Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Pressemeldung Nr. 184/2017 vom 08.06.2017

Studieren mit System


Foto/Copyright: Jürgen Haacks, CAU


Pünktlich zum Bewerbungsstart für zulassungsbeschränkte Studiengänge erhält die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ihre seit langer Zeit vorbereitete Qualifizierung zur Systemakkreditierung. Damit sichert sie künftig eigenverantwortlich die Qualität ihrer Studiengänge. Diese Kompetenz bescheinigt ihr die Evaluationsagentur Baden-Württemberg. Heute (Donnerstag, 8. Juni) erhielt die Kieler Universität ihre Urkunde und ist damit bundesweit eine von 23 Universitäten, die dieses Siegel erreichen konnte.

Systemakkreditierung heißt das neue Verfahren, mit dem die Qualitätsstandards und Qualifikationsziele von Studium und Lehre an der CAU von nun an überprüft werden. „Das bedeutet für die Universität sehr viel weniger bürokratischen Aufwand, neue Studiengänge zuzulassen und bestehende Angebote zu evaluieren. Darüber hinaus wird die Qualitätssicherung in unsere eigenen Hände gelegt und dadurch die Autonomie der Universität gestärkt“, äußerte sich Vizepräsidentin Professorin Anja Pistor-Hatam anlässlich der Verleihung der Urkunde. Zudem „bestätigt das Siegel, dass die Universität mögliche Stolpersteine in den Bachelor- und Masterstudiengängen zügig erkennt und Abhilfe schafft. Damit gewährleistet sie die Einhaltung des hohen Qualitätsanspruchs aller Bachelor- und Masterstudiengänge an der CAU“, so Pistor-Hatam.

Der Verleihung des Siegels an die Kieler Universität ging eine mehrjährige Vorbereitung voraus. Zunächst wurden im Jahr 2011 ein universitätseigenes Qualitätsmanagement eingerichtet und anschließend die bereits vorhandenen Qualitätssicherungsinstrumente gebündelt und weiterentwickelt. Mit einem dialogorientierten Ansatz wurden Verfahren der internen Zertifizierung sowie Evaluationsverfahren diskutiert und eingeführt. Im Frühjahr 2014 wurde die CAU zum Zertifizierungsverfahren zugelassen. Anschließend überprüfte eine Gruppe aus Gutachterinnen und Gutachtern im Rahmen von zwei Vor-Ort-Begehungen das Qualitätsmanagementsystem der CAU.

Julia Jetter, Leiterin des Qualitätsmanagements an der CAU: „Ich bin mit dem Verlauf des Verfahrens sehr zufrieden und freue mich über das Ziel, das wir als Universität gemeinsam erreicht haben!“ Das Qualitätsmanagement der CAU sei ein lernendes System, welches sich in den letzten Jahren fortlaufend optimiert habe und sich auch weiterhin stetig weiterentwickeln werde.

Neue Studienmöglichkeiten wurden bisher an der Kieler Universität wie auch an den meisten anderen deutschen Hochschulen über das klassische Verfahren, genannt Programmakkreditierung, bewertet. Bis sich die ersten Studierenden in neue Studiengänge einschreiben konnten, mussten die Verantwortlichen Dozentinnen und Dozenten einen langen Weg durch die Instanzen beschreiten. Diese Verfahren dauerten bis zu vier Jahre. Am Ende entschied eine externe Akkreditierungsagentur über die Einführung oder Einstellung eines neuen Programms.

Das Verfahren der Systemakkreditierung bedeutet einen Abbau der Bürokratie und ein schnelleres Prozedere. So konnte beispielsweise die Verfahrensdauer auf ca. 15 Monate reduziert werden und die Entscheidung über die Einführung neuer Studiengänge obliegt den universitätsinternen Gremien. Damit auch hier eine hohe Qualität gesichert werden kann und die Universität nicht „betriebsblind“ wird, werden weiterhin externe Gutachterinnen und Gutachter beratend zu den Verfahren hinzugezogen.

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Verleihung der Urkunde (von links): CAU-Qualitätsmanagerin Julia Jetter, CAU-Präsident Lutz Kipp, CAU-Vizepräsidentin Anja Pistor-Hatam. Wilfried Müller, freier Hochschulberater, und Anke Rigbers, Stiftungsvorstand evalag, hielten die Festreden.
Foto/Copyright: Jürgen Haacks, CAU

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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz