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Pressemeldung Nr. 327/2017 vom 25.10.2017 | RSS | zur Druckfassung | Suche

Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Uni Kiel erhält neues Forschungsschiff


Das neue Forschungsschiff „Egidora“.
Foto: Raissa Maas, Uni Kiel

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Das Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat ein neues Forschungsschiff erhalten. Am Mittwoch, den 25. Oktober, fand die Taufe und offizielle Indienststellung in Büsum statt. Der Katamaran mit dem Taufnamen „Egidora“ wird künftig bei Forschungsvorhaben in den Küstengewässern von Nord- und Ostsee eingesetzt und bietet Studierenden der Küsten- und Umweltwissenschaften eine mobile Ausbildungsplattform.

„Mit der Egidora verfügt das Forschungs- und Technologiezentrum über ein hochmodernes Forschungsschiff mit zeitgemäßer Technik. Die Investition dient der langfristigen Sicherung der Forschungskompetenz des FTZ in der Meeresforschung“, sagte Taufpatin Wissenschaftsministerin Karin Prien. Professor Roberto Mayerle, geschäftsführender Direktor des FTZ, betont: „Im Zuge der Herausforderungen durch Klimawandel und Meeresspiegelanstieg ist der Forschungskatamaran ein modernes operatives Werkzeug, das die Reichweiten und Möglichkeiten des FTZ in Küstenforschung und Technologieentwicklung erheblich vergrößert.“

Die Kosten für den Katamaran von 950.000 Euro wurden je zur Hälfte mit Mitteln des Landes Schleswig-Holstein und der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Das 15 Meter lange und 6 Meter breite Schiff besteht aus besonders widerstandsfähigem, glasfaserverstärktem Kunststoff und wurde in einer darauf spezialisierten Werft in Großbritannien gebaut. Es ersetzt das über 30 Jahre alte, noch mit Stahlrumpf ausgestattete Forschungsschiff „Südfall“. Die vergleichsweise hohe Reisegeschwindigkeit von 15 Knoten (28 Kilometern pro Stunde) erlaubt es, auch entlegene Bereiche des Wattenmeeres zügig zu erreichen. Ein besonderer Vorteil ist dabei der geringe Tiefgang von 1,2 Metern. Der Katamaran kann dadurch auch in sehr flachen Gewässern operieren und sich auf Wattflächen gefahrlos trockenfallen lassen.

Ausgerüstet mit moderner Ortungs- und Sonartechnik sowie Einrichtungen zur Entnahme von Wasser- und Bodenproben dient die „Egidora“ so der Ausbildung von bis zu zwölf Studierenden verschiedener Fachrichtungen. Schiffskoordinator und Geowissenschaftler Dr. Klaus Ricklefs blickt dem ersten Einsatz freudig entgegen: „Der Katamaran ist eine sehr stabile und viel Platz bietende Plattform für die fachübergreifende Erforschung der flachen deutschen Küstengewässer und speziell des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres.“

Die Namensgebung für das Forschungsschiff hat einen historischen Hintergrund. „Egidora“ ist die älteste schriftliche Erwähnung der Eider in lateinischer Sprache. Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sehen darin zwei Elemente vereint: Einerseits den Namen des nordischen Meeresgottes Ägir und andererseits das Tor (plattdeutsch de Dör). Sie übersetzen Egidora mit „Tor zum Meer“. Ricklefs: „Das fanden wir recht passend für ein Küstenforschungsschiff. Außerdem ist die Eider eine Art verbindendes Band zwischen der Universität in Kiel und unserem Forschungs- und Technologiezentrum in Büsum.“

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Wissenschaftsministerin Karin Prien ist die Taufpatin.
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Laut Roberto Mayerle, geschäftsführender Direktor des FTZ, trage die Egidora dazu bei, die Reichweiten und Möglichkeiten des FTZ in Küstenforschung und Technologieentwicklung erheblich zu vergrößern.
Foto: Raissa Maas, Uni Kiel

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Schiffskoordinator und Geowissenschaftler Klaus Ricklefs blickt dem ersten Einsatz freudig entgegen.
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Ausgerüstet mit moderner Ortungs- und Sonartechnik sowie Einrichtungen zur Entnahme von Wasser- und Bodenproben dient die „Egidora“ der Ausbildung von bis zu zwölf Studierenden verschiedener Fachrichtungen.
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Der Katamaran ersetzt das über 30 Jahre alte, noch mit Stahlrumpf ausgestattete Forschungsschiff „Südfall“.
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Text / Redaktion: Raissa Maas