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Pressemeldung Nr. 192/2016 vom 06.06.2016 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Max Reger in Kiel

Vortrag, Ausstellung und historisches Konzert am 10. Juni


Max Reger war ein Ausnahmetalent seiner Zeit. Zwischen 1908 und 1916 besuchte der Oberpfälzer Kiel fünf Mal und bewies sich dabei als Komponist, als Interpret am Klavier und als Dirigent gleichermaßen virtuos. Rezensionen preisten sein enormes Können und sagten ihm nach, er verstünde es diese Bach'sche Kunst mit modernen Elementen zu verknüpfen. Aber auch Kritiken, die seine Klänge als „bizarr“ oder „unerträglich“ betitelten, blieben nicht aus. So wird in Regers Musik immer wieder deutlich, dass er ein Künstler der Moderne war und für die Musikwelt der Zukunft komponierte. Anlässlich des 100. Todestages des Komponisten lädt das Musikwissenschaftliche Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) interessierte Gäste am Freitag, 10. Juni, zu einem Gastvortrag im Bach-Saal (CAU-Campus) und anschließendem historischen Konzert in der St. Ansgar Kirche ein. Begleitend werden Teile der studentischen Ausstellung „Zurück in die Zukunft – Max Reger 2016“ Regers Leben und Werk gezeigt.

Den Gastvortrag zum Thema „‚Entgrenzung‘. Gedanken zum Reger-Jubiläum 2016“ hält Professorin Susanne Popp um 16:30 Uhr. Sie ist durch langjährige Forschungstätigkeit und als Leiterin des Max-Reger-Instituts die führende Reger-Expertin. In ihrem neuen Buch „Werk statt Leben“ stellt sie Reger als wahnhaft arbeitenden und an seiner Arbeit leidenden, als Künstler der Moderne auf der Grundlage vieler biographischer Dokumente plastisch dar.

Das historische Konzert findet am Abend, 20 Uhr, statt. Es ist von besonderem historischen Interesse, weil es eine „reine Reger-Dramaturgie“ aufweist, die heute äußerst ungewöhnlich und auch organisatorisch aufwändig ist. Reger gestaltete gelegentlich Konzertprogramme, die Werke ausschließlich aus eigener Feder versammelten und nicht – wie damals und heute üblich – Kompositionen unterschiedlicher Komponisten kontrastierend oder in historischer „Entwicklung“ anlegt. Die dramaturgische und klanglich-künstlerische Gestaltung erzielte Reger stattdessen durch eine weite Fächerung der Besetzungsgrößen und Gattungen der musikalischen Beiträge: Vom geistlichen, schlichten Choral über dicht gearbeitete kammermusikalische Besetzungen, Solo-Liedern und launig-anzüglichen Volksliedern für Chor á cappella bis hin zu den Beethoven-Variationen als fulminantes Bravour-Stück präsentierte Reger eine Stilvielfalt, die außergewöhnlich war und ist. Das im Februar 1909 aufgeführte Konzert soll nun in Kiel wieder aufleben.

Das Wichtigste in Kürze:
Datum: 10.6.2016
Gastvortrag: 16:30 Uhr, Bach-Saal, Rudolf-Höber-Straße 3, Eintritt frei
Konzert/Ausstellung: 20:00 Uhr, St. Ansgar Kirche, Holtenauer Staße 21, Mit Eintritt, Kartenvorverkauf über den VdM Kiel oder Theaterkasse Kiel

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Programmblatt vom Februar 1909. Quelle: Max-Reger-Institut Karlsruhe

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Max Reger. Quelle: Max-Reger-Institut Karlsruhe

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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz