Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Pressemeldung Nr. 398/2017 vom 14.12.2017

Ideen ins Leben bringen

Caroline Magalhães dos Santos erhält Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes


Die Kieler Studentin Caroline Magalhães dos Santos (links) erhält in diesem Jahr den mit 1.000 Euro dotieren DAAD-Preis der Uni Kiel. Übergeben wurde der Preis von Vizepräsidentin Anja Pistor-Hatam (rechts). Foto: Martin Geist

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Es gibt viele Menschen mit guten Ideen. Aber nur wenige, die sie so zielstrebig ins Leben bringen wie Caroline Magalhães dos Santos. Dafür hat die Brasilianerin jetzt den mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender erhalten.

„Sehr eindrucksvoll, wie vielfältig engagiert Sie sind“, schwärmte Professorin Anja Pistor-Hatam, die den Preis in ihrer Eigenschaft als Vizepräsidentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gestern (Mittwoch, 13. Dezember) überreichte. Getrieben wird die 28-Jährige dabei von dem Wunsch, die Wirklichkeit nicht so hinzunehmen, wie sie ist, sondern sie nach Möglichkeit ein bisschen besser zu machen. Das tat Caroline Magalhães dos Santos schon in Brasilien, wo sie den Bachelor-Abschluss in Produkt- und visuellem Design machte und 2014 das Projekt „PrograMaria“ aus der Taufe hob. Frauen aus benachteiligten sozialen Schichten wurden dabei zu Programmiererinnen fortgebildet.

An der CAU nimmt sie seit Herbst 2016 am Masterstudiengang Sustainability, Society and the Environment (Nachhaltigkeit, Gesellschaft und Umwelt) teil. Schnell kam sie dabei auch mit dem „yooweedoo“-Programm in Kontakt, einem von Professor Christoph Corves entwickelten Lernprogramm, das Studierende innerhalb eines Ideenwettbewerbs anleitet, Projekte oder unternehmerische Existenzen mit sozialem und ökologischem Nutzen zu gründen. Als treibende Kraft ihres studentischen Teams war sie im diesjährigen „yooweedoo“-Wettbewerb an der Entwicklung der „Müllmonster“ beteiligt. So heißt das von den Studierenden konzipierte Kartenspiel, das Grundschulkindern den richtigen Umgang mit Abfall vermitteln soll. „Das war auch für mich spannend, denn der Umgang der Deutschen mit ihrem Müll ist ganz schön verzwickt“, schmunzelt sie.

Ebenfalls dieses Jahr brachte Caroline Magalhães dos Santos ein auf benachteiligte Kinder und Erwachsene zugeschnittenes Bildungsprojekt innerhalb des Projektes für erfolgreiches Lernen und Lehren (PerLe) an der Uni Kiel auf den Weg. Und nicht zuletzt nimmt sie seit Oktober am von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Stipendiatenprogramm „yooweedoo-Changecoach“ teil. Das Programm bildet erfahrene „Veränderungsmacher“ zu Coaches für junge Projektteams aus.

Für die Zeit nach dem Master-Abschluss hat die junge Frau, die nach Auskunft von Professor Corves trotz allen Engagements auch im Studium hervorragende Leistungen bringt, schon konkrete Vorstellungen. Sie will sich im sozialunternehmerischen Bereich selbstständig machen und dazu am liebsten in Kiel bleiben: „Die Unterstützung für Leute, die Ideen haben, ist hier einfach toll.“



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Text / Redaktion: Martin Geist