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Pressemeldung Nr. 388/2015 vom 28.10.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Blick in die bewegte Geschichte der Kieler Physik

Neue Ausstellung zeigt Entwicklung der Kieler Physik von 1845 bis 1945



Quantentheorie, Photoeffekt, Geigerzähler, elektromagnetische Wellen: Viele wichtige Entdeckungen wurden von Wissenschaftlern gemacht, die während ihrer wissenschaftlichen Laufbahn auch eine Zeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) forschten und lehrten. Die Sektion Physik an der CAU widmet ihnen nun eine neue Ausstellung, die zudem auch weniger bekannte, aber nicht minder bedeutende Forscher berücksichtigt. Eröffnet wurde die Ausstellung mit dem Titel „Entwicklung der Kieler Physik und Astronomie 1845 - 1945“ am Dienstag, 27. Oktober, im Physikzentrum der CAU.

Die Schau stellt 34 historische Persönlichkeiten vor, die die Kieler Physik in den 100 Jahren von 1845 bis 1945 prägten. Zudem rückt sie auch das Wirken der Forschenden, darunter auch einige Nobelpreisträger, in den zeitgeschichtlichen Zusammenhang. Dabei schließt die Ausstellung auch die Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mit ein. „Die 100 Jahre von 1845 bis 1945 bilden für die Kieler Physik einen besonders markanten Zeitraum. Wir stellen alle in dieser Zeit an der Sektion Physik wissenschaftlich Tätigen vor“, sagte Initiator Professor Michael Bonitz. Die Ausstellung stellt zum Beispiel Gustav Karsten vor, der Mitte des 19. Jahrhunderts als einer der Gründer der Deutschen Physikalischen Gesellschaft bedeutende Forscher wie Heinrich Hertz und Max Planck für die CAU gewann. Sie beschäftigt sich weiterhin mit Philipp Lenard, einem Nobelpreisträger aber auch Vertreter der sogenannten Deutschen Physik im „Dritten Reich“, genauso wie mit Hans Kopfermann, einem Gegner Lenards. So eröffnet die Ausstellung ihren Gästen einen Blick in ein wichtiges Kapitel der Kieler Wissenschaftsgeschichte. Die Schautafeln informieren über Lebensdaten und Forschungstätigkeiten der historischen Personen in Kiel und ihre wissenschaftliche Leistungen.

Auch der Eröffnungsvortrag von Professor Alexander Piel war einem historischen Thema gewidmet. Piel berichtete vom Universalgelehrten Samuel Reyher, der im Gründungsjahr der CAU eine Professur für Mathematik antrat als „Kiels ersten Physiker“. „Physik und Astrophysik sind schon seit 1665 ein zentrales Thema der Universität Kiel. Mit der Ausstellung ist der Geburtstagsgruß der Sektion Physik für 350 Jahre CAU besonders gelungen“, sagte der Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät Professor Wolfgang J. Duschl in seinem Grußwort. Geplant ist, so Bonitz, das Spektrum der Ausstellung in den kommenden Jahren auch auf die Zeit vor 1845 und nach 1945 auszuweiten.

Zusammen mit der Max-Planck-Ausstellung und einer wertvollen Sammlung technischer Exponate bietet die Sektion Physik mit der neuen Ausstellung einen spannenden Einblick in anderthalb Jahrhunderte Wissenschafts- und Technik-Entwicklung und die Rolle der Universität Kiel darin.

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Blick in die Vergangenheit (v.l.): Wolfgang J. Duschl mit den Initiatoren der neuen Physik-Ausstellung Michael Bonitz und Frank Hohmann.
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34 Persönlichkeiten prägten die Kieler Physik in den Jahren 1845 bis 1945. Sie sind nun auf Schautafeln in der Leibnizstraße 13 verewigt.
Foto/Copyright: Denis Schimmelpfennig/CAU

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Kontakt:
Prof. Dr. Michael Bonitz
Institut für Theoretische Physik und Astrophysik
Tel.: 0431/880 4122
E-Mail: bonitz@theo-physik.uni-kiel.de


Diese Ausstellung findet im Rahmen des 350. Jubiläums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt. Über das ganze Jahr 2015 hinweg begeht die Kieler Universität ihren Geburtstag. Von Sportveranstaltungen über Konzerte, Ringvorlesungen und Ausstellungen bis hin zu Tagungen und Forschungsprojekten: Mit über 2000 Einzelterminen präsentiert sich die Landesuniversität von ihrer besten Seite und lädt alle Menschen ein, gemeinsam mit ihr das große Jubiläum zu begehen. Alle Informationen finden Sie unter www.uni-kiel.de/cau350.



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Text / Redaktion: Denis Schimmelpfennig