CAU - Universität Kiel
Sie sind hier: StartseitePressePressemeldungenNr. 196 / 2015

Pressemeldung Nr. 196/2015 vom 04.06.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Medizinische Fakultäten tagen in Kiel


Anlässlich des 350-jährigen Bestehens der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist ihre Medizinische Fakultät in diesem Jahr Gastgeberin des 76. Ordentlichen Medizinischen Fakultätentages (oMFT). Heute, Donnerstag, 4. Juni, begrüßte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig die insgesamt 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Vertreterinnen und Vertreter aller 37 Medizinischen Fakultäten Deutschlands, Führungskräfte der Universitätsmedizin und Gäste aus der Gesundheits- und Wissenschaftspolitik sowie der Wirtschaft und der Presse in der Landeshauptstadt. „Schleswig-Holstein hat handfeste Argumente, die viele junge Menschen überzeugen, sich bei uns zu Medizinerinnen und Medizinern ausbilden zu lassen: Die beiden Standorte für Hochschulmedizin in Lübeck und Kiel genießen einen ausgezeichneten Ruf. Das Exzellenz-Cluster „Inflammation at Interfaces“ stellt uns im Bereich der Entzündungsmedizin an die Speerspitze der Forschung. Wir sind gleich an drei Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung beteiligt sowie an zahlreichen international erfolgreichen Forschungsprojekten. Und wir nehmen die Lehre sehr ernst, denn wir bilden die Ärztinnen und Ärzte für morgen aus“, so Albig.

Auch CAU-Präsident Professor Lutz Kipp freut sich, dass im gemeinsamen Jubiläumsjahr von Kieler Universität und Medizinischer Fakultät der 76. Ordentliche Medizinische Fakultätentag in Kiel stattfindet: „Die Medizinische Fakultät war und ist von Anfang an ein zentraler Bestandteil unserer Universität. Sie ist eingebunden in alle vier Forschungsschwerpunkte, ganz besonders in unser interdisziplinäres Zentrum für Lebenswissenschaften ‚Kiel Life Science‘, in dem gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus mittlerweile sechs der acht Fakultäten neue Optionen für Prophylaxe und Therapie entwickelt werden. Durch die institutionelle Einheit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung in der Universitätsmedizin gibt es hier in Kiel ein wissenschaftliches Umfeld, das sich hervorragend zur Bearbeitung der zunehmend komplexer werdenden Fragestellungen im Bereich der medizinischen und der lebenswissenschaftlichen Forschung eignet“, warb Kipp für eine weiterhin starke Hochschulmedizin in Schleswig-Holstein.

Professor Heyo K. Kroemer, Präsident des Medizinischen Fakultätentages der Bundesrepublik Deutschland e.V., zeigte sich in seiner Begrüßung erfreut über den enormen Zuspruch des diesjährigen oMFT. „Zum einen freut man sich über die Möglichkeit eines intensiven kollegialen Austauschs über zwei Tage, die neben fachlichen noch persönliche Komponenten haben. Zum zweiten tauscht man sich dann besonders gern aus, wenn die Situation außergewöhnlich ist, und man hofft, von den Kolleginnen und Kollegen lernen zu können. Eine ganz außergewöhnliche Situation scheint mir durchaus gegeben zu sein, in der sich die Medizinischen Fakultäten in Deutschland befinden“, verwies Kroemer auf die Möglichkeiten der kommenden beiden Tage.

Mit einem Vortrag über „Die Universitätsmedizin als Beispiel moderner Innovation“ eröffnete Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, anschließend die Tagung. „Unsere Universitätskliniken sind Motor für den medizinischen Fortschritt und damit ein ganz wichtiger Partner im Gesundheitswesen. Rund 10 Prozent aller stationären Fälle in Deutschland werden in Universitätskliniken behandelt – viele davon im Bereich der Intensivmedizin. Die erfolgreiche Arbeit an den Universitätskliniken trägt maßgeblich zu einer guten Versorgung, insbesondere vieler schwer erkrankter Menschen bei. Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz und der Krankenhausreform sorgen wir dafür, dass die hohe Qualität und die besonderen Leistungen der Universitätskliniken und Hochschulambulanzen besser vergütet werden.“

Am ersten Tag der Veranstaltung stehen neben dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz und den Konsequenzen der Grundgesetzänderung für die Entwicklung in der Universitätsmedizin auch Infrastruktur und Informationstechnologie auf dem Programm. Professor Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), stellte den Baulichen Masterplan der Universitätsmedizin der Zukunft in Schleswig-Holstein vor. „Mit dem ,Baulichen Masterplan für die Universitätsmedizin der Zukunft in Schleswig-Holstein‘ nehmen wir die Herausforderung des 21. Jahrhunderts an, trotz widriger regulatorischer, wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen, unsere Sonderstellung als Innovationsmotor des Gesundheitswesens zu erfüllen - in Eintracht von Forschung, Lehre und Krankenversorgung", sagte Scholz.

Am Freitag, 5. Juni, hören die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 76. oMFT in Kiel noch Vorträge zu Themen wie „Zukunft des Medizinstudiums“ und „Organisation der medizinischen Forschung“. „Ein inhaltlich orientierter Diskurs über die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung von Forschung und Lehre mit allen Beteiligten, wie er auf dieser Jahrestagung geführt wird, ist wichtig, um langfristig eine moderne und zukunftsorientierte Hochschulmedizin zu sichern“, sagt der Dekan der gastgebenden Medizinischen Fakultät der CAU, Professor Ulrich Stephani.

Als gemeinnütziger Verein unterstützt der Medizinische Fakultätentag die 37 Medizinischen Fakultäten Deutschlands bei ihren gemeinsamen Bestrebungen zur Weiterentwicklung der medizinischen Forschung und Lehre und der damit verbundenen Krankenversorgung.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
Bitte beachten Sie dabei unsere ► Hinweise zur Verwendung

Zum Vergrößern anklicken

Prof. Heyo K. Kroemer, Hermann Gröhe, Torsten Albig, Prof. Lutz Kipp (von links nach rechts) kurz vor Beginn der Eröffnung des 76. oMFT in Kiel
Copyright/Foto: MFT/Kerber

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-196-1.jpg


Kontakt:
Dr. Corinne M. Dölling
MFT Medizinischer Fakultätentag
Tel.: 030/6449 8559-16
E-Mail: berlin@mft-online.de
Web: www.mft-online.de

Dr. Ann-Kathrin Wenke
Dekanat, Medizinische Fakultät
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Tel.: 0431/880-2126
E-Mail: wenke.dekanat@med.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: ► presse@uv.uni-kiel.de, Internet: ► www.uni-kiel.de, Jubiläum: ► www.uni-kiel.de/cau350
Twitter: ► www.twitter.com/kieluni, Facebook: ► www.facebook.com/kieluni
Text / Redaktion: Dr. Ann-Kathrin Wenke