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Pressemeldung Nr. 113/2015 vom 02.04.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Personalmeldungen März 2015


1. Gedenken an verstorbene Mitglieder

Wir trauern um

Professor Dr. med. DIETER REGENSBURGER, ehemals stellvertretender Direktor der Kieler Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, der am 14. März im Alter von 80 Jahren verstarb. Mit Annahme seiner Professur 1977 an der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel hat Professor Regensburger die Entwicklung der Klinik entscheidend geprägt, insbesondere auch in den klinischen Schwerpunkten Gefäßchirurgie und Kinderherzchirurgie.

Professor Dr. iur. HANS HATTENHAUER, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Chevalier de la Légion d’honneur, der am 20. März 2015 im Alter von 83 Jahren verstarb. Hans Hattenhauer war von 1965 bis 1996 Professor für Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Handelsrecht an der Kieler Rechtswissenschaftlichen Fakultät sowie im Amtsjahr 1973/74 Rektor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Prof. Dr. EIKE JESSEN, der am 18. März im Alter von 81 Jahren verstarb. Professor Jessen war ehemaliges Mitglied im Universitätsrat.


2. Berufungen/Ernennungen nach Kiel

Privatdozent Dr. KAI ROSSNAGEL, Institut für Experimentelle und Angewandte Physik, hat den Ruf auf eine W2-Professur auf Zeit (6 Jahre) für Experimentelle und Angewandte Physik angenommen. Voraussichtlicher Dienstantritt ist der 1. April.

Privatdozent Dr. MARCUS BOTH, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel sowie Medizinische Fakultät, hat den Ruf auf eine W3-Professur für Radiologie mit Schwerpunkt Viszerale Bildgebung an der Medizinischen Fakultät angenommen. Voraussichtlicher Dienstantritt ist der 1. Mai.

Dr. DAVID ELLINGHAUS, Institut für Klinische Molekularbiologie, hat den Ruf auf die Juniorprofessur für Biomedizinische Informatik von Phänotypdefinitionen an der Medizinischen Fakultät angenommen. Dienstantritt ist der 1. April.

Dr. MARKUS HAASE, Delft Institute of Applied Mathematics (Niederlande), hat den Ruf auf eine W2-Professur für Analysis an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät angenommen. Voraussichtlicher Dienstantritt ist der 1. August.

Privatdozent Dr. MICHAEL KUHLMANN, Natural History Museum, London, Großbritannien, hat einen Ruf auf eine W2-Professur für Entomologie (mit Schwerpunkt Kuratierung der Kieler Fabricius-Sammlung) an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät erhalten.

Dr. GABRIEL AHLFELDT, The London School of Economics and Political Science, London (Großbritannien), hat einen Ruf auf eine W3-Professur für Volkswirtschaftslehre, insbesondere internationale und regionale Wirtschaftsbeziehungen, an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät erhalten.

DENNIS LAL, Ph.D., Cologne Center for Genomics, Universität Köln, hat einen Ruf auf eine Juniorprofessur für Epileptologie im Kindes- und Jugendalter an der Medizinischen Fakultät erhalten.

Privatdozent Dr. FREDERICK KLAUSCHEN, Institut für Pathologie, Charité Berlin, hat einen Ruf auf eine W2-Professur auf Zeit (5 Jahre) für Molekulare Pathologie an der Medizinischen Fakultät erhalten.

Privatdozent Dr. MATTHIAS PEIPP, Klinik für Innere Medizin II, UKSH, Campus Kiel, hat einen Ruf auf eine W2-Professur auf Zeit (5 Jahre) für Experimentelle Antikörper-basierte Tumor-Immuntherapie an der Medizinischen Fakultät erhalten.

Apl. Professorin Dr. SARAH KÖNIG, Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie, Universitätsmedizin Göttingen, hat einen Ruf auf eine W2-Professur auf Zeit (5 Jahre) für Didaktik der Medizin an der Medizinischen Fakultät erhalten.


3. Erhaltene, angenommene und abgelehnte Rufe an Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Professor Dr. OLIVER LINDNER, Englisches Seminar, hat einen Ruf auf eine W2-Professur für Kulturstudien der Britischen Inseln der Universität Leipzig erhalten und diesen angenommen. Er hat den Ruf zum 1. April angenommen.

Professor Dr. THOMAS BLIESENER, Institut für Psychologie, hat einen Ruf auf die W3-Professur für Interdisziplinäre Kriminologische Forschung an die Universität zu Göttingen erhalten. Als Inhaber dieser Professur leitet er ebenfalls das renommierte Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachen e.V. (KFN) in Hannover. Er hat den Ruf zum 1. April angenommen.

Professor Dr. WILHELM HASSELBRING, Institut für Informatik, hat einen Ruf auf eine W3-Professur für Softwaretechnik an die Universität Paderborn erhalten.

Juniorprofessor Dr. SEBASTIAN ZEISSIG, Medizinische Fakultät und Klinik für Innere Medizin I am UKSH, Campus Kiel, hat den Ruf auf eine Professur an die Technische Universität Dresden angenommen. Er hat den Ruf zum 1. April angenommen.

Juniorprofessor Dr. GUNTRAM GRASSL, Medizinische Fakultät und Institut für Experimentelle Medizin am UKSH, Campus Kiel, hat den Ruf auf eine Professur an die Medizinische Hochschule Hannover angenommen. Er hat den Ruf zum 1. April angenommen.

Professor Dr. MARTIN F. QUAAS, Institut für Volkswirtschaftslehre, hat einen Ruf auf eine Professur für Agricultural Resources Economics an die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich erhalten.

Professor Dr. TILL REQUATE, Institut für Volkswirtschaftslehre, hat einen Ruf an die Hull Business School der University of Hull (Großbritannien) erhalten.


4. Von der Universität vergebene Auszeichnungen, Ehrungen und Preise

70 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 12 wurden am Samstag, 7. März, für ihre Geschäftsideen im Ideenwettbewerb „Aufbruch“ prämiert, der vom Institut für Betriebswirtschaftslehre der CAU ausgerichtet wird. Die ausgezeichneten Ideen reichten von Nageldruckern für Fingernägel bis zu antibakteriellen Rolltreppenbändern. Den ersten Preis erhielt das Team „Kiwi-Snug“ des Regionalen Berufsbildungszentrums Steinburg für eine Babywippe, die verschiedene Parameter der Babys überwacht. Der zweite und dritte Preis ging an Teams des Gymnasium Elmschenhagen/Lilli-Martius-Schule und der Friedrich-List Schule Lübeck für eine interaktive Computermaus und ein vegetarisch/veganes Schnellrestaurant. Mit einem Publikumspreis wurde das Projekt „MobiSen“ des Wolfgang-Borchert-Gymnasium aus Halstenbeck ausgezeichnet. Der Preis für die beste Schule ging an das Gymnasium Elmschenhagen, welches mit sechs Projekten in den Top 20 vertreten war.

SILVIA BALATTI, Institut für Klassische Altertumskunde an der CAU, erhält den Kieler Johanna-Mestorf-Preis für herausragende Doktorarbeiten in den Bereichen Mensch-Umwelt-Forschung und Landschaftsarchäologie. Ausgelobt haben den mit 3.000 Euro dotierten Preis die Johanna-Mestorf-Akademie und die Graduiertenschule Human Development in Landscapes an der Universität Kiel. Balatti wurde unter dem Titel „Mountain People in the Ancient Near East: The Case of the Zagros in the 1st Millennium BC” über die gesellschaftliche und politische Organisation sowie die Lebensweise der Bergvölker im Zagros (heute Iran) im ersten Jahrtausend vor unserer Zeit promoviert. Neben Inschriften aus dem Forschungsgebiet und Schriften griechisch-römischer Autoren flossen auch die Ergebnisse von Pollenanalysen in ihre Dissertation ein, um die einstigen Umweltbedingungen dort zu rekonstruieren.


5. Von externen Einrichtungen vergebene Auszeichnungen, Ehrungen und Preise

Für sein ehrenamtliches Engagement erhält Dr. PETER BERGMANN die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der 74-Jährige engagiert sich seit zwei Jahrzehnten als ehrenamtlicher Kurator von Kunstausstellungen des Freundeskreises Neuer Botanischer Garten im Botanischen Garten der CAU. Der ehemalige Zahnarzt zählt zu den Gründungsmitgliedern des Freundeskreises.

Auf der 69. Jahrestagung der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie, die vom 10 bis 12. März in Göttingen stattfand, zeichnete die H.W. Schaumann Stiftung die besten Dissertationen in der Tierernährung aus. Die Preise waren jeweils mit 1.000,- Euro dotiert. Die Verleihung fand am 10. März in der Alten Aula der Georg-August-Universität statt. Der Vorsitzende der Stiftung, Professor Dr. Dr. h.c. mult Ernst Kalm, überreichte die Urkunden. Von der CAU wurden zwei Dissertationen ausgezeichnet: Dr. SABINE REHBERG-HAAS für ihre Dissertation mit dem Titel „Utilization of the micro alga Pavlova sp.in marine fish nutrition“. Betreut wurde die Arbeit von Professor Dr. Carsten Schulz. Außerdem erhielt Dr. EDWIN WESTREICHER KRISTEN einen Preis für seine Dissertation „Variability of the protein and energy values of European Dried Distillers“. Die Arbeit wurde durch Professor Dr. Markus Rodehutscord von der Universität Hohenheim betreut.


Dr. NINA KEUL, Institut für Geowissenschaften an der CAU und Postdoktorandin im Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, wird für ihre Arbeit über die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf kalkbildende Organismen wie marines Plankton mit einem Stipendium der Daimler und Benz Stiftung (in Kooperation mit der Reinhard Frank-Stiftung) ausgezeichnet. Die Stiftung vergibt jährlich insgesamt zwölf Stipendien an herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit innovativen Forschungsvorhaben. Ein Stipendium läuft zwei Jahre und ist mit 20.000 Euro pro Jahr dotiert. Es soll die Preisträgerinnen und Preisträger motivieren, beispielsweise in Laborausstattung, wissenschaftliche Unterstützung oder internationale Forschungsaufenthalte zu investieren. Aktivitäten oder zusätzliche Investitionen dieser Art sind in einem normalen Postdoktoranden-Projekt nur schwer finanzierbar. Dr. Nina Keul konnte sich mit ihrem Projektantrag „Ozeanversauerung, der böse Zwilling der Klimaerwärmung“ unter 160 Bewerberinnen und Bewerbern durchsetzen und wurde sogar als eine von nur zwei Stipendiaten ausgewählt, die von der Reinhard Frank-Stiftung unterstützt werden.

Professor Dr. GÜNTHER KLÖPPEL, Emeritus der Medizinischen Fakultät der CAU, hat den Deutschen Krebspreis 2015 in der Sparte „Klinische Forschung“ erhalten. Der Preis wurde ihm am Mittwoch, 18. März, anlässlich des 18. Internationalen Kongresses der Arbeitsgemeinschaft Experimentelle Krebsforschung (AEK) in Heidelberg verliehen. Günter Klöppel leistete bahnbrechende Arbeit auf dem Gebiet der Pathologie und der Charakterisierung von Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und des neuroendokrinen Systems. Hier hat er durch seine jahrzehntelange Forschung (über 600 Originalarbeiten) ganz wesentlich das Verständnis von der Entstehung und der Vielfalt dieser Tumoren verbessert.

Professor Dr. RAINER HERGES, Otto Diels-Institut für Organische Chemie, erhält den Kieler Wissenschaftspreis 2015. Mit dem Wissenschaftspreis ehrt die Landeshauptstadt hervorragende wissenschaftliche Leistungen. Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises erfolgt in einer Feierstunde am zweiten Kieler Woche-Sonntag, 28. Juni. Professor Herges, geboren 1955, gilt als einer der kreativsten und einflussreichsten deutschen Chemiker und Nanowissenschaftler. Seit 2004 ist er C4-Professor für Organische Chemie an der CAU. Der von ihm initiierte Sonderforschungsbereich 677 „Funktion durch Schalten“ war einer der Ausgangspunkte für die Entwicklung des Forschungsschwerpunktes „Kiel Nano, Surface and Interface Science“ (KiNSIS) an der CAU.



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Text / Redaktion: Dr. Tebke Böschen