Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Pressemeldung Nr. 430/2016 vom 23.12.2016

Ausstellung zum virtuellen Wasserverbrauch


Foto: Beutelsbacher

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Wasser ist für den Menschen überlebenswichtig. Drei Liter trinken wir jeden Tag, 120 Liter benötigen wir durchschnittlich zum Kochen, Waschen und Zähneputzen. Was viele jedoch nicht wissen: Indirekt verbrauchen wir täglich etwa 4000 Liter. Denn für die Produktion von Konsumgütern wie etwa unsere Kleidung oder Lebensmittel werden nicht unwesentliche Mengen an Wasser genutzt. Süßwasser, das bei der Herstellung verschiedener Waren eingesetzt wird, nennt man deshalb auch „virtuelles Wasser“. Kerstin Kremer, Professorin für Didaktik der Biologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), möchte mit der von ihr mitkonzipierten Sonderausstellung „Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst“ auf unser Konsumverhalten aufmerksam machen.

„Weihnachten soll eigentlich ein Fest der Besinnung sein. Doch heutzutage ist es auch ein Fest des Konsums“, findet Kerstin Kremer, die am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) arbeitet. „Wir werden von unseren Lieben mit gutem und reichhaltigem Essen verwöhnt oder kochen selbst für die Familie. Doch gerade Rindfleisch ist in der Produktion ein besonderer Wasserfresser. Dies liegt vor allem an der intensiven Bewässerung, die für Futterpflanzen wie Soja notwendig ist.“ Kremer empfiehlt: „Weniger ist manchmal mehr. Vor allem, wenn wie an Weihnachten genug Essen zur Verfügung steht.“ Auch Schnittblumen seien an den Festtagen besonders beliebt. „Viele Rosen in unseren Supermärkten kommen aus einer kleinen Region in Kenia, dem Naivashasee. Um auf unserem Tisch zu stehen, müssen sie 6000 Kilometer reisen.“ Käuferinnen und Käufer könnten im Laden bewusst auf das Anbaugebiet achten. In den Supermärkten und im Blumenhandel seien Schnittblumen häufig mit dem Herkunftsort deklariert. „Ist dies nicht der Fall, empfiehlt es sich, den Blumenhändler nach Schnittblumen aus nachhaltiger Produktion zu fragen.“

Drei Jahre lang hat Kremer an der Ausstellung gearbeitet. Seit einem Monat ist sie Teil des Internationalen Maritimen Museums Hamburg (IMMH). „Die Besucherinnen und Besucher können selbst entdecken, wie bereits kleine Handlungsänderungen helfen, viel virtuelles Wasser einzusparen“, ermutigt Kremer. Die Ausstellung ist auch über die Feiertage am 1. und 2. Weihnachtstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Wichtigste in Kürze
Was: Ausstellung „Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst“
Wo: Internationales Maritimes Museum Hamburg
Wann: bis zum 15. Februar, täglich von 10 bis 18 Uhr (Heiligabend und Silvester geschlossen)

NDR-Filmbeitrag über die Ausstellung:
www.ndr.de/fernsehen/sendungen/mein_nachmittag/Zu-Besuch-im-Internationalen-Maritimen-Museum,meinnachmittag14862.html

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Noch bis zum 15. Februar ist die Ausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg zu sehen. Foto: Ginsburg

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Kontakt
Professorin Kerstin Kremer
Tel.: 0431 880-7207
E-Mail: kremer@ipn.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: Tobias Oertel