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Pressemeldung Nr. 456/2015 vom 14.12.2015 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Verfechter der sozialen Strafrechtspflege mit Festschrift geehrt

Feierliche Übergabe zum 70. Geburtstag von Heribert Ostendorf


Prävention statt Repression, Integration statt Ausgrenzung: Mit diesen Maximen schuf Professor Heribert Ostendorf eine neue Werteorientierung in der Strafverfolgung. Das sagte Laudatorin Janique Brüning, die bei Ostendorf habilitierte, zur Übergabe der Festschrift an den Jubilar. Aus Anlass seines 70. Geburtstags verfassten Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Freundinnen sowie Schülerinnen und Schüler Ostendorfs ihm zu Ehren eine wissenschaftliche Publikation. Am Freitag (11. Dezember) wurde diese im Heinrich Driftmann-Hörsaal der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) überreicht.

Insbesondere das deutsche Jugendstrafrecht habe der ehemalige Leiter der Kieler Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention nachhaltig geprägt. Ostendorfs Kommentar zum Thema, der nun in 10. Auflage erscheint, stehe für einen vernünftigen Umgang mit jugendlichen Straftäterinnen und -tätern, sagte Janique Brüning. Gesetze seien im gesellschaftlichen Kontext zu betrachten. Das habe Professor Ostendorf mit der Verzahnung von Rechtswissenschaft mit den Sozialwissenschaften, der Psychologie und der Medizin vorgelebt.

Der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Professor Florian Becker, gratulierte dem Jubilar. Er sei ein „fester Baustein der strafrechtlichen Säule“: „Ich wünsche Ihnen weiterhin eine ungebrochene Schaffenskraft“, sagte Becker. Wie um das zu beweisen, deckte Ostendorf in seiner anschließenden Rede „10 Irrtümer in der Kriminalpolitik“ auf. Weder wächst uns das Verbrechen über den Kopf, noch werden Straftäterinnen und-täter immer jünger, belegte der Jurist beispielsweise anhand von Statistiken. Ganz im Gegenteil: Sowohl die Zahl der Verbrechen, als auch die Zahl der jungen Täterinnen und Täter ist seit 2008 deutlich zurückgegangen.

Zur Person
Professor Dr. Heribert Ostendorf studierte Jura an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Nach den Examina und der Promotion war er zunächst Richter, vor allem Jugendrichter, in Schleswig-Holstein. Nach seiner Habilitation an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der CAU war er acht Jahre Strafrechtsprofessor an der Universität Hamburg. Von dort wurde Ostendorf 1989 zum Generalstaatsanwalt in Schleswig-Holstein berufen. Nach seinem Rücktritt 1998 leitete er 15 Jahre lang die Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention an der CAU. In dieser Zeit hat er 42 Doktorandinnen und Doktoranden und eine Habilitandin erfolgreich betreut, weitere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler arbeiten zurzeit bei ihm an ihrem Abschluss. Professor Ostendorf hat zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen, Lehrbücher und Gesetzeskommentare herausgebracht. 2013 ging er in den Ruhestand.

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Wissenschaftliche Ehrung für den Jubilar: Heribert Ostendorf (Mitte) erhält die Festschrift von den Herausgebern und der Herausgeberin (v.l.) Jan Schady, Janique Brüning und Thomas Rotsch.
Foto/Copyright: Denis Schimmelpfennig

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65 Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde lieferten wissenschaftliche Beiträge für die Festgabe an Heribert Ostendorf aus Anlass seines 70. Geburtstages.
Foto/Copyright: Denis Schimmelpfennig, CAU

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„10 Irrtümer in der Kriminalpolitik“ entlarvte Heribert Ostendorf in seiner Festrede.
Foto/Copyright: Denis Schimmelpfennig

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Text / Redaktion: Denis Schimmelpfennig