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Pressemeldung Nr. 93/2017 vom 30.03.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Umwelt- und Klimaschutzeffekte an der Kieler Universität

Eine Zwischenbilanz


Stromverbrauch an der Universität Kiel, Grafik: Jürgen Haacks, CAU

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Das Engagement der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zum Umwelt- und Klimaschutz zahlt sich aus: Mit Umweltmanagement, Energiesparmaßnahmen und intelligentem Mobilitätsverhalten werden Treibhausgasemissionen gesenkt und Kosten in Millionenhöhe gesenkt. In den Jahren 2004 bis 2012 verzeichnete die Kieler Universität noch einen jährlichen Anstieg des Stromverbrauchs von über drei Prozent. Seit Einführung des Umweltmanagements nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) und durch bessere Abstimmung zentraler Bereiche, insbesondere aus der Haus- und Gebäudetechnik, konnte dieser Trend inzwischen umgekehrt werden.

„Der Erfolg kann sich sehen lassen“, weiß Dr. Norbert Kopytziok, Leiter der Koordinationsstelle für den Klimaschutz „klik – klima konzept 2030“ an der CAU. Bereits 2013 stieg der Stromverbrauch der Universität nicht weiter an. Im Jahr 2014 konnte er gar um fünf und 2015 um weitere sieben Prozent gesenkt werden. Kopytziok: „Dieses positive Niveau haben wir im Jahr 2016 weiter gehalten. Hätte sich der Trend der Vorjahre fortgesetzt, würde die Universität in den vergangenen vier Jahren rund 15 Millionen Kilowattstunden Strom mehr verbraucht haben. Das entspricht einer Einsparung von rund 2,5 Millionen Euro“. „Diesen Erfolg im Umwelt- und Klimaschutz verdanken wir dem Engagement unserer Studierenden und Beschäftigten“, betont Universitätspräsident Professor Lutz Kipp.

„Das Besondere an der CAU ist, dass weder Studierende noch Beschäftigte überzeugt werden müssen, umweltbewusst zu handeln“, betont Kopytziok. „Es gibt bereits sehr viele Personen an der Universität, die das von ganz allein tun. Mit unseren Aktionen wie Energieforen, Filmvorführungen oder Diskussionsrunden unterstützen wir dieses Engagement. Es hat sich gezeigt, dass diese ‚weichen‘ Instrumente mindestens so erfolgreich sind wie strenge Regeln zu Energieeinsparungen. Das Gute dabei ist, dass auf diese Weise eine positive Stimmung für den Umwelt- und Klimaschutz an der Universität entstanden ist.“

Parallel identifiziert das Team des Gebäudemanagements der CAU permanent technische Verbesserungspotenziale und erschließt diese gemeinsam mit den Universitätseinrichtungen. So werden dort, wo die Beleuchtung erneuert werden muss, LED-Leuchtsysteme eingesetzt. Das spart bis zu 80 Prozent Strom. Durch die Optimierung der Raumlufttechnik halbiert sich teilweise der Stromverbrauch. Für viele Labore wurden energieeffiziente Kühlgeräte angeschafft. Außerdem wird dort nach Feierabend die Frischluftzufuhr auf ein Minimum gesenkt. Damit lässt sich der Stromverbrauch um weitere bis zu 20 Prozent verringern.

Zunehmend setzen die CAU und ihre Partnereinrichtungen auf alternative Energien. So verfügt das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) bereits seit zwei Jahren über eine Photovoltaikanlage. An der Technischen Fakultät (TF) ist jetzt eine weitere Anlage in Betrieb genommen worden. Auch der öffentlich bezogene Strom soll ab 2018 vollständig aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Darüber hinaus ist eine Teilselbstversorgung mittels Blockheizkraftwerk in der Planung. Inzwischen nehme die CAU im landesweiten Klimaschutz eine Schlüsselrolle ein, fasst es der Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Kieler Universität Dr. Uwe Pfründer zusammen. Pfründer: „Das energetische Niveau der Landes-Neubauten soll künftig 30 Prozent besser als in der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) gestaltet werden. Diese Vorgabe orientiert sich an dem Vorbild der CAU-Nachhaltigkeitsmaßnahmen bei Neubauten, deren eigenfinanzierter Anteil über den Lebenszyklus der Gebäude als wirtschaftlich erachtet wird.“

Weitere Informationen:
www.klik.uni-kiel.de/de/klimaneutrale-universitaet

Kontakt:
Dr. Norbert Kopytziok
klik - klima konzept 2030
Tel.: 0431/ 880-5400
E-Mail: nkopytziok@uv.uni-kiel.de
Web: www.klik.uni-kiel.de



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