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Pressemeldung Nr. 239/2017 vom 20.07.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Uni Kiel ehrt herausragende Promotionen


CAU-Vizepräsidentin Professorin Anja Pistor-Hatam (links) und CAU-Präsident Professor Lutz Kipp (rechts) übergaben die Fakultätspreise sowie den Genderforschungspreis. Erste Reihe von links: Dres. Friederike Seesko, Muhammad Baba Bello, Stefan Permien. Zweite Reihe von links: Marlit Annalena Lindner, Robert Ledig, Sebastian Hermanns, Christiane Böhm. Foto/ Copyright: Claudia Eulitz, CAU

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Sie analysierten die ikonische Macht von Bildern, simulierten die Wechselwirkungen von Quantenteilchen oder untersuchten Leistungstest für Schülerinnen und Schüler auf ihre Qualität hin: Die zehn besten Doktorinnen und Doktoren wurden gestern (Mittwoch, 19. Juli) im Rahmen der Sitzung des Akademischen Senats der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) für ihre herausragenden Promotionen mit den Fakultätspreisen 2016 geehrt. Darüber hinaus wurde Dr. Friederike Seesko für ihre Promotion über die Strafbarkeit von Zwangsverheiratungen und deren Verfolgbarkeit in den sogenannten „Tatortstaaten“ mit dem Genderforschungspreis ausgezeichnet. Alle Preise sind mit 1000 Euro dotiert. Universitätspräsident Professor Lutz Kipp gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zu ihren herausragenden Leistungen: „In der Promotionszeit konnten Sie Ihre Kreativität und Freiheit ausleben und mit vollem Elan Ihre Forschungsfrage bearbeiten. Ich wünsche mir, dass Sie diese Zeit in guter Erinnerung behalten. Bleiben Sie mit Ihrer Alma Mater in Kontakt und lassen Sie uns wissen, wohin das Leben Sie treibt!“

Die Preisträgerinnen und Preisträger
Dr. Christiane Böhm wurde von der Theologischen Fakultät für Ihre Promotion zum Thema „Die Rezeption der Psalmen in den Qumranschriften, bei Philo von Alexandrien und im Corpus Paulinum“ ausgezeichnet. In ihrer Arbeit beschäftigte sie sich unter anderem damit, ob und wie die ausgewählten Psalmen einen frühjüdischen Diskurs zulassen. Ihr Doktorvater war Professor Dieter Sänger.

Dr. Maximilian Gerhard Dietrich Reßing promovierte über „Die Grundrechtskonkurrenz“ an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Sein Doktorvater war Professor Robert Alexy.

Dr. Ernst Ulrich Johannes Knabbe erarbeitete in der Medizinischen Fakultät das Thema „Untersuchung von SNARE-Proteinen als mögliche Interaktionspartner des lysosomalen integralen Membranproteins Typ 2 (Limp-2)“. Sein Doktorvater war Professor Paul Saftig.

Dr. Marlit Annalena Lindner erhielt den Fakultätspreis der Philosophischen Fakultät für ihre Arbeit mit dem Titel „Der Einfluss multipler Repräsentationen auf die Bearbeitung von Multiple-Choice-Aufgaben: Ein kognitionspsychologischer Ansatz zur Validierung von Leistungstests“. In dieser beschäftigte sie sich mit Eigenschaften von Testaufgaben, wie sie in groß angelegten Schulleistungsstudien wie der PISA-Studie zum Einsatz kommen. Betreut wurde die am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) entstandene Arbeit von Professor Günter Köhnken (CAU) und Prof. Olaf Köller (IPN).

Dr. Charlotte Langhorst wurde von der Philosophischen Fakultät für ihre Arbeit „Bildtriumph und Bildverlust. Variationen und Grenzen ikonischer Evidenz in Aby M. Warburgs Mnemosyne-Atlas“ geehrt. Ihr Doktorvater Professor Ulrich Kuder nahm in Vertretung den Preis entgegen.

Eigens für die Preisverleihung aus Nigeria angereist war Dr. Muhammad Baba Bello. Er erhielt die Ehrung der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät für seine Arbeit unter dem Titel „Three Essays on Modeling Consumer Preferences in the Presence of Hypothetical Bias and Attribute Non-Attendance in Food Choice Experiments“. Betreut wurde die Arbeit von Professor Awudu Abdulai.

Dr. Stefan Permien promovierte an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät über Lithium-Ionen-Batterien, wie sie in Elektroautos eingesetzt werden. Insbesondere synthetisierte er Anoden aus neuen Materialien und überprüfte deren Leistungen. Der Titel seiner Arbeit, die durch Professor Wolfgang Bensch betreut wurde, lautet „Investigation of the reaction mechanisms during Li uptake and release of spinel oxide nanoparticles M''M'''FeO4 (M'' = Mn, Mg, Co, Ni, M''' = Mn, Fe) for application as anode materials in Lithium ion batteries“.

Dr. Sebastian Hermanns, ebenfalls Preisträger aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, hat in seinen Experimenten das Verhalten und die Interaktion von Quantenteilchen untersucht. Seine Arbeit unter dem Titel „Nonequilibrium Green fuctions Selfenergy approximation techniques“ wurde durch Professor Michael Bonitz betreut.

Dr. Birgit Elisabeth Meyer erhielt den Fakultätspreis der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät für Ihre Promotion zum Thema „Aid, Trade and Foreign Direct Investment“. Ihr Doktorvater war Professor Holger Görg.

Dr. Robert Ledig will den Platz für Antennen einsparen und beschrieb, wie sich Antennen in Chassis integrieren lassen. Seine Arbeit „Coupling element antennas for small terminals based on the characteristic modes“ wurde von Professor Dirk Manteuffel betreut.

Die Preisträgerin des Genderforschungspreises ist Dr. Friederike Seesko. Der ebenfalls mit 1000 Euro dotierte Preis wird seit dem Jahr 2010 für hervorragende Abschlussarbeiten oder Dissertationen mit einem Bezug zu Geschlechterfragen durch eine fakultäts- und einrichtungsübergreifende Fachjury vergeben. In ihrer Promotionsarbeit an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät untersuchte Seesko, wie der Straftatbestand einer Zwangsverheiratung auszulegen ist und wie die Verfolgbarkeit hergestellt werden kann, wenn die Zwangsverheiratung im Ausland stattfindet. Dabei fand sie heraus, dass Zwangsverheiratung in vielen Ländern, auch im arabischen Raum, unter Strafe steht, dort aber nicht immer verfolgt wird. Die Promotion wurde betreut von Professor Andreas Hoyer. Der Titel lautet: „Die Strafbarkeit von Zwangsverheiratungen nach dem StGB und dem VStGB. Strafbarkeit und Verfolgbarkeit von Zwangsverheiratungen im häuslichen und makrokriminellen Kontext unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Strafanwendungs- und Völkerstrafrechts – Zugleich ein Beitrag zur Auslegung der lex loci in § 7 StGB.“

Verleihung der Fakultätspreise und des Genderforschungspreises



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Text / Redaktion: ► Claudia Eulitz