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Pressemeldung Nr. 112/2015 vom 01.04.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Die Kieler Universität als barrierefreies Denkmal

Betroffene zeigen Präsidium und Denkmalschutzbehörden bauliche Schwachstellen auf dem Campus


Die Kieler Universität soll barrierefrei werden. Am Montag, 30. März, trafen sich Betroffene, Denkmalschutzbehörden der Landesregierung und das Präsidium der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) erstmals zu einem Campusrundgang, um gemeinsam bauliche Schwachstellen aufzuzeigen. Nach dem Prinzip „Nicht über uns, sondern mit uns“ wurden unter Leitung von Expertinnen und Experten für Geh-, Seh- und Hörbehinderungen die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude Audimax und das Universitätshochhaus begangen.

„Die Anforderungen des Denkmalschutzes und der Barrierefreiheit zu verbinden, stellt eine besondere Herausforderung dar“, sagte Vizepräsidentin Professorin Anja Pistor-Hatam. Die engagierte Zusammenarbeit zwischen Denkmalschutzbehörden und Betroffenen für eine barrierefreie Universität sei dabei ein notwendiges und doch für die Bundesrepublik vollkommen neues Vorgehen. „Ich freue mich daher sehr, dass diese für die Betroffenen und Fachleute herausfordernde Aufgabe an unserer Universität jetzt praktisch erprobt und wissenschaftlich begleitet wird“, so Pistor-Hatam weiter.

Dr. Nils Meyer vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein machte deutlich, dass Denkmalschutz und Barrierefreiheit keine Gegensätze sein müssen: „Das Wie ist entscheidend. Der Denkmalschutz möchte bewahren, sollte aber auch eine behutsame, denkmalgerechte Weiterentwicklung und Ertüchtigung der Gebäude und Flächen ermöglichen. Dazu gehört auch die Barrierefreiheit. Wir freuen uns, dass das Präsidium der CAU auf uns zugekommen ist und stellen unsere Expertise für diesen Prozess gerne zur Verfügung.“

Die Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen der CAU und den Denkmalschutzbehörden steht in Zusammenhang mit dem Aktionsplan zur Behindertenrechtskonvention (BRK), den Beschäftigte, Studierende und Lehrende der CAU gemeinsam erarbeiten. Für dieses Engagement wurde die CAU im November 2014 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit einer Auszeichnung in Form einer Urkunde gewürdigt.

Auszeichnung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (PDF):
www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-112-urkunde.pdf

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Zusammen mit Expertinnen und Experten für Geh-, Seh- und Hörbehinderungen haben Vertreterinnen und Vertreter der CAU und des Denkmalschutzes das Audimax und das Universitätshochhaus begutachtet.
Foto/Copyright: Raissa Nickel

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Vizepräsidentin Anja Pistor-Hatam und Nils Meyer vom Landesamt für Denkmalpflege prüfen Arbeitswege im Universitätshochhaus auf Barrierefreiheit.
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Taktile Leitsysteme, Bodenindikatoren sowie Braille-Beschriftungen und Audioausstattungen sind für Sehbehinderte nötig.
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In den Hörsälen des Audimax standen Mobilität und Hörakustik auf dem Prüfstand.
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Kontakt:
Renate Rampf
Persönliche Referentin der Vizepräsidentin für den Schwerpunkt Diversität
Telefon: 0431/880-7544
E-Mail: rrampf@uv.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: Redaktion: Raissa Nickel