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Pressemeldung Nr. 428/2015 vom 19.11.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Klimaschutz von der Wik bis Tuvalu

Energieforum an der Uni Kiel: Willkommenskultur bald auch für Klimaflüchtlinge?


Wenige Tage vor der UN-Klimakonferenz in Paris diskutierten Fachleute am 18. November beim 2. Energieforum an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unter dem Motto „Ein Klima verändert die Welt“. Dazu eingeladen hatte das Koordinationsbüro für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen der Universität, „klik – klima konzept 2030“. Dabei wurde klar: Neben Krieg und Verfolgung können auch Naturkatastrophen und schwere Umweltschäden dazu führen, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

Ursachenbekämpfung sei die zentrale Strategie, um eine künftige Klimamigration in Grenzen zu halten. Das betonte der international renommierte Klimaforscher Professor Mojib Latif vom GEOMAR – Hemholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und von der CAU. Wie sich der Klimawandel ganz konkret auswirkt, verdeutlichte die Umweltpsychologin vom Potsdamer Nachhaltigkeitsinstitut IASS, Katharina Beyerl, anhand kleiner Pazifikinseln. Die kleinen Inselstaaten bekommen den Klimawandel am deutlichsten zu spüren: Ihre Böden versalzen und die Inseln werden aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels schon bald gänzlich überflutet sein. Die Insulanerinnen und Insulaner wären dann heimatlos.

Dr. Robert Habeck, Energiewendeminister von Schleswig-Holstein, erklärte den rund 400 Zuhörenden im Audimax, dass ein wesentlicher Teil der Energiewende im Lande der Küstenschutz sei. Zukunftsfähige Energiepolitik bedeute nicht nur Solar- und Windenergie zu fördern. Zusätzlich müsse sich Schleswig-Holstein gegen Hochwasser und starke Stürme wappnen. Deshalb werde der Deichbau gestärkt und Baumsorten angepflanzt, die sich dem künftigen Klima besser anpassen.

Insbesondere große Energieverbraucherinnen und -verbaucher, zu denen auch die Kieler Universität zählt, seien aufgefordert das Klima zu schützen, erklärte CAU-Kanzler Frank Eisoldt. Die Universität, an der rund 30.000 Menschen studieren und arbeiten, verbraucht jährlich rund 30 Millionen Kilowattstunden Strom – so viel, wie eine Stadt der Größe Plöns. In den vergangenen Jahren sei es allerdings gelungen, die energiebedingten CO2-Emissionen der CAU erheblich zu reduzieren. Beschlossenes Ziel sei es darüber hinaus, dass die Universität bis 2030 klimaneutral werden soll.

Fachleute und Publikum stimmten bei der abschließenden Podiumsdiskussion überein, dass der Ausstieg aus der Kernkraft der richtige Weg sei. Vor allem aber müsse die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle und Öl weltweit ein Ende nehmen. Den Ausbau der Erneuerbaren Energien aus finanziellen Gründen zu unterlassen, sei falsch: „Es kann doch nicht zu teuer sein, die Welt zu retten!“, sagte Mojib Latif.

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Robert Habeck, Katharina Beyerl, Frank Eisoldt, Mojib Latif und Moderator Carsten Kock (von links) diskutierten auf dem 2. Energieforum der Uni Kiel.
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Rund 400 Gäste nahmen am 2. Energieforum an der Uni Kiel teil.
Foto: Julia Beil

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Mojib Latif (links): "Es kann doch nicht zu teuer sein, die Welt zu retten!“
Foto: Mona Juliane Rybicki

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Kontakt:
Stefanie Steinwender
klik – klima konzept 2030
Boschstraße 1
24118 Kiel
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E-Mail: ssteinwender@uv.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: Julia Beil/Denis Schimmelpfennig