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Pressemeldung Nr. 61/2017 vom 09.03.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Die Masse von Atomen und Molekülen bestimmen

50. Jahrestagung zur Massenspektrometrie in Kiel zu Gast


Ob Dopingkontrolle, Sicherheitskontrollen an Flughäfen oder forensische Analytik – nichts davon wäre möglich ohne die Massenspektrometrie. Über die leistungsfähige Methode, mit der chemische Verbindungen identifiziert werden können, diskutierten mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS), die gestern (Mittwoch, 8. März) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zu Ende ging. In fast einhundert Vorträgen und hundertfünfzig Postern wurden die neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft vorgestellt. Außerdem wurden mehrere Preise für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen.

Die moderne Chemie kommt ohne die Massenspektrometrie nicht aus: Mithilfe dieser Analysemethode kann die Masse von Atomen und Molekülen bestimmt und so Information über chemische Verbindungen gewonnen werden. Hierfür reichen geringste Mengen von Subtanzen im Piko- oder Nanogrammmaßstab aus, egal ob sie in reiner Form oder einer komplexen Mischung vorliegen. Ebenso bedeutsam ist die Massenspektrometrie für die Lebenswissenschaften wie Medizin oder Biologie, die Meereswissenschaften, die Physik und die Geowissenschaften bis hin zur Archäologie.

„Wir freuen uns, dass wir so hochkarätige Referenten aus aller Welt gewinnen konnten, um die neusten Erkenntnisse zur Massenspektrometrie hier in Kiel vorzustellen. Die DGMS ist eine der wichtigsten Plattformen, um wissenschaftliche Ergebnisse und Erfahrungen bei analytischen Messungen auszutauschen und wir konnten viele wichtige Diskussionen führen“, so die Bilanz des Veranstalters Jürgen Grotemeyer, Professor am Institut für Physikalische Chemie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Zu den internationalen Hauptrednern der Tagung gehörten neben Professor Richard O’Hair (Melbourne), Professor Ron. M.A. Heeren (Maastricht), Professor Valerie Gabelica (Bordeaux), Professor Andrej Shevchenko (Dresden) auch Professor Wolfgang J. Duschl von der CAU. Der Astrophysiker sprach darüber, wie die Massenspektroskopie bei der seriösen Suche nach extraterrestrischem Leben eingesetzt werden kann. Eröffnet wurde die Tagung am Sonntagabend (5. März) mit dem „Wolfgang-Paul-Vortrag“. Er erinnert an den Nobelpreisträger Wolfgang Paul, der in den 1950er Jahren wesentliche Beiträge zur Entwicklung der Massenspektrometrie geleistet hat. Den Vortrag hielt Professor Brian Chait von der Rockefeller University, New York, USA, der mithilfe der Massenspektrometrie Proteine untersucht.

Bei der Tagung wurden außerdem folgende Preise für herausragende Leistungen in der Massenspektrometrie verliehen: Der DGMS-Preis für die Massenspektrometrie in den Biowissenschaften an Professor Klaus Dreisewerd, der Wolfgang-Paul-Studienpreis an Dr. Marcel Kwiatkowski und Dr. Ann-Christin Niehoff sowie der Mattauch-Herzog-Preis an Stephan Rauschenbach.

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Bei der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) erhielt Professor Klaus Dreisewerd (Mitte) den DGMS-Preis für die Massenspektrometrie in den Biowissenschaften für seine richtungsweisenden methodischen Beiträge auf dem Gebiet der sogenannten MALDI-Massenspektrometrie und verwandter Verfahren. Die Auszeichnung überreichten Professor Wolf-Dieter Lehmann (links), Vorsitzender der Jury, und Professorin Andrea Sinz, Vorsitzende der DGMS.
Foto/ Copyright: Julia Siekmann, Uni Kiel

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Der Physiker Klaus Dreisewerd leitet an der Universität Münster die Forschungsabteilung Biomedizinische Massenspektrometrie. Auf der DGMS-Tagung stellte er seine Arbeit vor, darunter die bildgebende MALDI-Massenspektrometrie, eine Ionisierungsmethode für die massenspektrometrische Analyse großer Biomoleküle.
Foto/ Copyright: Julia Siekmann, Uni Kiel

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Die Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) ist eine wissenschaftliche Gesellschaft mit Mitgliedern aus Universitäten, Fachhochschulen und wissenschaftlichen Großforschungseinrichtungen sowie Forschungseinrichtungen der Behörden, Wirtschaft und Industrie. Zurzeit gehören der Gesellschaft ca. 850 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an, die in den unterschiedlichsten Bereichen der Anwendung der Massenspektrometrie arbeiten.

Weitere Informationen unter:
Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie: www.dgms.eu/cwde/Home
Tagungswebsite: www.dgms-2017.de/cms/de/

Kontakt:
Professor Jürgen Grotemeyer
Institut für Physikalische Chemie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Tel: 0431 880 7000
E-Mail: grote@phc.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: ► Julia Siekmann