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Pressemeldung Nr. 362/2016 vom 03.11.2016 | RSS | zur Druckfassung | Suche

5. Posener Tage in Kiel

Gemeinsame Hochschultage mit der Adam-Mickiewicz-Universität


Eine Delegation aus 80 Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden der Adam-Mickiewicz-Universität (UAM) aus Poznan, Polen, ist vom 7. bis 9. November 2016 zu Gast an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Gemeinsam mit ihrer polnischen Partneruniversität veranstaltet die CAU die 5. Posener Tage in Kiel. Es ist die bislang größte Delegation der polnischen Partnerhochschule, die anlässlich der gemeinsamen Hochschultage, die seit 15 Jahren alle zwei Jahre im Wechseln zwischen Posen und Kiel stattfinden, die CAU besuchen wird.

Professorin Anja Pistor-Hatam, Vizepräsidentin für Studienangelegenheiten, Internationales und Diversität der Kieler Universität, lobt die rege Beteiligung beider Hochschulen an den gemeinsamen Hochschultagen: „Die große Zahl von Workshops zeigt einmal mehr, wie intensiv und vielfältig der Austausch auf allen Ebenen des wissenschaftlichen Arbeitens zwischen Posen und Kiel ist – von den Studierenden über die Promovierenden bis zu den Professorinnen und Professoren. Besonders wichtig ist dabei, dass junge Akademikerinnen und Akademiker beider Universitäten einander kennenlernen und miteinander arbeiten.“

Das vollständige Programm und weitere Informationen gibt es unter: www.uni-kiel.de/posenertage.

Hintergrund
Die CAU ist seit 1984 durch einen Partnerschaftsvertrag mit der UAM in Posen verbunden. Die Kontakte und Austauschaktivitäten begannen jedoch schon in den 1970ger Jahren. An der Universität in Posen, die nach dem bedeutenden polnischen Nationaldichter – Adam Mickiewicz – benannt ist, studieren und arbeiten mehr als 50.000 Menschen.

Programm im Überblick
Eröffnet werden die Hochschultage am Montag, 7. November, um 19 Uhr, in der Mensa I. Vizepräsidentin Professorin Anja Pistor-Hatam wird die Delegation aus Posen begrüßen, die von den Posener Prorektoren Professorin Beata Mikołajczyk und Professor Ryszard Naskręcki angeführt wird. Ein Programm bestehend aus Workshops, Kolloquien und Vorträgen findet am 8. und 9. November statt. So werden zum Beispiel rechtswissenschaftliche Fragestellungen zur zunehmenden Bedeutung europarechtlicher Vorgaben für die nationalen Strafrechtsordnungen in Polen und Deutschland oder zum Einfluss des Unionsrechts auf das Öffentliche Recht in Polen und Deutschland diskutiert. Die Naturwissenschaften sind mit vier Workshops vertreten, darunter ein seit sieben Jahren laufendes gemeinsames umweltwissenschaftliches Projekt zur wissenschaftlichen Begleitung von Restaurationsmaßnahmen eines eutrophierten Sees in der Nähe von Posen. Im Bereich der Geisteswissenschaften, dem traditionell stärksten Kooperationsbereich innerhalb der Partnerschaft, werden sechs Workshops und drei Gastvorträge veranstaltet. Hier geht es in erste Linie um literaturwissenschaftliche, sprachwissenschaftliche wie auch historische Themen. Zwei deutsch-polnische Studierendenworkshops bringen Polonistik-Studierende beider Hochschulen zusammen, die sich dann im Rahmen von zwei Workshops über interkulturelle und sprachliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten austauschen.

An den Hochschultagen beteiligt ist auch wieder das Institut für Ur- und Frühgeschichte der CAU, welches seit vielen Jahren eng mit dem Posener Partnerinstitut zusammenarbeitet. Diese enge Zusammenarbeit hat sich im Jahr 2016 in einem neuen gemeinsamen DFG-Forschungsprojekt manifestiert: Jeweils zwei Doktoranden aus Posen und Kiel erforschen gemeinsam den kulturellen Wandel, der sich im Spätneolithikum und der frühen Bronzezeit im südwest-baltischen Raum vollzogen hat. Im Workshop „Archaeological and Paleoecological Research – Prehistoric environmental developments and preliminary concepts of the new Kiel-Poznan DFG-project on early power structures” werden diese Untersuchungen vorgestellt und diskutiert. Zwei weitere Vortragsveranstaltungen aus dem Bereich der Botanik und der Theologie informieren über Forschungsergebnisse oder dienen der Intensivierung der gemeinsamen Zusammenarbeit.

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