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Pressemeldung Nr. 173/2017 vom 01.06.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Erfolgreicher erster Thementag Vielfalt an der Uni Kiel


Foto/Copyright: Raissa Nickel, Uni Kiel

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Seit Dezember 2016 gehört die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) dem Netzwerk „Diversity als Chance – die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland“ an. Erstmals veranstaltete die CAU nun den „Thementag Vielfalt“. Am Dienstag, 30. Mai, wurden campusweit Workshops, Impulsvorträge und Aktionen angeboten, um unter anderem über die Maßnahmen gegen Diskriminierung und für Barrierefreiheit zu sprechen. So zeigte das An-Institut für Inklusive Bildung mit einem Stationenlauf, wie Menschen mit Behinderungen ihre Umwelt wahrnehmen. Vizepräsidentin Professorin Anja Pistor-Hatam bedankte sich bei allen Beteiligten und sprach von einem wichtigen Zeichen für Toleranz in Zeiten vieler Kontroversen: „Die Mitglieder unserer Universität sind individuell unterschiedlich, verdienen aber denselben Respekt. Eine Universität, deren Angehörige sensibel für Diversität sind, bietet ein produktives Umfeld, in dem unterschiedliche Ideen, Lebensweisen und Talente ihren Platz haben. Wir möchten alle Angehörigen der CAU mit ihren Perspektiven und ihrem Wissen einbinden, um unsere Gemeinschaft in Forschung und Lehre sowie der Verwaltung zu stärken.“

Wie Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen leichter digitale Lehrmaterialien nutzen können, erklärte beispielsweise Marion Möller vom E-Learning Service (eLK.Medien) der CAU. Schon mit geringem Aufwand werden beispielsweise die Inhalte von Word-Dokumenten und Präsentationen zugänglich. Einer, für den dies hilfreich sein kann, ist Niels Luithardt. Der blinde Mathematik- und Physikstudent hat bemerkt, dass das Bewusstsein für barrierefreie Lernangebote inzwischen hochschulweit gewachsen ist. „Lehrende sind durchaus bemüht, aber nur, weil etwas digital vorliegt, heißt es nicht, dass es auch gleich barrierefrei ist“, gab er dennoch zu bedenken. Wissenslücken können indes bei dem Team eLK.Medien geschlossen werden, bot Möller an: „Wer Fragen hat, kann sich gerne an uns wenden.“

Interaktiv wurde es im Workshop von Promovierenden der Philosophischen Fakultät zu dem Thema „Intersektionalität“. Teilnehmende lernten hier, dass mehrere Faktoren wie Geschlecht, Herkunft, sexuelle Orientierung und Bildungshintergründe Ungleichbehandlung begünstigen können. Aha-Erlebnisse blieben nicht aus: Die Erasmus-Studierenden Kaisa aus Estland und Iris aus Finnland lobten das breite Angebot des Thementags. Iris: „An der Uni Kiel gibt es viele Möglichkeiten, teilzunehmen. Ich fühle, dass immer etwas passiert.“

Die Relevanz der Gender & Diversity Studies für Hochschulentwicklungsprozesse stand im Mittelpunkt einer abendlichen Podiumsdiskussion. „Die Diversity-Arbeit an deutschen Hochschulen hat sich rasant entwickelt“, befand Professorin Uta Klein, Expertin aus dem Arbeitsbereich Gender & Diversity Studies an der CAU. Die Teilhabe aller Hochschulmitglieder der CAU an vielen Projekten sei ein wesentliches Element für die Identifizierung mit den Zielen der Diversity-Arbeit. Sie schätze es sehr, dass die Leitung und die Verantwortlichen „Gleichwertigkeit aller Menschen, Diskriminierungsabbau und Bildungsgerechtigkeit als Ziele so klar zum Ausdruck bringen“.

Organisiert wurden die Veranstaltungen unter anderem von dem Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe), dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), dem nettekieler Ehrenamtsbüro, dem International Center und dem zebra e.V.

Weitere Infos unter: www.diversitaet.uni-kiel.de

Universitätszeitung „unizeit“ mit Schwerpunkt Vielfalt:
www.uni-kiel.de/unizeit/index.php?uid=90

Charta der Vielfalt:
www.charta-der-vielfalt.de

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Die Studentinnen Kaisa aus Estland (rechts) und Iris aus Finnland (zweite von rechts) beteiligten sich am Workshop zu Intersektionalität in Wissenschaft und Alltag.
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Über die Relevanz der Gender & Diversity Studies für Hochschulentwicklungsprozesse diskutierten Professorin Uta Klein, Studentin Liv Kolks, Vizepräsidentin Professorin Anja Pistor-Hatam, Dennis Bunge, Referent der Antidiskriminierungsstelle des Landes Schleswig-Holstein, und Sozialpsychologe Professor Bernd Simon.
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Kontakt:
Kathrin Houda
Referentin der Vizepräsidentin für den Schwerpunkt Diversität
Telefon: 0431/880-7544
E-Mail: khouda@gb.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: ► Raissa Nickel