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Pressemeldung Nr. 287/2016 vom 09.09.2016 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Coastal Cleanup Day 2016

Kieler Forschungswerkstatt organisiert große Müllsammelaktion rund um die Kieler Förde


Am Freitag, 16. September, findet in Kiel zum vierten Mal in Folge der Coastal Cleanup Day statt. Organisiert vom ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt sollen auch in diesem Jahr gemeinsam mit zahlreichen Schulen und Vereinen rund 20 Kilometer Strandlinie rund um die Kieler Förde von Müll befreit werden. Jährlich werden weltweit bis zu 290 Millionen Tonnen Plastik produziert. Als Plastik bezeichnet man Kunststoffe aller Art, die vorwiegend aus dem Rohstoff Erdöl oder aus natürlichen Polymeren hergestellt werden und nicht oder nur sehr langsam biologisch abbaubar sind. Von den produzierten Mengen landen nach Schätzungen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) bis zu 12,7 Millionen Tonnen pro Jahr über verschiedene Wege (zum Beispiel über Fischerei, Schifffahrt, Offshore-Industrie, Müllkippen, Abwässer und Flüsse) als Müll in den Ozeanen.

Im Rahmen der groß angelegten Müllsammelaktion rund um die Kieler Förde, die seit 2013 vom ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt koordiniert wird, sammeln Schulklassen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erzieher mit Kindergartenkindern Müll an mehr als 20 Strandabschnitten an Ost- und Westufer. Darunter sind zahlreiche Schulen, die bereits zum dritten Mal teilnehmen. Aber auch Unternehmen, Verbände und Vereine gehören zu den aktiven Müllsammlern der ersten Stunde. Begleitet von den Helferinnen und Helfern der Kieler Forschungswerkstatt soll möglichst sämtlicher Abfall von Stohl bis Stein entfernt, sortiert, gewogen und klassifiziert werden.

Während der International Coastal Cleanup Day jeweils am dritten Samstag im September stattfindet, zieht die Kieler Forschungswerkstatt die Aktion an der Kieler Förde in diesem Jahr um einen Tag auf Freitag, den 16.9. vor, um die Beteiligung von Schulklassen zu erleichtern. Einige Gruppen, für die der Freitag nicht möglich ist, werden am Samstag, 17. September, an den Strand gehen. Die Koordination und Einteilung der Strandabschnitte erfolgt ebenfalls über die Kieler Forschungswerkstatt.

Der International Coastal Cleanup Day wird seit 30 Jahren von der Organisation Ocean Conservancy jährlich veranstaltet, um auf die Verschmutzung der Gewässer durch unachtsam weggeworfenen Müll hinzuweisen. Menschen treffen sich weltweit, um an Ufern und Stränden von Flüssen, Seen und Meeren den Müll aufzusammeln. 2015 haben fast 800.000 Menschen mehr als 40.000 Kilometer Strand und Ufer gereinigt. Die Funde werden sortiert, gezählt und nach einem international einheitlichen Schema erfasst und gemeldet. Die Kielerinnen und Kieler befreiten dabei im vergangenen Jahr die Küstenlinie rund um die Kieler Förde auf einer 21 Kilometer langen Strecke von rund 690 Kilogramm Müll.

Die Kieler Müllsammelaktion ist ein Beitrag der Kieler Forschungswerkstatt und des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ zum Wissenschaftsjahr 2016*17 Meere und Ozeane, das gemeinsam vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerufen wurde.

Weitere Informationen über die beteiligten Schulklassen und Institutionen unter:
www.forschungs-werkstatt.de

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690 kg Müll sammelten Kieler Schulen, Verbände und Vereine beim Coastal Cleanup Day im vergangenen Jahr an der Kieler Förde. Foto: Future Ocean

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Kontakt:
Henrike Bratz, Kieler Forschungswerkstatt, Telefon (0431) 880-5916, info@forschungs-werkstatt.de
Friederike Balzereit, Öffentlichkeitsarbeit, Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, Telefon (0431) 880-3032, fbalzereit@uv.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: Friederike Balzereit