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Pressemeldung Nr. 5/2015 vom 08.01.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

„Die Bekennende Kirche in Schleswig-Holstein und die Juden“

Podiumsgespräch zur Geschichte und Rezeption


Geschichtsschreibung ist nicht gleich Geschichtsschreibung: Allein durch die notwendige Auswahl von Quellen können kontroverse Diskussionen entstehen. Jene, die historische Ereignisse miterlebt haben, bemängeln oft die mangelnde Fähigkeit zum Verständnis ihrer Erlebnisse durch die nachgeborenen Generationen. Anderen fehlt die entsprechende Schärfe in der Darstellung der Ereignisse. Vor diesem Hintergrund entstanden in der breiteren Öffentlichkeit in den vergangenen Monaten zahlreiche Diskussionen über die Geschichte der Kirche in Schleswig-Holstein im Nationalsozialismus und vor allem deren Rezeption in den Nachkriegsjahren. Wie an diese Themenfelder herangegangen worden ist und welche Fragen sich dabei entwickelt haben, sind die Themen eines öffentlichen Podiumsgespräches mit dem Titel „Die Bekennende Kirche in Schleswig-Holstein und die Juden. Geschichte und Rezeption“. Zu den Diskussions- und Impulsbeiträgen lädt das Institut für Kirchengeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) alle Interessierten am Samstag, den 17. Januar, ein.

Die Podiumsgäste sind Bischof i.R. Karl Ludwig Kohlwage, Dr. Stephan Linck, Dr. Klauspeter Reumann, Propst i.R. Jörgen Sontag und Professor Dr. Dr. Johannes Schilling. Die Theologen und Historiker werden ihren Zugang zu der für die spätere Nordelbische Kirche wichtigen Phase ihrer Geschichte auf der Basis von ausgesuchten Quellentexten erklären. „Es kann dabei nicht darum gehen, ‚die Wahrheit‘ über die Nachkriegszeit der Kirchen in Schleswig-Holstein zu ermitteln, sondern nach zuverlässigen Methoden zu deren Erschließung zu suchen“, erklärt der Kirchenhistoriker Professor Andreas Müller, der das Podiumsgespräch moderieren wird. Zentraler Gegenstand der Diskussion werde das Buch von Stephan Linck „Neue Anfänge? Der Umgang der evangelischen Kirche mit der NS-Vergangenheit und ihr Verhältnis zum Judentum. Die Landeskirchen in Nordelbien. Band I: 1945-1965“ sein, so Müller. Das Buch sei umstritten aufgrund der Ausführungen über Bischof Wilhelm Halfmann während der Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit. Heftige Reaktionen hätten auch Aussagen über das Verhalten der Bekennenden Kirche gegenüber Juden unter dem Nationalsozialismus sowie dessen Rezeption nach 1945 ausgelöst.


Das Wichtigste in Kürze:
Podiumsgespräch „Die Bekennende Kirche in Schleswig-Holstein und die Juden. Geschichte und Rezeption“
Datum: 17.01.2015
Uhrzeit: 10.30 bis 13.00 Uhr
Ort: Kiel, Olshausenstraße 75, Seminargebäude 3, Raum 30

Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung notwendig.

Kontakt:
Professor Andreas Müller
Tel.: 0431 / 880 - 2391
E-Mail: AMueller@kg.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz