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Pressemeldung Nr. 72/2016 vom 17.03.2016 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Doppelter Abiturjahrgang 2016 an der Universität Kiel

CAU ist gut vorbereitet


Das Abitur öffnet jungen Menschen viele Türen für ihr weiteres Berufsleben. Im Jahr des doppelten Abiturjahrganges 2016 werden in Schleswig-Holstein voraussichtlich über 19.000 Schülerinnen und Schüler ihre allgemeine Hochschulreife erlangen. Bei einer Studierquote von etwa 70 Prozent (nach Berechnungen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, DZHW) rechnen die Hochschulen des Landes mit rund 13.000 Studienanfängerinnen und -anfängern. Etwa 40 Prozent davon werden vermutlich ein Studium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) aufnehmen. Die CAU rechnet zum kommenden Wintersemester mit etwa 6.500 neuen Studierenden. Am Donnerstag, 17. März, zeigte die Landesuniversität auf, welche personellen und organisatorischen Weichen dafür in den vergangenen Monaten gestellt und welche Studienmöglichkeiten geschaffen wurden.

Das Wichtigste: Die für die Lehre an der CAU verantwortlichen Vizepräsidentinnen Professorin Ilka Parchmann und Professorin Anja Pistor-Hatam ermutigten die künftigen Studierenden aus dem doppelten Abiturjahrgang 2016, sich an der Universität Kiel einzuschreiben: „Wir werden Ihnen im kommenden Wintersemester in vielen Fächern zusätzliche Studienplätze anbieten können. Außerdem werden wir die Lehrqualität verbessern.“ Die Fächer und Einrichtungen an der einzigen Volluniversität des Landes hätten darauf in den vergangenen Monaten mit Hochdruck hingearbeitet. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren etwa 180 neue Stellen im Bereich der Lehre eingerichtet und knapp 1.200 neue Studienplätze, davon 750 bis 800 in zulassungsbeschränkten Fächern, geschaffen werden. Parchmann und Pistor-Hatam ermutigten deshalb die Abiturientinnen und Abiturienten: „Machen Sie Kiel zu Ihrem neuen Heimathafen und nutzen Sie das gesamte Fächerspektrum der CAU. Unsere Universität bietet viel mehr als die klassischen Schulfächer! Sie sind uns herzlich willkommen. Wir freuen uns auf Sie!“

Auch räumlich und organisatorisch habe man seit dem vergangenen Herbst viel dafür getan, um den Studierenden eine gute Studien- und Aufenthaltsqualität auf dem Campus bieten zu können, erklärte Dr. Uwe Pfründer, Geschäftsführer des Gebäudemanagements der CAU: „Wir wollen und werden die räumlichen Herausforderungen durch Ausweitung der Vorlesungs- und Seminarzeiten sowie durch Anmietungen meistern. Zum einen, indem wir die Lehre wochentags im Korridor von 8 bis 20 Uhr ausweiten. Daneben erhöhen wir die Auslastung der Lehrräume in Abstimmung mit den Fakultäten und Instituten.“ Zusätzlich würden viele Seminarräume und Hörsäle technisch modernisiert, um die Lehre über Streamings und Recordings von Vorlesungen oder Seminaren zu unterstützen, so Pfründer weiter: „Für den Fall, dass es dennoch einmal eng wird, suchen wir derzeit weitere Objekte zur Miete. Wenn alle Stricke reißen, können wir zusätzlich auf Container zurückgreifen.“ Ziel bleibe es, zusätzliche Räumlichkeiten möglichst auf dem Campus oder in Campusnähe anzumieten. Teilweise müssten sich Lehrende und Studierende aber auf längere Wege zu den Lehrveranstaltungen einstellen.

Auch was den Zugang zu Studienfächern an der CAU angehe, könne Entwarnung gegeben werden, betonte die Leiterin des Geschäftsbereiches Akademische Angelegenheiten, Christin Hartwig: „Die CAU wird zum Wintersemester 2016/17 keinen flächendeckenden Numerus clausus einführen. Von 86 grundständigen Studiengängen sind 50 zulassungsfrei. Nur 36 haben eine Zulassungsbeschränkung. Für vier Fächer, die bereits in den letzten Jahren sehr stark nachgefragt waren, mussten wir zusätzlich beim Wissenschaftsministerium einen Numerus clausus beantragen.“ Betroffen seien die Fächer Philosophie, Sportwissenschaft, Europäische Ethnologie/Volkskunde und Geowissenschaften.

„Trotz einiger Zulassungsbeschränkungen sollten sich Interessierte unbedingt für ihr Wunschstudienfach bewerben“, empfiehlt Hartwig. Durch zusätzliche Finanzmittel vom Land habe die CAU in fast allen Studiengängen mehr Personal einstellen und dadurch mehr Studienplätze schaffen können. Hartwig: „In vielen dieser Fächer bestehen damit gute Chancen auf einen Studienplatz, auch wenn man kein Einser-Abitur hat. Der NC ist nämlich keine im Vorfeld festgelegte Note, sondern bedeutet lediglich, dass es zunächst eine festgelegte Anzahl an Studienplätzen gibt.“ Übersteige die Zahl der Bewerbungen die Zahl der Studienplätze, finde ein Zulassungsverfahren statt. Hartwig: „Am Ende entscheidet dann die Notenlage der Bewerberinnen und Bewerber.“

„In jedem Fall sollten sich unschlüssige Studieninteressierte von uns beraten lassen“, rät auch die Leiterin der Zentralen Studienberatung an der CAU, Anette Schmitz. Man sei auf zahlreiche Ratsuchende eingestellt, die im Zeitraum zwischen Abiturklausuren und mündlicher Abiturprüfung in die Sprechstunden kommen können. „Wir unterstützen Abiturientinnen und Abiturienten gerne auf ihrem Weg von der ersten Studienorientierung bis zur fundierten Studienentscheidung“, betont die erfahrene Beraterin. Termine könnten jederzeit per E-Mail an zsb@uv.uni-kiel.de vereinbart werden.

Daneben bietet auch das Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) Interessierten zahlreiche Hilfestellungen an. Neben Workshops zur Entscheidungsfindung können Oberstufenschülerinnen und -schüler im Programm „Ask a student“ einen Tag lang „Studieren probieren“. Für bereits eingeschriebene „Erstis“ besteht außerdem die Möglichkeit, vor Semesterbeginn in vielen Fächern und Studiengängen an Vorkursen teilzunehmen und erstes Wissen für den erfolgreichen Studienstart zu erwerben. Spezielle Seminare gibt es auch für Lehramtsstudierende in den ersten beiden Semestern. „Seit 2012 bietet PerLe sehr erfolgreich solche Kurse und Workshops für Abiturientinnen und Abiturienten an“, sagte Projektleiterin Isabel Palmtag. „Sie erleichtern nachweislich den Studieneinstieg und gleichen unterschiedliche Wissensstände beim Studienstart aus. Wir freuen uns sehr, dass die Projektförderung aus dem Qualitätspakt Lehre es uns ermöglicht, auch unsere Angebote für den doppelten Abiturjahrgang entsprechend zu erweitern oder aufzustocken.“

Die Studierenden selbst haben sich ebenfalls darauf eingestellt, dass bald viele Neue auf den Campus kommen, sagten Thore Baumgarten und Philip-A. Caspers von der Fachschaftsvertreterkonferenz der CAU: „Die Fachschaften bieten zum kommenden Wintersemester wieder zahlreiche Einführungs- und Betreuungsangebote an. Zwar können wir zum jetzigen Zeitpunkt die Mehrbelastung durch den doppelten Abiturjahrgang noch nicht ganz genau abschätzen. Wir sind aber zuversichtlich, dass diese aufgefangen werden können, zum Beispiel durch die Nutzung größerer Räume für Infoveranstaltungen oder indem wir die Zahl der Teilnehmenden in den Tutorengruppen erhöhen.“ Wie gut die individuelle Betreuung der Erstsemesterstudierenden am Ende sein werde, hänge wesentlich vom Engagement der Studierenden in höheren Fachsemestern ab. „Daher rufen wir alle Studierenden auf, sich in den Fachschaften zu engagieren und dadurch die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen“, motivierten die beiden Studenten ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen zum Mitmachen. Problematisch sei weiter die Wohnraumlage. Hier bedürfe es größerer Anstrengungen aller Beteiligten, damit dieses Problem gelöst werden könne.

Beratungsangebote für zukünftige Abiturientinnen und Abiturienten an der CAU
Neben den Studien-Informations-Tagen bietet die CAU allen Studieninteressierten das ganze Jahr über außer der persönlichen Beratung in den Sprechstunden der Zentralen Studienberatung zahlreiche Orientierungsangebote wie Schnupperstudium, Self-Assessment-Tests oder Workshops zur Entscheidungsfindung an. Termine können jederzeit per E-Mail an zsb@uv.uni-kiel.de vereinbart werden. Beratung zur Bewerbung oder zur Einschreibung bietet der Studierendenservice unter www.studium.uni-kiel.de/de/kontakt-beratung/studierendenservice.

Termine zur Studienorientierung mit PerLe
„Studieren, aber was?“ – Kurzinfo: Die eintägigen Workshops zur Entscheidungsfindung richten sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Der Workshop unterstützt noch Unentschiedene bei der Studienorientierung und ist insbesondere für diejenigen geeignet, die wissen, dass sie studieren möchten, aber noch nicht genau wissen, was. Die nächsten Termine sind: Freitag, 11.03.2016, Mittwoch, 30.03.2016 (Osterferien), Freitag, 15.04.2016, Freitag, 29.04.2016. Auf Anfrage sind darüber hinaus Termine für Gruppen, Kurse oder Klassen möglich.

„Ask a student: Studieren probieren!“ – Bei dem Programm kommen Schülerinnen und Schüler einen Tag an die CAU und erhalten einen Einblick in ihr Wunschfach. Dabei werden sie von geschulten studentischen Tutorinnen und Tutoren angeleitet und begleitet. Gemeinsam wird eine Lehrveranstaltung besucht, der Campus erkundet und eine fachspezifische Aufgabe gelöst. Gespräche mit Studierenden, Lehrenden und Studienfachberaterinnen und -beratern runden den Tag ab. Die nächsten Termine sind: Im Zeitraum 11. Mai bis 15. Juni 2016. Die einzelnen Termine stehen Ende März fest und werden auf der Website www.perle.uni-kiel.de veröffentlicht.

Vorläufiges Fächerangebot für Mai/Juni: Agrarwissenschaften, Biologie, Chemie, Elektro- und Informationstechnik, Englisch (Anglistik/Nordamerikanistik), Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch (Romanistik), Geographie, Geschichte, Latein und Altgriechisch (Klassische Philologien), Lehramt (an Gymnasien), Mathematik, Ökotrophologie, Pädagogik, Pharmazie, Philosophie, Physik, Psychologie, Soziologie, Sportwissenschaft, Wirtschaft/Politik (Lehramt), Wirtschaftswissenschaften (BWL, VWL, Handelslehramt)

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Ein Mittel, um mehr Studierende gut auszubilden, sind Investitionen in die technische Infrastruktur: Streaming und Recording werden an der CAU ausgebaut.
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Gute Studienbedingungen schaffen und erhalten – trotz steigender Studierendenzahlen. Dieser Aufgabe stellt sich gegenwärtig die Uni Kiel.
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Mehr Informationen im Internet:
www.zsb.uni-kiel.de
www.perle.uni-kiel.de/de/studienberatung/staw
www.perle.uni-kiel.de/de/studienberatung/ask
www.studium.uni-kiel.de/de/studienentscheidung/schnupperstudium-hereinspaziert
www.studium.uni-kiel.de/de/kontakt-beratung/studierendenservice
www.fvk.uni-kiel.de/de/Fachschaften.html


Ressourcen

Studierende
Die CAU geht derzeit davon aus, dass sich die Zahl der Studierenden von 25.300 im Wintersemester 2015/16, über 26.300 im Wintersemester 2016/17 auf bis zu 28.000 bis zum Wintersemester 2018/19 erhöhen wird. Diese Prognose beruht auf Zahlen, die die Kultusministerkonferenz für Schleswig-Holstein ermittelt hat.

Personal
Aus Hochschulpaktmitteln (HSP) und durch die Erhöhung des Grundhaushaltes werden in den Fächern in den kommenden Jahren bis zu 180 neue Stellen in der Lehre geschaffen (im Wintersemester 2016/17 zunächst 110 bis 120 Stellen).

Studienplätze
Nach derzeitiger Planung schafft die CAU etwa 750 bis 800 neue Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern. Insgesamt plant die CAU, 1200 zusätzliche Studienplätze in allen grundständigen Fächern. Einige 100 Plätze entstehen in stark ausgelasteten Fächern. Einige Fächer haben noch freie Kapazitäten.



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