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Pressemeldung Nr. 36/2015 vom 11.02.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Computer

Startup von Kieler Uni bringt Software für klinische Forschung auf den Markt


Seit August 2014 wird das Projekt „clinical registry“ der Informatiker Dr. Jan Christiansen, Lennart Spitzner und Christoph Wulf mit einem EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der Europäischen Union gefördert. Das Team der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unterstützt mit einer speziellen Software die Gesundheitsbranche. Diese wertet aus, wie Medizinprodukte im ärztlichen Praxisalltag angewendet werden. Das kann die Behandlung von Patientinnen und Patienten deutlich verbessern.

Mit der Software wird der Einsatz medizinischer Produkte wie Zahn-, Knie- oder Hüftimplantate langfristig nach der Markt-Zulassung „beobachtet“, das heißt es werden Daten bei der Anwendung im "normalen Betrieb" erfasst. Auf diese Weise können die Produkte verbessert, Fehler frühzeitig erkannt und die Behandlung optimiert werden. "Wird ein Medizinprodukt oder eine OP-Technik falsch angewendet, kann der Hersteller dies sehr schnell feststellen und zum Wohl der Patienten darauf reagieren", erklärt Gründer Christoph Wulf. "Wenn die Daten auf Papierformularen erhoben werden, dauert das natürlich wesentlich länger.“ Außerdem können durch langfristige Beobachtungen die Nebenwirkungen von medizinischen Produkten erkannt und untersucht werden –natürlich anonymisiert und mit höchster Rücksicht auf den Datenschutz und die Vertraulichkeit.

Zur Erhebung dieser Daten sind Healthcare-Unternehmen auf die Kooperation von Ärztinnen und Ärzten angewiesen, die ihre Behandlungsergebnisse nach der eigentlichen Behandlung in dem System erfassen, sagt Wulf: „Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung von Behandelnden in Kliniken und Praxen muss die Eingabe solcher Daten so wenig Zeit wie möglich in Anspruch nehmen. Zudem soll ihnen auch ein echter Mehrwert durch die Software geboten werden, um einen Gegenwert für die aufgebrachte Zeit zu erbringen.“ So kann die Software zum Beispiel auch zur einfachen Erstellung von Berichten über die ärztlichen Behandlungserfolge genutzt werden.

„Neben der Unterstützung durch unseren Pilotkunden, die Geistlich Pharma AG aus der Schweiz, freuen wir uns vor allem über die Unterstützung durch die Universität“, sagt Wulfs Kollege Dr. Jan Christiansen. Neben dem Zentrum für Entrepreneurship seien das vor allem Professor Christian Henning vom Institut für Agrarökonomie und Professor Michael Hanus vom Institut für Informatik. Unterstützt werde das Gründerteam auch von Dorothee Thomanek und Dr. Gert Lang-Lendorff von den „Mentoren für Unternehmen in Schleswig-Holstein e.V.“, erläutert Lennart Spitzner. Und: „Wir haben unseren Sitz im Kieler Innovations- und Technologiezentrum, wo wir sehr herzlich aufgenommen wurden und begeistert von der persönlichen Betreuung sind.“

Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Studierende, Absolvierende und Forschende mit innovativen, technologieorientierten Gründungsvorhaben bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee.

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Die Software wertet aus, wie Medizinprodukte im ärztlichen Praxisalltag angewendet werden. Das kann die Behandlung von Patientinnen und Patienten deutlich verbessern.
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Das Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) der Uni Kiel berät und unterstützt gründungsinteressierte Studierende, Wissenschaftler und Alumni in jeder Phase ihres Gründungsvorhabens. Zusammen mit Kooperationspartnern bietet das ZfE Informationsveranstaltungen und Workshops sowie Kontakte zu Mentoren an. Viele Fragen im Zusammenhang mit der Unternehmensgründung, beispielsweise zum Geschäftsmodell oder zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten werden beantwortet.

Weitere Informationen:

Zum Start-up:
www.clinical-registry.com

Über das Zentrum für Entrepreneurship:
www.zfe.uni-kiel.de

Über das EXIST-Gründerstipendium:
www.exist.de/exist-gruenderstipendium/index.php

Kontakt für die Medien:
Christoph Wulf
Tel.: 0431 / 56 06 552
E-Mail: christoph.wulf@clinical-registry.com
web: www.clinical-registry.com



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: ► presse@uv.uni-kiel.de
Text / Redaktion: Christoph Wulf, Sebastian Maas