Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Pressemeldung Nr. 25/2018 vom 08.02.2018

Was das Wesen des Menschen ausmacht

Dritter Neujahrsempfang der Kieler Lebenswissenschaften im Zoologischen Museum Kiel


Am gestrigen Mittwoch, 7. Februar, versammelten sich rund 60 Gäste aus Universität und Kieler Gesellschaft zum Neujahrsempfang des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Im Zoologischen Museum Kiel bot die Berliner Wissenschaftsjournalistin Dr. Fanny Jiménez unter dem Titel „Evolutionspsychologie: Warum sich Wissenschaftler darüber streiten, was eine normale Persönlichkeit ist“ lohnende Einblicke in die Erforschung des menschlichen Wesens. Am Beispiel neuester Erkenntnisse aus Psychologie und Neurowissenschaften vermittelte Jiménez pointiert und kurzweilig, wie scheinbar irrationale alltägliche Verhaltensmuster, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens entwickelt, wichtige Funktionen für eine gesunde menschliche Psyche übernehmen.

Professor Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts KLS an der CAU, nutzte die Festveranstaltung auch dazu, um wichtige Erfolge der Kieler Lebenswissenschaften im vergangenen Jahr Revue passieren zu lassen: So rief die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Exzellenzcluster Entzündungsforschung an der CAU nach zwei erfolgreichen Förderphasen dazu auf, sich mit einem Vollantrag für den künftigen Kieler Cluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ zu bewerben.

Weiterhin stellt KLS mit der Mikrobiologin Professorin Ruth Schmitz-Streit die aktuelle Preisträgerin des Wissenschaftspreises der Stadt Kiel. Das „Kiel Evolution Center“ (KEC) trieb 2017 die Stärkung Schleswig-Holsteins als bundesweit führendes Zentrum der Evolutionsforschung weiter voran. Dieses erfolgreiche Engagement würdigte zum Beispiel die Max-Planck-Gesellschaft im vergangenen Jahr, indem sie KEC-Sprecher Professor Hinrich Schulenburg zum Max-Planck-Fellow am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön berief.

Hinter diesen öffentlich besonders sichtbaren Wegmarken stehen die rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Schwerpunkts an der Landesuniversität, die mit ihrer exzellenten Arbeit den Erfolg der lebenswissenschaftlichen Forschung in Kiel tragen. „Mein Dank geht an die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die im vergangenen Jahr erneut dafür gesorgt haben, die Position der lebenswissenschaftlichen Spitzenforschung in Kiel im Wettbewerb der Wissenschaftsstandorte weiter zu festigen“, betonte KLS-Sprecher Thomas Bosch. Der Blick richte sich nun in die Zukunft, in der die Kieler Lebenswissenschaftlerinnen und Lebenswissenschaftler insbesondere auf einen Erfolg in der Exzellenzstrategie des Bundes und auf die Fortführung der beiden DFG-geförderten Sonderforschungsbereiche „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ sowie „Proteolyse als regulatorisches Ereignis in der Pathophysiologie“ unter dem Dach des Forschungsschwerpunkts hofften, so Bosch weiter.

Zur Person:
Fanny Jiménez studierte Psychologie und Neurowissenschaften an der Freien Universität Berlin und der Indiana University in den USA. An der International Max Planck Research School on the Life Course forschte sie zur Psychologie der Persönlichkeit und promovierte 2010 an der Humboldt Universität zu Berlin. Im Rahmen der Initiative Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund arbeitete sie anschließend bei der WELT, dem Stern und dem Deutschlandfunk. Seit 2012 ist sie fest in der Wissenschaftsredaktion der WELT/Welt am Sonntag angestellt. Arbeiten von Fanny Jiménez und Kollegen wurden beim „European Digital Media Award“ sowie bei den „Lead Awards“ ausgezeichnet. Sie ist außerdem als Dozentin für Journalismus an der Berlin Business School Berlin tätig sowie als Mentorin beim Verein Neue deutsche Medienmacher. In ihrem 2016 bei C.H. Beck erschienenen Buch "Ich und mein Spleen: Was wir tun, wenn wir alleine sind" zeigt die Psychologin, dass jeder kleine Ticks und Marotten hat, die zwar auf den ersten Blick irrational scheinen, aber wichtige Funktionen erfüllen.

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Gastrednerin Dr. Fanny Jiménez sprach über Evolutionspsychologie und die menschliche Persönlichkeit.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Gastgeber des Abends war Prof. Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science an der CAU.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Fanny Jiménez sprach zu rund 60 Gästen, die der Einladung ins Zoologische Museum Kiel gefolgt waren.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Auch in diesem Jahr folgte ein Empfang in der Walhalle des Zoologischen Museums auf die Vorträge zu Beginn der Veranstaltung.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Kontakt:
Prof. Thomas Bosch
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

Zoologisches Museum Kiel, CAU Kiel
www.zoologisches-museum.uni-kiel.de

Die WELT über Fanny Jiménez:
www.welt.de/print/die_welt/literatur/article131960705/Fanny-Jimenez.html



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Text / Redaktion: ► Christian Urban