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Pressemeldung Nr. 63/2015 vom 27.02.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

"CAUboys. Kunst und Universität"

Ausstellung in der Kunsthalle zu Kiel vom 28. Februar bis 11. Oktober


Ausstellungsansicht „CAUboys. Kunst und Universität“, Kunsthalle zu Kiel (28. Februar - 11. Oktober 2015)
Foto: Helmut Kunde

Foto zum Herunterladen: www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-063-1.jpg


Emil Nolde, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff oder Franz Gertsch sind international gefeierte Namen der klassischen Moderne beziehungsweise der Gegenwart. Weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass diese und weitere große Künstler zu Ehrenbürgern und Ehrendoktoren der Christian-Albrechts-Universität ernannt wurden. Diese Würdenträger werden im Rahmen der Ausstellung „CAUboys. Kunst und Universität“ anlässlich des 350-jährigen Bestehens der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) als Teil der vielfältigen Verbindungen zwischen universitärer Lehre und dem Kunstschaffen seit Beginn des 18. Jahrhunderts präsentiert. Als Ehrengäste sind Leihgaben aus der Nolde-Stiftung Seebüll, dem Brücke-Museum Berlin, dem Nachlass Erich Heckel Hemmenhofen sowie aus dem Besitz von Franz Gertsch in Rüschegg bis zum 11. Oktober 2015 zu sehen.

Die Gemälde und Graphiken der Ehrenbürger und -doktoren der CAU bilden den Schwerpunkt der insgesamt rund 190 Werke umfassenden Schau: Als erste Künstler machte die CAU 1924 Hans Peter Feddersen (1848-1941) und Christian Rohlfs (1849–1938), den gebürtigen Holsteiner, zum Ehrendoktor und würdigte ihn unter Arthur Haseloff 1925 mit einer Jubiläumsausstellung zum 75. Geburtstag in der Kunsthalle. Auch Emil Nolde (1867–1956) wurde seit 1906 wiederholt ausgestellt und 1927 als Ehrendoktor vorgeschlagen. Zur 300-Jahr-Feier der CAU erklärte man 1965 mit Erich Heckel (1883–1970) und Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) gleich zwei dem Land aufgrund ihrer längeren Arbeitsaufenthalte verbundene Künstler zu Ehrenbürgern. Franz Gertsch (*1930), der im März 2015 seinen 85. Geburtstag feiern wird, ist in jüngerer Vergangenheit als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler der Gegenwart hinzugekommen. Anlass für die Auszeichnungen waren stets „besondere Verdienste ideeller Art“ beziehungsweise die Ehrung von „Persönlichkeiten, die sich um die Universität, einzelne ihrer Einheiten oder um die Allgemeinheit in hervorragender Weise verdient gemacht haben“. Nicht selten dankten die Künstler die Anerkennung mit Schenkungen ihrer Werke an die Universität.

Ein weiterer Teil der Ausstellung widmet sich dem Zeichnen als Teil der universitären Ausbildung, das schon seit den ersten Jahrzehnten nach der Gründung der CAU Bestandteil der wissenschaftlichen Ausbildung war. Wie an vielen anderen Universitäten auch, wurde in Kiel die Bedeutung des Zeichnens für die Lehre erkannt und von 1705 bis 1904 das „Denken mit der Hand“ in unterschiedlichen Fachbereichen gefördert. Unterrichtet wurden die Studenten von Künstlern wie Christian Leonhard Wasmuth, Theodor Rehbenitz oder Friedrich Loos.

Ein lebendiges Bild aus der 350-jährigen Geschichte der CAU vermitteln die 28 Professorenporträts in der Ausstellung. Das erste Werk war posthum dem Gründungsprofessor, ersten Prokanzler und Dekan, dem Theologen Peter Musäus (1620-1674) gewidmet. Die biographischen Inschriften auf den Werken zeugen von der repräsentativen Funktion der Ahnenreihe für die Universität.
Heute gehören bis zu den letzten Neuzugängen in den 1950 Jahren insgesamt rund 100 Gemälde der Universitätssammlung zum Bestand der Kunsthalle zu Kiel, die ein eigenständiges Institut der Kieler Universität ist.

Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung:
Johann Wilhelm Bauer (Baur), Abraham Bloemaert, Ima Breusing, Hendrik ter Brugghen, Else Wex-Cleemann, Hans Peter Feddersen, Conrad Fehr, William Gowe Ferguson, Franz Gertsch, Erich Heckel, Melchior de Hondecoeter, Christian Albrecht Jensen, Leopold von Kalckreuth, Gisela Klingmüller, Franz von Lenbach, Friedrich Loos, Deutscher Meister, Russischer Meister, Emil Nolde, Jürgen Ovens, Carl Rahl, Theodor Rehbenitz, Christian Rohlfs, Karl Schmidt-Rottluff, Jan Sanders (gen. van Hemessen), Adriaen van de Venne, Christian Leonhard Wasmuth, Valentin Wassner

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Karl Schmidt-Rottluff
„Das kleine Zimmer“, 1939
Öl auf Leinwand, 112 x 76 cm
Brücke-Museum Berlin
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015

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Zur Ausstellung ist ein Katalogheft erschienen:
Herausgeber: Annette Weisner, Peter Thurmann, Anette Hüsch
40 Seiten, 34 Farbabbildungen
ISBN 978-3-937208-46-6
5,- Euro, Deutsch / Englisch


Pressekontakt:
Natascha Driever
Kunsthalle zu Kiel
Christian-Albrechts-Universität
Düsternbrooker Weg 1
D-24105 Kiel
Telefon: 0431 880 5755
Fax: 0431 880 5754
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