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Pressemeldung Nr. 416/2015 vom 13.11.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Die „PerLe“ rollt weiter

Uni Kiel erhält Millionenförderung für gute Lehre und gutes Lernen


„PerLe“ (Projekt erfolgreiches Lernen und Lehren) heißt das Konzept, mit dem sich die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) für gute Lehre und gutes Lernen einsetzt. Dank einer Förderung in Höhe von bis zu 10,5 Millionen Euro rollt PerLe bis zum Jahr 2020 weiter. Dies entschied jetzt die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK). Der GWK gehören die für Wissenschaft, Forschung und Finanzen zuständigen Ministerinnen und Minister des Bundes und der Länder an. Die Förderung ergeht aus dem „Qualitätspakt Lehre“, der die Personalausstattung, die Qualifizierung des Personals und die qualitätsorientierte Lehre an deutschen Hochschulen verbessern soll. Antragsberechtigt waren die 186 Hochschulen aus allen 16 Bundesländern, die bereits in der ersten Förderperiode erfolgreich waren und seit 2011/2012 gefördert werden. Die ausgewählten Anträge haben ein Finanzvolumen von 820 Millionen Euro, die zwischen 2016 und 2020 zur Verfügung gestellt werden.

„Die Freude über diesen Erfolg der CAU bei allen Beteiligten ist groß. Er ist ein wichtiger Meilenstein in der qualitätsvollen Weiterentwicklung unserer Lehre. Davon profitieren heutige ebenso wie künftige Studierende, die Lehrenden und am Ende auch die Forschung und die Region“, bewertet CAU-Präsident Professor Lutz Kipp den Erfolg.

Die Projektkoordinatorin und für die Lehre verantwortliche Vizepräsidentin Professorin Ilka Parchmann lobte die gute Zusammenarbeit innerhalb der Universität bei der Vorbereitung des Antrages: „Ich danke allen Beteiligten, die an diesem Antrag mitgeschrieben haben, für die produktive Zusammenarbeit. Wir haben in den vergangenen vier Jahren viel gelernt und aus den Erfahrungen der ersten Periode die richtigen Schlüsse für die Fortführung des Projektes gezogen. Gewonnen haben dadurch vor allem unsere Studierenden. Sie können sich an der CAU auf eine gute Betreuung und immer bessere Studienbedingungen freuen. Jetzt wollen wir die erfolgreichen Neuerungen behutsam in die bestehenden Hochschulstrukturen einbinden.“

PerLe-Projektleiterin Isabel Palmtag ergänzt: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der schlüssigen Weiterentwicklung unseres am student life cycle orientierten Konzepts das Auswahlgremium überzeugen konnten und dass das Projekt PerLe weiter die hohe Qualität und Bedeutung der Lehre an der CAU fördern und durch innovative Angebote bereichern darf.“

Grundlage für die Verlängerung der bestehenden Förderung war die erfolgreiche Analyse und Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts. Eine wichtige Rolle spielten dabei umfangreiche Beteiligungsprozesse. In sieben Themengruppen und einer Steuerungsgruppe setzten sich rund 100 Forschende, Studierende, Projektmitarbeitende sowie Beteiligte aus Zentren und Einrichtungen oder der Verwaltung mit den einzelnen Themenbereichen des Projekts auseinander und glichen diese mit den ermittelten und bestehenden Bedarfen an der CAU ab.

Das Konzept für die zweite Förderphase im Qualitätspakt Lehre steht auf drei thematischen Säulen:

Erstens benötigen Studien-Anfänger und -Anfängerinnen angesichts von immer mehr Studienangeboten und heterogenen Lebenswegen mehr individuelle Unterstützung in der Vorbereitungs-, Übergangs- und Einstiegsphase in ein Studium. PerLe hat daher in Phase 1 neben (fach-)spezifischen Studienorientierungsangeboten neue Vorkurse und Übungsformate geschaffen, die zukünftig etabliert und ausgebaut werden.

Zweitens sollen Studierende frühzeitig auf eine spätere Berufstätigkeit vorbereitet werden. Dazu werden überfachliche Angebote entwickelt, die verschiedene Berufsfelder einbeziehen. Zur Verknüpfung von Theorie und Berufspraxis werden so in Phase 1 des Projektes zum Beispiel Formate der Praktikumsbegleitung und -nachbereitung, des Service Learnings und des Social Entrepreneurships entwickelt und erprobt. Diese werden in der Weiterentwicklung systematisch in Programme von Studienangeboten mit Berufsfeldorientierung in den Bereichen Forschung und Wissenschaft, Gesellschaft und Unternehmen sowie Bildung und Kommunikation eingebunden.

Drittens sollen die Lehrenden ihre didaktischen Fähigkeiten verbessern können. Entwicklungen in Studium und Lehre erfordern Anreize und Unterstützung für die Lehrenden. Diese wurden in der ersten Phase sowohl für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch für Tutorinnen und Tutoren konzipiert. In der zweiten Förderperiode sollen diese kontinuierlich in bestehende Universitätsstrukturen integriert und um weitere bedeutsame Aufgaben wie die Aufbereitung von Erkenntnissen der Lehr-Lernforschung für die Lehrpraxis erweitert werden. Diese Maßnahmen sowie ein Lehrinnovationsfonds werden auch in Zukunft individuelle Qualifizierungswege sowie Lehrinnovation ermöglichen.

Informationen zum „Qualitätspakt Lehre“
Mit dem „Qualitätspakt Lehre“ werden Hochschulen aus ganz Deutschland dabei unterstützt, die Betreuung der Studierenden und die Qualität der Lehre zu verbessern. Zwischen 2011 und 2020 stellt der Bund rund zwei Milliarden Euro für diese Aufgabe zur Verfügung. In der ersten Förderphase bis 2016 werden 186 Hochschulen in Deutschland gefördert. Für die zweite Förderphase bis Ende 2020 wurden die Fortsetzungsanträge von 156 Hochschulen ausgewählt. Weitere Informationen zum „Qualitätspakt Lehre“ finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Bisheriges Konzept der CAU (1. Förderrunde)
Eine Projektförderung im Rahmen des Qualitätspakts Lehre ermöglicht es der Christian-Albrechts-Universität in den Jahren 2012 bis 2016, intensiv die Qualität der Lehre und die Betreuung der Studierenden zu verbessern. Übergreifendes Ziel des in mehrere Teilprojekte aufgegliederten Gesamtvorhabens ist es, Studierende zu einem für sie passenden Studium zu verhelfen und sie darin so zu begleiten, dass sie es zügig und erfolgreich abschließen können. Mehrere aufeinander abgestimmte Maßnahmen und Teilprojekte sollen zur Steigerung der Studienerfolgsquoten und der Studienzufriedenheit beitragen.
Die fünf Teilprojekte umfassen im Einzelnen den Bereich der Vorstudienberatung und die Entscheidungsfindungsphase von Schülerinnen und Schülern, die Orientierungsphase zu Studienbeginn sowie die effiziente Begleitung der Schul- und Berufspraktika. Diese Maßnahmen werden ergänzt durch übergreifende Innovationen bei der Qualitätsentwicklung in der Lehre und in der Hochschuldidaktik.

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Bis zu 10,5 Millionen Euro erhält die Uni Kiel bis 2020 von Bund und Land für das Projekt PerLe. Damit werden Lehre und Didaktik weiterentwickelt.
Foto/Copyright: Thomas Eisenkrätzer/CAU

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Informationen im Internet
www.perle.uni-kiel.de
www.qualitaetspakt-lehre.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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Text / Redaktion: ► Dr. Boris Pawlowski