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Pressemeldung Nr. 92/2017 vom 30.03.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Kleber aus Marshmallows und Sensoren aus Glühbirnen

Siegerinnen und Sieger im Landeswettbewerb »Jugend forscht / Schüler experimentieren« ausgezeichnet



Was hilft Menschen, deren Atem beim Schlafen aussetzt? Könnten Windkraftwerke auch zwei Rotoren haben? Eignen sich Marshmallows als kinderfreundlicher Kleber? Mit viel Engagement gingen 39 Jugendliche aus ganz Schleswig-Holstein beim Experimentierwettbewerb „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ ihren eigenen Forschungsfragen nach. Die Ergebnisse können sich sehen lassen! Die besten unter den Nachwuchstalenten wurden heute (Donnerstag, 30. März) feierlich in der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK) ausgezeichnet. Die Technische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) organisierte den Landeswettbewerb in diesem Jahr zum 20. Mal.

„Ich bin begeistert, wenn ich mir die Experimente anschaue! Das ist eine tolle Bandbreite aus dem MINT-Bereich. Ich sehe hier schon unsere neuen Studierenden und vielleicht sind ja auch zukünftige Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger“, begrüßte CAU-Präsident Professor Lutz Kipp die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Lehrkräfte und Eltern zur Preisverleihung. Auch die Schirmherrin des Wettbewerbs Britta Ernst, Schleswig-Holsteins Ministerin für Schule und Berufsbildung, zeigte sich begeistert: „Von der Vielfalt und der Qualität aller Präsentationen konnte ich mich heute selbst überzeugen. Ich muss sagen, das ist wirklich eindrucksvoll, was uns heute hier dargeboten wird! Ich gratuliere allen von Herzen zu ihrem besonderen Erfolg.“ Sie ehrte Schüler und Schülerinnen, die bei den Regionalwettbewerben in Geesthacht, Elmshorn und Heide besondere Leistungen gezeigt hatten, mit Sonderpreisen des Ministeriums.

Zu den ausgezeichneten Forschungsprojekten gehört auch das von Yasmina und Carla Christina. „Viele unserer Familienmitglieder werden nachts im Schlaf durch Atemaussetzer gestört. Also haben wir überlegt, was wir dagegen tun können“, erklären beiden 15-Jährigen. Basierend auf einer Glühlampe entwickelten die Schülerinnen aus Heikendorf einen empfindlichen Sensor, der den Atemluftstrom von Schlafenden misst. Eingesetzt werden könne er als Diagnose- und Warninstrument. Dieser „innovative Ansatz könnte durchaus für medizinische Untersuchungen dienen“, urteilte die Jury und verlieh den beiden Nachwuchsforscherinnen den 1. Preis im Fachgebiet Arbeitsfeld. Für die Jury, in der Vertreterinnen und Vertreter aus schleswig-holsteinischen Schulen und Unternehmen sowie aus der Kieler Universität sind, zählen neben der Wissenschaftlichkeit des Projekts und seinem innovativen Charakter auch die Präsentation vor Ort.

Mit ihrem ersten Platz gehören die beiden Schülerinnen zu denjenigen, die Schleswig-Holstein vom 25. bis 28. Mai beim Bundeswettbewerb in der Sparte „Jugend forscht“ in Erlangen vertreten werden. Auch danach wollen sie weiter an ihrer Erfindung arbeiten. „Es ist so interessant, etwas zu erforschen, was andere vielleicht noch nicht untersucht haben und was das Leben von Menschen erleichtern könnte“, so Yasmina.

Auch den nächsten Landeswettbewerb im März 2018 wird die Technische Fakultät wieder ausrichten. „Wir laden schon jetzt alle Schulen Schleswig-Holsteins herzlich zur Teilnahme ein. Gerne unterstützen wir die jugendlichen Forscherinnen und Forscher bei ihren Experimenten“, sagt Dr. Frank Paul, Geschäftsführer der Technischen Fakultät und Patenbeauftragter von „Jugend forscht“.

Die Liste mit allen Siegerinnen und Siegern finden Sie unter:
www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-092-jufosiegerlisten.pdf

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
Bitte beachten Sie dabei unsere ► Hinweise zur Verwendung

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Der Antrieb von Booten brachte Hannah und Annelie June aus Trittau (beide 13) auf die Frage, ob es nicht schlauer wäre, wenn ein Windkraftwerk zwei Rotoren hätte statt einem und wie das funktionieren könnte. In der Junior-Kategorie „Schüler experimentieren“ belegten sie damit Platz 2 im Gebiet Physik.
Foto: Julia Siekmann, CAU

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Der 17-jährige Gidion aus Neumünster hat untersucht, ob das Jakobs-Greiskraut sein Gift an Gras abgibt und damit Weidetiere gefährdet. Dafür erhielt er den ersten Preis im Fachgebiet Biologie. Unterstützt wurde er von Professor Dietrich Ober und Thomas Stegemann von der Uni Kiel.
Foto: Julia Siekmann, CAU

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Die Siegerinnen und Sieger der Kategorie „Jugend forscht“ vertreten Schleswig-Holstein beim Bundeswettbewerb im Mai (von linsk): Thore, Carla Christina, Yasmina, Lara, Gidion, Jorina, Fabian, Nele. Schulministerin Britta Ernst (2. von links) ist Schirmherrin des Wettbewerbs.
Foto: Julia Siekmann, CAU

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Weitere Informationen:
www.jugend-forscht-sh.de

Über den Wettbewerb „Jugend forscht“:
In der Sparte „Jugend forscht“ des Experimentierwettbewerbs starten 15- bis 21-Jährige Nachwuchsforschende. Schülerinnen und Schüler bis 14 Jahren treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ gegeneinander an. Zur Wahl stehen die Fachgebiete Mathematik/Informatik, Physik, Geo- und Raumwissenschaften, Technik, Arbeitswelt, Biologie und Chemie.


Kontakt:
Dr. Frank Paul
Geschäftsführer der Technischen Fakultät und Patenbeauftragter „Jugend forscht“
Tel.: 0431/880-6002
E-Mail: fp@tf.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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Text / Redaktion: ► Julia Siekmann