinischen Fakultät der CAU und Direktor der Klinik für Neuropädiatrie, ergänzte: „Die Fakultät hat alle Voraussetzungen geschaffen, damit das Projekt reibungslos starten kann.“ Den Umbau der Räume in der Kinderklinik, in der das Studienzentrum am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein eingerichtet wurde, hat das Land mit rund 284.000 Euro finanziert, die Medizinische Fakultät stellt die nötige Infrastruktur bereit. Insgesamt zehn Jahre unterstützt sie die NAKO-Studie mit Eigenleistungen von über zwei Millionen Euro.

Bis 2018 werden bundesweit 200.000 Menschen im Alter von 20 bis 69 Jahren ausführlich medizinisch untersucht und nach ihren Lebensumständen hinsichtlich körperlicher Aktivität, Rauchen, Ernährung und Beruf befragt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erwarten davon neue Erkenntnisse über den Einfluss von erblichen Faktoren, Umweltbedingungen, sozialem Umfeld und Lebensstil auf die Entstehung von Volkskrankheiten wie Diabetes, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Darauf aufbauend wollen sie Strategien zur Früherkennung und Prävention dieser Krankheiten entwickeln. An der NAKO-Studie beteiligen sich 25 Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland. Bund, Länder und Helmholtz-Gemeinschaft fördern die Studie mit 210 Millionen Euro. Das Studienzentrum in Kiel ist eines von bundesweit insgesamt 18 Zentren. Das Land Schleswig-Holstein beteiligt sich an dem Projekt mit 150.000 Euro pro Jahr.

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Bildunterschrift: Gemeinsam forschen für eine gesündere Zukunft: Wissenschaftsministerin Kristin Alheit lässt sich im Kieler Studienzentrum die Untersuchungsabläufe zeigen, hier die Messung der Handgreifstärke.
Foto/Copyright: Ann-Kathrin Wenke/CAU

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Link zur Nationalen Kohorte: www.nationale-kohorte.de
Link zum Studienzentrum Kiel: www.epi.uni-kiel.de/de/nako-studie


Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Lieb
Institut für Epidemiologie
Tel.: 0431/597-3677
E-Mail: wolfgang.lieb@epi.uni-kiel.de


Dr. Ann-Kathrin Wenke
Dekanat der Medizinischen Fakultät
Tel.: 0431/880-2126
E-Mail: wenke.dekanat@med.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: Dr. Ann-Kathrin Wenke