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Pressemeldung Nr. 172/2017 vom 01.06.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Dem Leben beim Arbeiten zuschauen

Medizinische Fakultät besetzt Professur für Translationale Magnetresonanztomographie


PD Dr. rer. nat. Jan-Bernd Hövener übernimmt zum 1. Juni die neue Professur für Translationale Magnetresonanztomographie an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Der 37-Jährige forscht im Bereich der Magnetresonanz (MR), welche ohne schädliche Strahlung Einblicke in den Körper ermöglicht. „Die MRT ist bereits heute eine sehr beeindruckende Methode, die aus der Klinik nicht mehr wegzudenken ist. Allerdings ist das Potenzial bei Weitem noch nicht erschöpft“, sagt der Physiker. Mit der sogenannten Hyperpolarisation seien völlig neue Einblicke in die Vorgänge im menschlichen Körper möglich. „Unser Ziel ist es, dem Leben praktisch live zuzuschauen.“

Höveners Forschungsfeld ist interdisziplinär ausgerichtet und spannt den Bogen von der Quantenphysik, Chemie und Biologie hin zur Medizin. „Für unsere Forschung ist die exzellente Expertise der Kieler Volluniversität ideal“, sagt der Neuberufene. Ein weiteres Steckenpferd des Physikers ist die Entwicklung neuer Methoden für die klinische Routineanwendung und die MRT im dentalen Bereich, zum Beispiel zur Darstellung von Implantaten und Entzündungen. „Bei dem Großteil unserer Forschung ist die Translation, der Transfer von Grundlagenforschung in die Anwendung, der treibende Gedanke.“ Zudem ist ihm die Ausbildung der Studierenden wichtig: „Ich freue ich auf die Zusammenarbeit mit den Kieler Studentinnen und Studenten. Die Medizinische Physik ist ein attraktives Studien-, Forschungs- und Arbeitsfeld.“

1999 begann Hövener ein Physikstudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zum Hauptstudium wechselte er an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er nach einem zweijährigen Auslandsaufenthalt in Pasadena, USA, 2008 promoviert wurde. Seit 2009 war er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig und habilitierte sich dort 2016 im Fach Experimentelle Radiologie. Zuletzt leitete er die Arbeitsgruppe Metabolische und Molekulare MRT am Universitätsklinikum Freiburg. Hövener war Gruppenleiter im EU-geförderten Verbundprojekt „Europol“ und im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK). Er ist außerdem Präsident der deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Magnetresonanz in der Medizin.

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Professor Dr. rer. nat. Jan-Bernd Hövener
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Kontakt:
Prof. Dr. Jan-Bernd Hövener
Klinik für Radiologie und Neuroradiologie
Tel.: 0431/880-5833
E-Mail: jan.hoevener@uksh.de



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Text / Redaktion: Dr. Ann-Kathrin Wenke