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Pressemeldung Nr. 42/2016 vom 11.02.2016 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Überlebensraum BRD

Öffentlicher Abendvortrag über architektonische Räume im Kalten Krieg


Der Bunker als „Bevölkerungsrefugium“ und das Atomwaffenlager als „Bevölkerungsvernichter“: Anhand dieser zwei Räume beschreibt Dr. Ian Klinke, Experte auf dem Gebiet der Politischen Geographie an der Universität Oxford, seine These, dass bestimmte Bauformen des späten 20. Jahrhunderts bereits ihren Ursprung im späten 19. Jahrhundert haben. Im Rahmen eines Workshops des Projekts „Militarisierte Landschaften – Erinnerungslandschaften“ unter Leitung des Geographischen Instituts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sind Interessierte zu einem öffentlichen Abendvortrag im vhs-Forum in Fulda eingeladen. Der Vortrag findet statt am Samstag, 27. Februar um 19 Uhr. Die Vortragssprache ist Deutsch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Wichtigste in Kürze:
Abendvortrag „Überlebensraum BRD: Atomkrieg und Geopolitik zwischen Fulda und Bonn“
Datum: 27.02.2016
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: vhs-Forum Kanzlerpalais, Unterm Heilig Kreuz 1, 36037 Fulda

Zur Person:
Dr. Ian Klinke forscht und lehrt seit 2013 an der Universität Oxford im Gebiet der Politischen Geographie. Seine Arbeit befasst sich vor allem mit der deutschen geopolitischen Tradition und den materiellen Landschaften des Kalten Krieges. Im kommenden Jahr erscheint sein Buch „Cryptic concrete: A subterranean journey into Cold War Germany“.

Zum Forschungsprojekt:
„Militarisierte Landschaften – Erinnerungslandschaften
Praktiken ortsbezogenen Erinnerns am Beispiel des Kalten Krieges“

Erinnerung und Gedenken sind keine originalgetreuen Wiedergaben einer im kollektiven Gedächtnis gespeicherten wahren Vergangenheit. Sie sollten vielmehr als aktive, gegenwartsbezogene und oft konflikthafte Rekonstruktion der Vergangenheit betrachtet werden. Gegenstand des Forschungsvorhabens sind Praktiken des Erinnerns, Denkmalschutz, Museumswesen und Praktiken des Entdeckens, wie z.B. Geocachen, in denen Orte und Artefakte als Objekte eines kollektiven Gedächtnisses in einem neuen Kontext betrachtet werden. Das Projekt wird seit März 2013 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Weitere Informationen unter:
www.militarisiertelandschaft.uni-kiel.de


Kontakt:
Dr. Gunnar Maus
Geographisches Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Telefon: 0431 / 880 2439
E-Mail: maus@geographie.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz