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Pressemeldung Nr. 107/2015 vom 30.03.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Institute für Allgemeinmedizin freuen sich über großzügige Spende

Insgesamt 368.000 Euro können jetzt für Forschung und Lehre eingesetzt werden


Eine Spende von jeweils 184.000 Euro haben die Institute für Allgemeinmedizin in Kiel und Lübeck vom „Förderverein zur Errichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin in Schleswig-Holstein“ erhalten. Vereinsgeschäftsführer Dr. Carsten Leffmann übergab das Geld heute in Kiel an die beiden Institutsdirektoren Prof. Dr. Hanna Kaduszkiewicz (Kiel) und Prof. Dr. Jost Steinhäuser (Lübeck). „Wir freuen uns sehr über diese großzügige Spende für die Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein“, sagte Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, anlässlich der Spendenübergabe. „Die beiden Institute leisten eine wichtige Arbeit im Hinblick auf die langfristige medizinische Versorgung der Menschen in unserem Land.“

„Es war für den Förderverein zur Errichtung eines Lehrstuhls in der Allgemeinmedizin in den vergangenen 20 Jahren hier im Lande nicht immer einfach, Gehör und Lösungen zu finden. Umso größer ist die Freude darüber, dass nun die Zeit reif war, an beiden UKSH-Standorten entsprechende Institute einzurichten. Unser Vereinszweck hat sich damit tatsächlich erübrigt. Wir sehen unser Vermögen bei den Instituten bestens angelegt und lösen den Förderverein jetzt lachenden Auges auf“, sagte Dr. Carsten Leffmann, Geschäftsführer des Vereins und Ärztlicher Geschäftsführer der Ärztekammer Schleswig-Holstein.

Prof. Dr. Kaduszkiewicz und Prof. Dr. Steinhäuser dankten allen Mitgliedern des „Fördervereins zur Errichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin in Schleswig-Holstein“ sehr für ihre großzügige immaterielle und materielle Unterstützung, die das zügige Initiieren neuer allgemeinmedizinischer Projekte an den Universitäten wesentlich erleichtert.

Der Verein war 1994 mit dem Ziel gegründet worden, „die Einrichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an einer schleswig-holsteinischen Hochschule bis zur Übernahme durch das Land Schleswig-Holstein zu fördern“. Gründungsmitglieder waren u.a. die Schleswig-holsteinische Ärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung und der Hausärzteverband. Vorsitzender des Vereins wurde Dr. Karl Bernhard Schröder, Geschäftsführer Dr. Klaus Peter Stritzel. Nach intensiver Überzeugungsarbeit auf vielen Ebenen sind damals größere Geldbeträge von Pharma-Unternehmen wie GlaxoWellcome und Astra gestiftet worden, darauf aufbauend auch von der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung und der AOK Schleswig-Holstein. Insgesamt kamen 1,75 Mio. DM zusammen.
Mit diesem Betrag wurde der Stiftungslehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel geschaffen, den im Jahre 2001 Prof. Ferdinand M. Gerlach antrat. Fast hätte sich damit der Vereinszweck erfüllt, doch es kam anders. Als Prof. Gerlach 2004 nach Frankfurt am Main wechselte und der Lehrstuhl für Allgemeinmedizin in Kiel vakant blieb, hatte der Verein eine neue Aufgabe, nämlich für die Wiederbesetzung zu werben. Nach weiteren zehn Jahren wurde die Professur in Kiel im Januar 2014 mit Prof. Hanna Kaduszkiewicz neu besetzt.

Auch in Lübeck ging die Entwicklung voran. Im Jahr 2011 wurde Prof. Dr. Jens-Martin Träder auf eine Professur für Lehre der Allgemeinmedizin berufen. Im Jahr 2014 trat Prof. Jost Steinhäuser eine Stiftungsprofessur an, jeweils hälftig finanziert von der DAMP-Stiftung und der Universität zu Lübeck. Nach rund 20 Jahren ist nun das Ziel des Fördervereins erreicht und die Allgemeinmedizin ist an beiden Hochschulen in Schleswig-Holstein institutionell verankert. Sehr viele Engagierte haben nicht nur Spenden gesammelt, sondern in unzähligen Gesprächen und auf Veranstaltungen wichtige Überzeugungsarbeit geleistet, ohne die das Selbstverständnis, mit dem heute die Lehrstühle für Allgemeinmedizin existieren, nicht denkbar wäre.

Auf dieser positiven Anerkennung der Allgemeinmedizin als akademisches Fach können die Professoren und ihre Teams gut aufbauen und die Allgemeinmedizin in Forschung und Lehre weiterentwickeln. Das verbleibende Vereinsvermögen von 368.000 Euro ist nun anteilig den beiden Instituten übergeben worden. Der Verein löst sich auf.
Am Institut für Allgemeinmedizin in Kiel wird aus diesen Mitteln bereits ein Projekt zum „Peer review hausärztlicher Praxisteams“ entwickelt. Am Institut für Allgemeinmedizin in Lübeck konnte durch die Förderung ein Projekt zum Vermitteln von kommunikativen Fähigkeiten für Studierende und Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin begonnen werden.

Prof. Scholz und Pit Horst, Geschäftsführer des UKSH Freunde- und Fördervereins, bedankten sich herzlich für die wertvolle Unterstützung: „Dieses besondere Engagement zeigt die Wertschätzung für das UKSH und für die wichtige medizinische Arbeit unserer beiden Institute. Mit einem professionellen Spenden-Management sorgen wir mit der Stabsstelle Fundraising des UKSH dafür, dass die Spenden zu 100 Prozent ankommen.“

Als erstes gemeinsames Projekt der beiden Institute für Allgemeinmedizin in Kiel und Lübeck wird am 30. Mai 2015 der erste „Tag der Allgemeinmedizin in Schleswig-Holstein“ stattfinden. Dabei handelt es sich um ein Fortbildungsangebot für das gesamte Hausärztliche Praxisteam.

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(v. l.: Prof. Dr. Jens Scholz, Dr. Carsten Leffmann, Prof. Dr. Hanna Kaduszkiewicz, Prof. Dr. Jost Steinhäuser, Pit Horst)

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Kontakt:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Institut für Allgemeinmedizin (Campus Kiel), Medizinische Fakultät (CAU)
Prof. Dr. Hanna Kaduszkiewicz
Tel.: 0431 597-2226

Institut für Allgemeinmedizin, Campus Lübeck
Prof. Dr. Jost Steinhäuser
Tel.: 0451 500-5908

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