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Pressemeldung Nr. 302/2017 vom 09.10.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Neues städtebauliches Gesamtkonzept für einen Campusbereich der Uni Kiel unterzeichnet


Bildunterschrift: Blick vom Olof-Palme-Damm auf den Anger. Foto/Copyright: GMSH

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Das als Anger bekannte Areal der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zwischen Olshausenstraße und Westring erhält ein neues städtebauliches Gesamtkonzept, an dem sich zukünftige Neubauten ausrichten. In einem zweistufigen kooperativen Planungsverfahren ist eine Absichtserklärung „Rahmenplan Anger“ entstanden. Diese wurde heute (Montag, 9. Oktober) von den zuständigen Entscheiderinnen und Entscheidern aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung offiziell unterzeichnet. Grund für die Neuentwicklung ist der kritische Bauzustand der ursprünglich sechs Anger-Bauten, deren Sanierung unwirtschaftlich wäre und die darum in den nächsten Jahren abgerissen werden müssen. Mit dem „Rahmenplan Anger“ soll die städtebauliche Planung des Campusbereichs am Audimax der CAU einem langfristigen und ganzheitlichen Konzept folgen und so eine höhere städtebauliche Qualität erhalten. Der Plan legt räumliche Potenziale und Grenzen fest, innerhalb derer bauliche und Hochschulentwicklung stattfinden kann und soll.

„Wir haben die einmalige, fast schon historische Chance, ein Areal im Herzen der Universität und in der Stadt Kiel neu zu sortieren. Der Anger wird eine eigene städtebauliche Sprache sprechen, die mit dem signifikanten Bereich des neuen Forums aus den 1960er Jahren korrespondiert. Dank der sehr engagierten Zusammenarbeit aller Beteiligten schaffen wir einen Ort für Forschung und Lehre mit höchster städtebaulicher Qualität und eigener Identität. Das ist großartig!“ sagte Frank Eisoldt, Geschäftsführer der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH), die im Auftrag des Landes den Rahmenplan baulich umsetzen wird.

Claudia Ricarda Meyer, Kanzlerin der Uni Kiel begrüßte die außerordentlich konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten für die Campusentwicklung: „Das Anger-Gelände liegt im Zentrum unseres Universitätscampus. Es wird für die kommenden Jahrzehnte unsere Aufgabe sein, dieses Zentrum lebendig, offen und eng an den Bedürfnissen von Forschung, Lehre und Transfer zu gestalten. Mit dem Rahmenplan, den wir gemeinschaftlich mit Stadt, Land und Denkmalpflege beschlossen haben, sind wir auf dem richtigen Weg dahin. Genau diese Art der Zusammenarbeit wünschen wir uns auch für den Campusbereich am Bremerskamp.“

„Der städtebauliche Rahmenplan Anger ist ein gelungener Beitrag zur Zukunft des Hochschulstandortes Kiel, mit dem die nachhaltige Entwicklung des Hochschulquartiers der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel angestrebt wird“, sagte Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei. „Ziel ist die Schaffung eines integrierten Campus, der für die Wissenschaft optimale Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten bietet.“

„Die anstehenden baulichen Veränderungen im Kernbereich der Universität Kiel sind für die Campusentwicklung eine außergewöhnliche Chance. Der Siegerentwurf lässt eine wirtschaftliche und sukzessive Umsetzung künftiger Baubedarfe innerhalb der finanziellen Rahmenbedingungen des Landes zu. Der Rahmenplan gibt dabei für alle Beteiligten Planungssicherheit bei der weiteren Entwicklung dieses bedeutenden Kernbereiches der CAU und des städtischen Umfeldes“, sagte Finanzstaatssekretärin Dr. Silke Schneider.

„Durch den vorgesehenen Abriss der auf dem Anger gelegenen sechs Institutsgebäude und die geplante Neubebauung und Verdichtung soll der zentrale Campus aufgewertet und funktional besser aufgestellt werden. Dabei können die beiden auf dem Anger verbleibenden denkmalgeschützten Hörsaalgebäude erhalten und sinnvoll integriert und der Charakter des Angers als qualitätsvoller Grünraum in den wesentlichen Grundzügen erhalten werden. Es bleibt zu hoffen, dass auch den denkmalgeschützten Bestandsbauten des Neuen Forums im Zuge der Umsetzung der städtebaulichen Planungen die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird, um eine qualitätsvolle und lebendige Mischung aus Alt und Neu auf dem Campus entstehen zu lassen“, sagte Nils Meyer, Gebietsreferent im Landesamt für Denkmalpflege.

Durch die gemeinsame Unterzeichnung können künftige Zustimmungsverfahren vereinfacht werden, denn den „Rahmenplan Anger“ haben die bei Neubauten zuständigen Stellen gemeinschaftlich erarbeitet: die GMSH, die CAU (Gebäudemanagement, Professorinnen und Professoren, Studierende und technisch-administrativer Dienst), das Wissenschaftsministerium, das Finanzministerium, die Landeshauptstadt Kiel (Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation, Denkmalschutzbehörde, Grünflächenamt, Stadtplanungsamt, Tiefbauamt) und das Landesamt für Denkmalpflege.

In einem ersten Workshop haben die Teilnehmenden die Grundlagen für die Neuordnung des Angers festgelegt. Innerhalb dieses Rahmens entwickelten fünf Planungsbüros für Städtebau, Architektur und Landschaftsplanung Ideen für den Anger, die die Teilnehmenden und die Planungsbüros anhand von Plänen und Modellen in einem zweiten Workshop gemeinsam diskutierten und weiterentwickelten. Sie empfahlen als Grundlage für die weitere Bearbeitung die städtebauliche Grundidee vom Büro Ferdinand Heide aus Frankfurt. Als externer Moderator hat Dr. Volker Zahn aus Lübeck die Workshops begleitet.

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Unterzeichneten heute den "Rahmenplan Anger" (v.l.): Dr. Nils Meyer (Denkmalpflege), Claudia Ricarda Meyer (CAU), Frank Eisoldt (GMSH), Doris Grondke (Stadt Kiel), Dr. Silke Schneider (Finanzministerium) und Dr. Oliver Grundei (Wissenschaftsministerium). Foto/Copyright: Claudia Eulitz, CAU

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Über die GMSH
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Gegründet wurde die GMSH am 1. Juli 1999 mit dem Ziel, durch Bündelung der Bedarfe den Landes- haushalt zu entlasten. Neben ihrer Zentrale in Kiel hat die GMSH landesweit zwölf Büros. Mit 1.300 Beschäftigten ist die GMSH eines der größeren Unternehmen in Schleswig-Holstein. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.gmsh.de


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