CAU - Universität Kiel
Sie sind hier: StartseitePressePressemeldungenNr. 171 / 2015

Pressemeldung Nr. 171/2015 vom 20.05.2015 | english version | RSS | zur Druckfassung | Suche

Estlands Staatspräsident zu Gast an der Universität Kiel

Präsident Toomas Ilves tritt für Stärkung estnisch-deutscher Hochschulkooperationen ein


Download unter der Meldung - Foto: Christian Urban, Universität Kiel


Erneuter Staatsbesuch in Kiel: Genau eine Woche, nachdem die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) den israelischen Präsidenten Reuven Rivlin begrüßen durfte, besuchte am heutigen Mittwoch (20. Mai) sein estnischer Amtskollege, Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves, die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Begleitet wurde er unter anderem von der estnischen Botschafterin in Deutschland, Kaja Tael. Der Staatsbesuch auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck stand in Kiel ganz im Zeichen der Wissenschaft. Neben dem offiziellen Empfang bei dem Ministerpräsidenten Torsten Albig bildeten die Besuche an der Universität Kiel und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel den Mittelpunkt des Aufenthalts in Kiel.

An der Universität Kiel tauschten sich Präsident Ilves und seine Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern der CAU über Möglichkeiten verstärkter estnisch-deutscher Hochschulkooperationen aus. Als Ort der Zusammenkunft diente das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB) der Universität. Die estnische Delegation interessierte sich insbesondere für einen Austausch auf dem Gebiet der Natur- und Lebenswissenschaften, nachdem sich die Zusammenarbeit in anderen wissenschaftlichen Disziplinen bereits seit Jahren gut bewährt hat. In den Lebenswissenschaften ist die CAU mit ihrem interdisziplinären Zentrum „Kiel Life Science“ stark aufgestellt. Anhand eines Vortrags und einer Laborführung informierten sich die estnischen Gäste über die Kieler Forschungsinhalte und -möglichkeiten auf diesem Gebiet. Präsident Toomas Ilves bekräftigte die guten Beziehungen zwischen den estnischen Hochschulen und der Universität Kiel: „Die natur- und lebenswissenschaftliche Forschung wird im Wettkampf der Wissenschaftsstandorte in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen, das gilt auch für unsere estnischen Hochschulen. Wir sind daher froh, in der Universität Kiel einen starken Partner an unserer Seite zu haben und wollen die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet intensivieren.“

Universitätspräsident Professor Lutz Kipp begrüßte den Staatsgast und bezeichnete die Beziehungen zwischen beiden Ländern und Universitäten als gelebten Beweis für die europäische Integration. Kipp: „Vor einiger Zeit war ich selbst in Tartu und war beindruckt davon, wie erfolgreich es dort gelingt, den Bau wissenschaftlicher Gebäude und den Aufbau von Forschungsinfrastrukturen über eine EU-Förderung umzusetzen. Das könnte ich mir sehr gut auch für Kiel vorstellen.“

Anschließend tauschten die estnische Delegation, die Kieler Universitätsleitung sowie die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der natur- und lebenswissenschaftlichen Disziplinen ihre Ideen über weitere Kooperationsmöglichkeiten aus. Der Rektor der Universität Tartu, Professor Volli Kalm, gab den Kieler Gastgeberinnen und Gastgebern einen Überblick über den Stand der lebenswissenschaftlichen Forschung an seiner Universität. Vertreten durch Professor Thomas Bosch und Professor Philipp Rosenstiel folgte darauf am Beispiel des ZMB die Präsentation der entsprechenden Möglichkeiten an der CAU. „Im Baltikum fokussieren sich Forschung und Wirtschaft zunehmend auf die Lebenswissenschaften, gute Kontakte dorthin werden für uns also immer wichtiger. Wir Lebenswissenschaftlerinnen und Lebenswissenschaftler aus Kiel freuen uns auf einen fruchtbaren Austausch mit unseren estnischen Kolleginnen und Kollegen“, antwortete Bosch, Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes „Kiel Life Science“ und stellvertretender Geschäftsführer des ZMB, auf die positiven Signale aus Estland.

Auf besonderen Wunsch des Staatspräsidenten gehörte zudem ein Gespräch mit estnischen Studierenden in Kiel zum Besuchsprogramm. Stellvertretend für ihre estnischen Kommilitoninnen und Kommilitonen berichteten die beiden Austauschstudentinnen Evelin Pihlap und Eliisa Univer von der Universität Tartu ihrem Präsidenten von ihren Erfahrungen an der Universität Kiel. Momentan kommen 14 von den 1892 internationalen Studierenden an der CAU aus Estland.

Die Zusammenarbeit zwischen estnischen und schleswig-holsteinischen Hochschulen blickt auf eine bis auf das Ende der Sowjetära zurückgehende Tradition zurück: Die Christian-Albrechts-Universität ist seit Januar 1989 durch einen Partnerschaftsvertrag mit der Universität Tartu verbunden. Seit Oktober 1990 gibt es zudem ein entsprechendes Abkommen mit der Pädagogischen Hochschule Tallinn, die sich inzwischen zur Universität Tallinn weiterentwickelt hat. Auch die Landeshauptstadt Kiel unterstützt die estnisch-deutsche Hochschulkooperation: Evelin Pihlap ist zum Beispiel in diesem Jahr Empfängerin des Stadt Kiel-Stipendiums. Die Landeshauptstadt ermöglicht damit jedes Jahr sechs ausländischen Studierenden einen Studienaufenthalt an einer der Kieler Hochschulen.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
Bitte beachten Sie dabei unsere ► Hinweise zur Verwendung

Zum Vergrößern anklicken

Professor Thomas Bosch, Professor Philip Rosenstiel, CAU-Vizepräsidentin Professorin Karin Schwarz, Volli Kalm (Rektor der Universität Tartu), Christian Matthias Schlaga (der Deutsche Botschafter in Estland), Estlands Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves, CAU-Präsident Professor Lutz Kipp, Estlands Botschafterin in Deutschland Dr. Kaja Tael, Estlands Honorarkonsul Klaus-Hinrich Vater und der Vorsitzende der estnischen Akademie der Wissenschaften Tarmo Soomere (v.l.)
Foto: Christian Urban, CAU

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-171-1.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Staatspräsident Ilves trug sich in das Gästebuch der Universität Kiel ein, links neben ihm Universitätspräsident Professor Lutz Kipp.
Foto: Sebastian Maas, Universität Kiel

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-171-2.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Präsident Toomas Hendrik Ilves gestaltete den Austausch zwischen estnischen und deutschen Hochschulvertreterinnen und -vertretern aktiv mit.
Foto: Sebastian Maas, Universität Kiel

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-171-3.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Professor Philip Rosenstiel präsentierte stellvertretend für seine Kolleginnen und Kollegen den Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ an der Universität Kiel.
Foto: Sebastian Maas, Universität Kiel

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-171-4.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Präsident Ilves wird von Professor Bosch durch das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB) geführt.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-171-5.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Professor Rosenstiel und Professor Bosch erläutern der estnischen Delegation ein hochmodernes DNA-Sequenzierungslabor im ZMB.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-171-6.jpg



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: ► presse@uv.uni-kiel.de, Internet: ► www.uni-kiel.de, Jubiläum: ► www.uni-kiel.de/cau350
Twitter: ► www.twitter.com/kieluni, Facebook: ► www.facebook.com/kieluni
Text / Redaktion: ► Christian Urban