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Pressemeldung Nr. 174/2016 vom 25.05.2016 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Spielend die Angst vor dem Arztbesuch verlieren

Kieler Studierende laden zum sechsten Mal ins Teddybärkrankenhaus ein


Marie Holly und Markus Heuseler zeigen den Geschwistern Lena (7) und Tim (11), wie eine erste medizinische Versorgung im Rettungswagen aussehen kann.
Foto: Meike Langkafel, Copyright: CAU

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Bauchschmerzen, Schnupfen oder ein gebrochenes Bein – auch Kuscheltiere bleiben vor Krankheiten und Verletzungen nicht verschont. Versorgt werden die plüschigen Patienten aktuell in der Kieler Innenstadt im Teddybärkrankenhaus, das bereits zum sechsten Mal in Folge von Studierenden der Human- und Zahnmedizin, Pharmazie und Ökotrophologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) organisiert wird.

Dass die Angst vor dem Arztbesuch völlig unnötig ist, wissen nun auch die Kleinsten. Über einhundert Kinder, überwiegend im Alter von drei bis sechs Jahren, besuchten bereits am ersten Tag (Montag, 23. Mai) das Teddybärkrankenhaus mit ihren Stofftieren, um sie von den „Teddydocs“ untersuchen zu lassen. Spielerisch lernten sie hier, wie ein Anmeldebogen ausgefüllt, Blut abgenommen oder ein Arm verbunden wird. „Unser Ziel ist es, Kindern die Angst vor dem Arzt zu nehmen und ihnen den Ablauf einer Untersuchung zu zeigen“, erklären Julia Otto und Lisa Janitschke vom Organisationsteam des Teddybärkrankenhauses. „Hierbei geht es uns vor allem um das Miteinander und die Interaktion mit dem Kind. Als Teddymutter oder -vater erleben sie so den Ablauf einer medizinischen Untersuchung, ohne selbst betroffen zu sein.“ Nach dem Arztbesuch können sich die Kinder süße „Medikamente“ im Apothekenzelt abholen. An den anderen Stationen des Teddybärkrankenhauses lernen sie alles Weitere von „A“ wie ausgewogene Ernährung bis „Z“ wie Zähneputzen rund um das Thema Gesundheit.

Am studentischen Projekt, dessen Idee ursprünglich aus Skandinavien kommt, engagieren sich in diesem Jahr über einhundert Studierende der Kieler Universität. „Das Teddybärkrankenhaus bereitet uns optimal auf unser späteres Berufsleben vor. Durch den Umgang mit den Kindern wird auch uns die Angst vorm Patienten genommen“, so Medizinstudent Gerrit Hugendieck und freut sich außerdem über den Kontakt mit Studierenden anderer Fakultäten: „Durch ein gemeinsames Projekt wie das Teddybärkrankenhaus wird der gesamte Gesundheitssektor der Universität Kiel zusammengeführt und man lernt Studentinnen und Studenten kennen, mit denen man sonst nicht zusammen ein Seminar besucht“.

Noch bis Donnerstag, 26. Mai, sind alle Kinder herzlich eingeladen, am Nachmittag mit ihren Kuscheltieren zur Sprechstunde in die vier Zelte auf dem Asmus-Bremer-Platz in der Kieler Innenstadt zu kommen! Diagnosen und Behandlungen sind kostenfrei.



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Text / Redaktion: Meike Langkafel