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Pressemeldung Nr. 329/2016 vom 13.10.2016 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Universität Kiel Vorreiter im Klimaschutz

Umweltmanagement der CAU zieht Zwischenbilanz des „klima konzepts 2030“


Der Klimawandel bleibt eine der wichtigsten globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. In Deutschland geben Bund und Länder Zielvorgaben zum Klimaschutz vor, die im Wesentlichen auf Energieeinsparung und Vermeidung von Treibhausgasemissionen beruhen. So plant die Bundesregierung, den Energieverbrauch bis 2050 auf die Hälfte zu reduzieren. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) will auf lokaler Ebene den Weg für einen konsequenten Klimaschutz bereiten: Seit 2011 hat sie dazu mit dem „klima konzept 2030“ (klik) ein betriebliches Umweltmanagementsystem etabliert. Das nach dem sogenannten „Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS) zertifizierte System setzt gezielte Klimaschutzmaßnahmen an der CAU um. Bis heute ist es gelungen, vor allem den stark ansteigenden Trend beim gesamten Energieverbrauch umzukehren und deutliche Einsparungen zu erreichen. Damit entwickelt sich die Landesuniversität auch im bundesweiten Vergleich immer mehr zum Impulsgeber im Klimaschutz und trägt auf lokaler Ebene umfangreich zur Einschränkung des Energieverbrauchs bei. CAU-Präsident Professor Lutz Kipp sieht darin entscheidende Vorteile: „Dank unseres Engagements für Energieeffizienz können wir nicht nur Klimaschutzziele erreichen, sondern perspektivisch auch handfeste finanzielle Vorteile erwirtschaften. Geld, das künftig nicht mehr für ineffiziente Technik in Gebäuden oder im Laborbetrieb aufgewendet werden muss, kann in Forschung und Lehre an der Universität Kiel besser investiert werden.“

Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, verfolgt das klik-Konzept verschiedene Ansätze, die sich zu einem breitgefächerten Klimaschutzpaket an der Universität Kiel ergänzen. Seine wichtigsten Elemente sind das Energiesparen, klimafreundliche Mobilität und nachhaltige Baumaßnahmen. Vor Einführung des Klimaschutzkonzeptes stieg zum Beispiel der Stromverbrauch an der CAU jährlich um drei Prozent an. Bereits im Jahr 2015 wurden an der Universität gegenüber 2013 zwölf Prozent weniger Strom verbraucht. Energieeinsparung lässt sich dabei einerseits dank effizienter Technik in Laboren, bei der Beleuchtung oder bei Heizungs- und Lüftungsanlagen erreichen. Andererseits spielen Verhaltensänderungen im Umgang mit Energie bei Studierenden und Personal eine wichtige Rolle. Besonders viel Strom lässt sich vor allem dort einsparen, wo es hohe Verbräuche gibt. Im Rechenzentrum der CAU gelang es etwa, durch die Umrüstung der Serverräume den Stromverbrauch um 35 Prozent zu senken.

Ein anderes Beispiel ist die gezielte Schulung des Laborpersonals im Otto-Diels-Institut für Organische Chemie der CAU: Durch einen bewussteren Umgang mit Labor- und Lüftungstechnik gelang es dort, im ersten Halbjahr 2016 rund 20 Prozent weniger Strom zu verbrauchen als im Vorjahreszeitraum. „Insgesamt bergen technische Umrüstungen und die Förderung eines Energie- und Klimabewusstseins auch künftig umfangreiches Potenzial, um noch größere Energieeinsparungen an der CAU zu erreichen. So wird es uns bereits 2017 gelingen, die Klimaschutzvorgaben des Landes Schleswig-Holstein - insbesondere im Hinblick auf den Energieverbrauch - deutlich zu unterbieten“, ist Klimaschutzkoordinator Dr. Norbert Kopytziok zuversichtlich.

Einen weiteren großen Anteil trägt die Einführung eines klimafreundlichen Mobilitätskonzepts zum Klimaschutz an der CAU bei. Es zielt darauf ab, das zukünftige Verkehrsaufkommen effektiv, bedürfnisgerecht und umweltverträglich zu gestalten. Das bedeutet, bei Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die Wahl klimafreundlicher Verkehrsmittel hinzuarbeiten. Zentraler Bestandteil des künftigen Mobilitätskonzepts sollen das Fahrrad und die öffentlichen Verkehrsmittel sein. Zudem soll der Campus der CAU in Zukunft fahrradfreundlicher gestaltet werden.

Die dritte zentrale Säule des Klimaschutzkonzepts umfasst den Gebäudesektor der CAU und hier speziell die geplanten und bereits laufenden Renovierungen und Neubauten. Hier liegt ein weiteres großes Energiesparpotenzial, denn in den kommenden zehn Jahren wird rund die Hälfte aller 200 Universitätsgebäude entweder neu gebaut oder grundsaniert. In diesem Zuge können bestehende Gebäude vor allem energetisch optimiert und Neubauten, soweit es die Nutzungen zulassen, in Anlehnung an Niedrigenergie-Standards errichtet werden. In beiden Fällen sinkt der über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes anfallende Energiebedarf. Zusätzliche Ansätze für einen konsequenten Klimaschutz liegen zudem im verstärkten Einsatz regenerativer Energien auf dem Campus. So will die Universität zum Beispiel in die Errichtung eines eigenen Blockheizkraftwerks und in die Optimierung der Fernwärmeversorgung investieren.

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Energiesparen an der Uni Kiel: Bereits im Jahr 2015 wurden gegenüber 2013 zwölf Prozent weniger Strom verbraucht.
Foto: Mark Turnauckas via flickr, www.flickr.com/marktee/,
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Technische Umrüstungen, zum Beispiel in Form effizienterer Wärmetauscher am Neubau des Instituts für Physikalische Chemie der CAU, erlauben deutliche Energieeinsparung.
Foto: Dr. Norbert Kopytziok, Universität Kiel

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Der Einbau wassergekühlter Serverracks half dabei, den Stromverbrauch im Rechenzentrum der CAU um 35 Prozent zu senken.
Foto: Dr. Norbert Kopytziok, Universität Kiel

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Kontakt:
Dr. Norbert Kopytziok
klik – klima konzept 2030
Tel.: 0431/ 880-5400
E-Mail: nkopytziok@uv.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
klik – klima konzept 2030, CAU Kiel
www.klik.uni-kiel.de/



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Text / Redaktion: ► Christian Urban