CAU - Universität Kiel
Sie sind hier: StartseitePressePressemeldungenNr. 74 / 2016

Pressemeldung Nr. 74/2016 vom 18.03.2016 | english version | RSS | zur Druckfassung | Suche

Neuer Leibniz-WissenschaftsCampus für Wissenschaftskommunikation

CAU holt Leibniz-Triple an die Kieler Förde: Zeitgemäße Vermittlung von Wissenschaft wird mit 3 Millionen Euro gefördert


Diese Woche hat es in sich. Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat am Donnerstag, 17. März, in Berlin entschieden: Gleich drei WissenschaftsCampi werden am Universitätsstandort Kiel eingerichtet. Ein Novum: Noch nie zuvor wurden drei Wissenschaftscampi an einem Standort gleichzeitig bewilligt. Bislang gab es 12 derartiger Verbünde in Deutschland. Eines der geförderten Projekte ist der Kiel Science Outreach Campus (Kieler Wissenschaftscampus für Wissenschaftskommunikation, KiSOC). Er erhält bis 2020 eine Förderung von rund 3 Millionen Euro. Das Konsortium aus 15 universitären und außeruniversitären Partnern aus sechs Ländern will Wege aufzeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich in die Öffentlichkeit getragen und Talente so für das Studium der sogenannten „MINT-Fächer“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) begeistert werden können. Je eine Million Euro bringen dazu die Leibniz-Gemeinschaft und das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) Kiel ein. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und das Kieler Wissenschaftsministerium beteiligen sich mit jeweils 500.000 Euro.

„Die Gesellschaft sollte an wissenschaftlichen Erkenntnissen teilhaben können. Umgekehrt profitiert auch die Forschung, wenn ihre Leistungen honoriert und verstanden werden. Wissenschaftskommunikation wird immer wichtiger: Wenn künftig starke Impulse von Norddeutschland ausgehen, ist das ein großer Gewinn“, sagte Wissenschaftsministerin Kristin Alheit. „Der Kiel Science Outreach Campus ist auch in einem anderen Sinn wegweisend: Gerade die breite internationale Kooperation, die in dem Projekt KiSOC angelegt ist, wird dem Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein neue Dynamik verleihen.“

Professor Olaf Köller, einer der KiSOC-Sprecher, wertet den Erfolg als Ergebnis der „jahrzehntelangen bewährten Zusammenarbeit zwischen dem IPN und der Universität Kiel. Es ist nur folgerichtig, dass wir auf dieser stabilen Grundlage jetzt ein internationales Netzwerk aufbauen.“ Das innovative Forum aus Unterstützern und Partnern werde neue Vermittlungsformen für Wissenschaft entwickeln und somit langfristig als Katalysator für eine wissenschaftlich interessierte Bevölkerung und qualifizierte Arbeitskräfte wirken, ist sich der IPN-Direktor sicher.

KiSOC will dazu zunächst bestehende Aktivitäten und Formate der Wissenschaftsvermittlung untersuchen und bewerten. Das Augenmerk liegt dabei besonders auf Schwierigkeiten bei der Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte. Mittelfristiges Ziel ist es, auf der Grundlage einer umfassenden Analyse ein positives Verständnis von Inhalten, Strukturen und Effekten wissenschaftlichen Arbeitens in der Bevölkerung zu entwickeln. „Nur wenn es uns gelingt, in der breiten Bevölkerung ein Verständnis für die Leistungen und den Wert der Forschung insbesondere in den Naturwissenschaften zu erzeugen, können wir auf Dauer mehr Menschen für dieses Tätigkeitsfeld begeistern“, beschreibt CAU-Vizepräsidentin Professorin Ilka Parchmann, die andere Sprecherin des Wissenschaftscampus KiSOC, die Aufgabe.

Hintergrundinformationen zum Leibniz-WissenschaftsCampus KiSOC
Leibniz-WissenschaftsCampi sollen die Zusammenarbeit von universitärer und außeruniversitärer Forschung fördern. Sie ermöglichen Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen eine thematisch fokussierte Zusammenarbeit im Sinne einer gleichberechtigten, komplementären, regionalen Partnerschaft. Die Netzwerke betreiben strategische Forschung, befördern Interdisziplinarität in Themen, Projekten und Methoden, machen den jeweiligen Standort sichtbar und stärken sein Forschungsprofil. KiSOC sucht neue Antworten auf den fortschreitenden wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt. Dieser stellt immer neue Anforderungen an die Lernfähigkeit und Weltoffenoffenheit der Bürgerinnen und Bürger in der Zivilgesellschaft. Nur wenn diese in der Lage sind, sich permanent an sich verändernde Rahmenbedingungen anzupassen, werden sie künftig eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben und an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben können. Dies erfordert insbesondere in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) neue Formen des Lernens und der Vermittlung aktuellen Wissens und aktueller Forschungsergebnisse sowohl in den Bildungsinstitutionen (aktuellere Lehr- und Lernmaterialien) als auch für die Öffentlichkeit (Ausstellungsprojekte). Um dies zu erreichen, werden interessante und zeitgemäße Darstellungsformen entwickelt. Zusätzlich soll die Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Lehrkräften verbessert werden.

In KiSOC eingebunden sind 15 nationale und internationale Partnerinstitutionen aus sechs Ländern: das Forschungszentrum Borstel, das Leibniz Institut für Wissensmedien (Tübingen), das Deutsche Museum (München), das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK, Gatersleben), das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation (KIT, Karlsruhe), Spektrum der Wissenschaften, die Fachhochschule Kiel (Mediendom), die Tagung der Nobelpreisträger (Lindau), das Mathematikum (mathematisches Mitmach-Museum, Gießen), The Weizmann Institute of Science (Israel), University College London (Institute of Education, UK, Helsinki University, LUMA Centres (Finnland), Visualiseringscenter C (Norrköping, Schweden), Curry School of Education (University of Virginia, USA).

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
Bitte beachten Sie dabei unsere ► Hinweise zur Verwendung

Zum Vergrößern anklicken

Neugierige Schülerinnen an der Multimedia-Säule des Forschungsschwerpunktes „Nanowissenschaften und Oberflächenforschung“ im Kieler Sophienhof.
Foto: Jürgen Haacks, Copyright: Uni Kiel

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2016/2016-074-1.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Im Schülerlabor der Forschungswerkstatt von IPN und CAU.
Foto/Copyright: Jürgen Haacks / Uni Kiel

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2016/2016-074-2.jpg



Kontakt:
Professor Olaf Köller
Tel.: 0431-880/3120
E-Mail: koeller@ipn.uni-kiel.de

Professor Ilka Parchmann
Tel.: +49 (0)431 880-5352
E-Mail: parchmann@ipn.uni-kiel.de



Leibniz-Institut für die Pädagogik für die Naturwissenschaften und Mathematik
Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Ute Ringelband
Postanschrift: Olshausenstraße 62, D-24118 Kiel, Telefon: (0431) 880-3122
E-Mail: ringelband@ipn.uni-kiel.de, Internet: www.ipn.uni-kiel.de

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: ► presse@uv.uni-kiel.de, Internet: ► www.uni-kiel.de
Twitter: ► www.twitter.com/kieluni, Facebook: ► www.facebook.com/kieluni