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Pressemeldung Nr. 423/2015 vom 17.11.2015 | english version | RSS | zur Druckfassung | Suche

Komponist Shih bringt Zoologisches Museum Kiel zum Schwingen

Uraufführung der Klang-Installation „Tanzendes Meer“ als Plädoyer für die Freiheit der Kunst und der Wissenschaft


Musik schafft einen Raum, in dem wir unseren Emotionen begegnen und sie verstehen und ordnen können. Etwa 80 Gäste nutzten am Sonntagabend (15. November) diese Gelegenheit im Zoologischen Museum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Anlass war die Uraufführung des Werkes „Tanzendes Meer“ des taiwanesisch-österreichischen Komponisten Shih, das die Kieler Oper der Universität zum 350. Geburtstag als eine klingende Hommage an die Kieler Meereswissenschaften geschenkt hat.

Kiels Generalmusikdirektor (GMD) Georg Fritzsch und Professor Thomas Bosch, Evolutionsbiologe und Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes „Kiel Life Science“, gewährten im Hörsaal des Museums unmittelbar vor der Uraufführung in einem Werkstattgespräch mit dem nahbaren Künstler teils sehr persönliche Einblicke in die Entstehungsgeschichte des außergewöhnlichen Klang-Werkes. Dabei spielte die Annäherung des Komponisten an das Thema Meer („Ich möchte eine neue Perspektive auf das Meer werfen.“ – Shih) ebenso eine Rolle wie die Bedeutung der Musikerinnen, Musiker und des Dirigenten („Tätige Musiker haben die Gnade, große Geister zum Leben zu erwecken.“ – Fritzsch) sowie die Frage, ob und wieweit die kreativen Prozesse von künstlerisch und wissenschaftlich tätigen Menschen sich ähneln („Wie oft starrst du ins Leere, Shih?“ – Bosch).

Im Anschluss wurde das etwa 12-minütige Werk „Tanzendes Meer“ von elf Musikerinnen und Musikern der Kieler Oper unter der Leitung von Georg Fritzsch uraufgeführt. „Musik arbeitet mit der Stille der Freiheit. Ich bin gespannt, was es mit Ihnen macht“, sagte ein spürbar aufgeregter Shih kurz vor dem Erklingen der ersten Töne. Zuvor hatte der Künstler die Akteure auf den verschiedenen Etagen und den offenen Rundgängen der Walhalle des Museums platziert. „Es gibt wenige Komponisten, die Musik für einen speziellen Raum schreiben, und das hat Shih für den wunderbaren Gropiusbau des Zoologischen Museums in einer unglaublich tollen Art und Weise getan“, lobte GMD Fritzsch das Arrangement. Und weiter: „Das war sehr beeindruckend für uns als Ausführende. Ich glaube, auch die Gäste, die bei dem Erlebnis dabei sein konnten, waren ergriffen von dem körperlichen Gefühl – was Klang in so einem magischen Raum bewirken kann. Der Raum und die Musik sind in einander verschmolzen, sodass sie wirklich zu einer Einheit geworden sind.“ „Genial“, befand CAU-Präsident Professor Lutz Kipp am Ende eines trotz der weltpolitischen Großwetterlage heiteren und Zuversicht vermittelnden Weltpremierenabends in einem ungewöhnlichen Kieler Gebäude.

Der Komponist Shih (Jahrgang 1950) stammt aus Taipeh. Er lebt und arbeitet seit 1974 in Wien. Seine Werke – Kammermusik, Ballettmusik, große Orchesterwerke, Oper und Oratorium wurden in vielen europäischen und asiatischen Ländern sowie in den USA aufgeführt. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1994 mit seiner Kammeroper „Vatermord“ an der Leipziger Oper.

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This event is taking place as part of Kiel University's 350th anniversary. The university will be celebrating its birthday throughout the whole of 2015. From sporting events, concerts, lecture series and exhibitions to conferences and research projects: with over 2000 individual dates, the state university is showing itself at its very best and is inviting everyone to join in with the celebrations. All the information on this can be found at www.uni-kiel.de/cau350.



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Text / Redaktion: ► Dr. Boris Pawlowski