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Pressemeldung Nr. 286/2015 vom 20.08.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Gute Gespräche auch bei 150 km/h

Bundeswirtschaftsministerium fördert Kieler Forschungstransfer-Projekt mit einer halben Million Euro


Laute Motoren, der Straßenbelag und die Umgebungsgeräusche machen Gespräche im Auto oft schwierig. Ändern will das ein Team aus Nachwuchswissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Ihr Projekt wird nun vom Bundeswirtschaftsministerium mit einer halben Million Euro gefördert.

Physiker Christian Lüke und Ingenieur Jochen Withopf vom Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik forschen in der Arbeitsgruppe für Digitale Signalverarbeitung und Systemtheorie von Professor Gerhard Schmidt schon eine ganze Weile daran, digitale Sprachverarbeitung zu verbessern. Insbesondere die Kommunikation im Fahrgastraum von Autos interessiert sie. Vor etwa anderthalb Jahren kam den beiden die Idee, aus ihrer vielversprechenden Forschung auch ein marktfähiges Produkt zu machen. Mit Elektrotechniker Merikan Koyun und Wirtschaftsingenieur Stephan Senkbeil holten sie sich weiteres Know-how an Bord.

Außerdem knüpften sie Kontakt zum Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) der CAU und der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), die dem Quartett auf die ersten wirtschaftlichen Sprünge half: „Beispielsweise wussten wir zunächst nicht viel über den Schutz von geistigem Eigentum oder über die Finanzierung solcher Vorhaben“, sagt Projektleiter Lüke. Auch Professor Carsten Schultz, der in Kiel Technologiemanagement lehrt, gab viele wichtige Hinweise. „Wir waren sofort begeistert von der Idee und haben dem Team empfohlen, sich um eine Förderung durch das EXIST-Forschungstransfer-Programm des Bundes zu bewerben.“ erinnert sich Dr. Anke Rasmus vom ZfE an das erste Treffen. Gemeinsam wurde schließlich der Antrag gestellt.

Nach einer Vorstellung des Projekts in Berlin vor einer Fachjury kam bald die Zusage über 500.000 Euro Fördergelder. „Es hat ein wenig gedauert, bis wir das Ausmaß der Förderung realisiert hatten“, erinnert sich Withopf und lacht. Von den insgesamt 87 bundesweit eingereichten Anträgen hatten es nur 26 geschafft. Anderthalb Jahre haben die Forscher jetzt Zeit, ihre Idee in die Tat umzusetzen. Die Gründung eines eigenen Unternehmens haben die vier Forscher dabei fest im Blick.

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Merikan Koyun, Jochen Withopf, Christian Lüke und Stephan Senkbeil (v.l.) wollen die Kommunikation im Auto verbessern. Unterstützt werden sie dabei vom Bundeswirtschaftsministerium.
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Kontakt:
Christian Lüke
Projekt ACE
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Tel.: 0431 / 880-6129
E-Mail: cl@tf.uni-kiel.de
www.dss.tf.uni-kiel.de

Dr. Anke Rasmus
Zentrum für Entrepreneurship
Tel: 0431 / 880-4698
E-Mail: arasmus@uv.uni-kiel.de
www.zfe.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: Denis Schimmelpfennig