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Pressemeldung Nr. 87/2015 vom 16.03.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Erfolgreiche Abschlusskonferenz zu deutsch-dänischen Stereotypen


In Odense wurde im Februar mit einer dreitägigen Konferenz das Kooperationsprojekt „Nationale Stereotype und Marketingstrategien in der deutsch-dänischen interkulturellen Kommunikation“ (SMiK) der Syddansk Universitet (SDU) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) abgeschlossen. Das Projekt, das noch bis zum 30. Juni 2015 aus dem EU-Förderprogramm INTERREG4A finanziert wird, widmete sich der Frage, welche durch Sprache und Kultur vorgegebenen Denk- und Handlungsmuster die interkulturelle Kommunikation von Deutschen und Dänen positiv wie negativ beeinflussen.

Unter der Leitung von Professorin Erla Hallsteinsdóttir und Professor Jörg Kilian präsentierte das SMiK-Team die Ergebnisse des seit dem 1. Juli 2012 laufenden Projekts. „Die Ergebnisse zeigen ein viel differenzierteres Bild der deutsch-dänischen Stereotype als die bisherige Forschung vermuten lässt“, erklärt Erla Hallsteinsdóttir von der SDU. Denn: „Nationale Stereotype sind erst einmal weder positiv noch negativ – sondern in ihrer Wertung von eigener Auffassung oder Erfahrungen kontextuell abhängig.“ So könne das Stereotyp eines ordnungsliebenden Deutschen durchaus positiv als „sorgfältig“, aber auch negativ als „zu penibel“ gedeutet werden. Jörg Kilian von der CAU kann dies erklären: „Unsere sprachlich geprägten ‚Weltansichten‘ setzen uns eine ‚Kulturbrille‘ auf, die die Wahrnehmung des Anderen leiten. Wenn also die eigenen Normen und Erwartungshaltungen nicht kritisch hinterfragt werden, kann es zu Problemen kommen. Denn dann wird vielleicht eine für den Anderen ganz übliche Norm als eine Normverletzung des Eigenen aufgefasst.“

Mit Blick auf den Abschluss dieses wissenschaftlichen Projekts denkt man gemeinsam an die Zukunft: „Das SMiK-Projekt und die Abschlusskonferenz haben uns gezeigt, dass das Forschungsfeld zu Stereotypen in der interkulturellen Kommunikation viele Möglichkeiten aufweist, einen konkreten Alltagsnutzen aus der Erforschung der deutsch-dänischen Beziehungen zu ziehen“, so Prof. Hallsteinsdóttir. Ihr Kollege Prof. Kilian ergänzt: „Die sehr gelungene Kooperation der SDU und CAU im Rahmen des Projekts haben uns motiviert, die Forschungsarbeit im Rahmen von ‚SMiK 2.0‘ weiter auszubauen. Zurzeit arbeiten wir daran, dass im Herbst ein neuer INTERREG-Antrag gestellt werden kann.“

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(von links) Die beiden Projektleitenden Jörg Kilian (CAU) und Erla Hallsteinsdóttir (SDU), mit SDU-Rektor Henrik Dam und dem Kulturreferenten der Deutschen Botschaft in Kopenhagen, Marko Naoki Lins.
Foto: Deutsche Botschaft Kopenhagen

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„pølse-eller-pølse“ – „Wurst oder Wurst?“
Copyright: Franziska Neubert

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„Die Kulturbrille“
Copyright: MiE

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Weitere Informationen:
www.stereotypenprojekt.eu

Kontakt:
Professor Jörg Kilian
Germanistisches Seminar der CAU
Tel.: 0431 / 880 5564
E-Mail: kilian@germsem.uni-kiel.de

Prof. Dr. Erla Hallsteinsdóttir
Institut for Sprog og Kommunikation (SDU)
E-Mail: erla@language.sdu.dk



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Text / Redaktion: Sebastian Maas