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Pressemeldung Nr. 110/2016 vom 15.04.2016 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Der Ozean geht per Schiff auf Reisen

Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ startet Deutschland-Tour in Kiel


Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ tourt mit seiner neuen Ausstellung „Meere und Ozeane“ in Anlehnung an das gleichnamige Wissenschaftsjahr 2016*17 durch Deutschland. Mit an Bord sind zahlreiche Exponate des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. Die Tour des Wissenschaftsschiffes startet am Dienstag, 3. Mai, in Kiel. Hier ist es bis zum 8. Mai täglich geöffnet. Die Ausstellung ist zentraler Bestandteil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerufenen Wissenschaftsjahres 2016*17. Sie richtet sich insbesondere an Schulen, Jugendliche und Familien und wird ab 12 Jahren empfohlen. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellungsgäste der „MS Wissenschaft“ gehen in diesem Jahr auf Forschungsexpedition: Sie tauchen ein in die beeindruckende Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung „Meere und Ozeane“ zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten. Die interaktiven Ausstellungsstücke laden zum Entdecken und Ausprobieren ein.

Das GEOMAR präsentiert ein interaktives Exponat zur Erdbebenforschung. Besucherinnen und Besucher können selbst einen kleinen Erdstoß auslösen, der dann von einem seismischen Sensor registriert wird. Ein Sedimentkern zeigt, was Forschende daraus über die Geschichte des Ozeans erfahren können. Aus dem Kieler Exzellenzcluster kommt das Fischlängenspiel. Hier lernen Besucherinnen und Besucher, wie groß beliebte Speisefische wie Scholle, Hering oder Dorsch sein müssen, bevor sie auf den Teller kommen dürfen. Sind sie zu klein, können sie sich nicht fortpflanzen und damit ist der Bestand gefährdet. Selbst ein Fischer sein und nachhaltig fischen, das geht am Spieltisch des Clusters, dem ecoOcean. Das Exponat „Müll im Meer“ zeigt, wie lange es dauert, bis sich Alltagsgegenstände im Meer abgebaut haben.

Über die Ausstellung hinaus gibt es am Mittwoch, 4. Mai, von 17 bis 19 Uhr ein „Meet the Scientist“, zu dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen werden, die an den Exponaten mitgewirkt haben. Sie erläutern den Besucherinnen und Besuchern an ihren Exponaten die wissenschaftlichen Hintergründe und beantworten Fragen. Das Fischlängenspiel und das Fischereispiel ecoOcean stellen mit Dr. Jörn Schmidt und Dr. Rüdiger Voss zwei Wissenschaftler der Arbeitsgruppe „Nachhaltige Fischerei“ des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ vor. Wissenschaftler des GEOMAR erklären die Erforschung von Erdbeben im Ozean.

Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ ist ein umgebautes Binnenfrachtschiff mit einer Ausstellungsfläche von 600 Quadratmetern. Es ist seit 2002 im Rahmen der Wissenschaftsjahre jeden Sommer als schwimmendes Science Center quer durch Deutschland unterwegs. Am 3. Mai startet die „MS Wissenschaft“ ihre neue Tour in Kiel und besucht bis Anfang September insgesamt 35 Städte im Norden Deutschlands. Im Jahr 2017 wird die „MS Wissenschaft“ dann auf Wasserstraßen im Süden Deutschlands unterwegs sein.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Die Ausstellung ist vom 3. bis 8. Mai täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet (am 3. Mai ab 14 Uhr). Schulklassen können das Schiff nach Anmeldung über das Online-Buchungssystem ab 9 Uhr besuchen. Gruppenanmeldungen auf www.ms-wissenschaft.de/tour unter der jeweiligen Stadt.
Ort: „MS Wissenschaft“, Kiel, Hörn am Willy-Brandt-Ufer

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Das Fischlängenspiel des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ ist eines der interaktiven Exponate der Ausstellung „Meere und Ozeane“ auf der MS Wissenschaft. Foto/Copyright: Ilja Hendel/Wissenschaft im Dialog

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Mehr über nachhaltige Fischerei lernen und selbst in die Rolle des Fischers schlüpfen, das geht am ecoOcean. Foto: Future Ocean

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Aktiv Erdbebenforschung erleben: Besucher können selbst kleine Erschütterungen auslösen, die von einem seismischen Sensor registriert werden. Foto: Jan Steffen, GEOMAR

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Informationen:
- Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ www.futureocean.org
- GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel www.geomar.de
- Informationen zum Wissenschaftsjahr www.wissenschaftsjahr.de
- Informationen zur MS Wissenschaft www.ms-wissenschaft.de


Ansprechpartner:
Andreas Villwock, GEOMAR Helmholz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: +49-431-600-2802, presse@geomar.de
Friederike Balzereit, Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: +49-431-880-3032, fbalzereit@uv.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: Friederike Balzereit