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Pressemeldung Nr. 12/2017 vom 23.01.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Erkenntnisreiches Diskussionsforum »Spitzensport trifft Universität«

THW Kiel-Spieler zu Gast an der Uni Kiel


Bildunterschrift: (von links) Sebastian Firnhaber, Steffen Weinhold, Professor Manfred Wegner und Lucas Firnhaber nahmen am Diskussionsforum teil. Foto/Copyright: Oertel

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Ehrlich, offen und direkt waren die Aussagen der anwesenden THW Kiel-Spieler, die dem Publikum im Hörsaal des Sportwissenschaftlichen Instituts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) Rede und Antwort standen. Handball-Nationalspieler Steffen Weinhold und die beiden Nachwuchskräfte und CAU-Studenten Sebastian und Lucas Firnhaber nahmen in der letzten Woche (Mittwoch, 18. Januar) zusammen mit dem THW Kiel-Geschäftsführer Thorsten Storm am Diskussionsforum »Spitzensport trifft Universität« teil. Dabei ging es um die Frage, wie eine Zukunft im Anschluss an den Profisport aussehen kann.

Applaus gab es bereits zu Beginn der Veranstaltung für Steffen Weinhold, der über Nacht Vater wurde. „Ich weiß nicht einmal, wie unsere Nationalmannschaft gestern gespielt hat“, sagte er zur Belustigung der Zuschauerinnen und Zuschauer im gut besuchten Saal. Weinhold hat International Management sowie ein Semester Sportwissenschaft studiert. „Studium und Karriere gleichzeitig zu verbinden – das war nicht so leicht“, gab er zu. „Als Handballspieler müssen wir unter der Woche täglich trainieren und am Wochenende spielen.“ Da bliebe nicht viel Zeit zum Lernen. Weinhold äußerte den Wunsch nach einem verbesserten Fernstudium-Angebot. „Sollte ein Spieler zu einem neuen Verein wechseln, muss er das Glück haben und eine Universität in der Nähe finden, die einen vergleichbaren Studiengang anbietet.“ Sebastian Firnhaber feierte in dieser Saison sein Debüt in der Bundesliga und der Champions League im THW-Trikot. Ab der kommenden Spielzeit gehört er dann fest zum Profi-Kader des Rekordmeisters. „Mir war wichtig, dass ich neben meiner Sportkarriere noch etwas Festes in der Hand habe“, sagte der 22-Jährige. Während er bereits seinen Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen absolviert hat, steht sein Bruder Lucas noch am Anfang seiner Ausbildung zum Diplom-Handelslehrer. Wie Sebastian gehört auch Lucas in dieser Saison zum erweiterten Profikader des Handballvereins.

THW Kiel-Geschäftsführer Thorsten Storm betonte, dass der Profisport erst einmal im Fokus stehen müsse. „Bei uns sind die Spieler für ihre sportliche Aktivität angestellt. Es geht darum, Spiele zu gewinnen und Erster zu werden.“ Die Sportler würden wissen, auf welches Risiko sie sich einließen. „Dennoch haben wir natürlich auch eine Fürsorgepflicht. Wir beraten unsere Profis und helfen, wo wir können.“ Die Zukunftsaussichten für viele Profisportler bleiben erst einmal ungewiss: „Ich frage mich derzeit schon, wie ich die Phase überbrücken kann, bis ich in etwa fünf bis sechs Jahren arbeite“, so Weinhold. „Ansonsten ist man sehr lange aus dem Beruf raus. Und welcher Arbeitgeber wünscht sich schon einen Berufsanfänger Mitte dreißig?“ Organisator und Moderator der Diskussion, Professor Manfred Wegner, resümiert: „Das Diskussionsforum war sehr anregend und hat uns wichtige Erkenntnisse gebracht, wie wir die Zusammenarbeit der CAU als Partnerhochschule des Spitzensports und dem THW Kiel in Zukunft weiter ausbauen können.

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Bildunterschrift: Die Handballspieler Sebastian und Lucas Firnhaber studieren zusammen an der CAU.
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Text / Redaktion: Tobias Oertel