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Pressemeldung Nr. 117/2018 vom 23.04.2018 | RSS | zur Druckfassung | Suche

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Themenabend zur Bücherverbrennung in der Kieler Universitätsbibliothek


Vor 85 Jahren, am Abend des 10. Mai 1933, brannten in Kiel die Bücher. Zu nächtlicher Stunde setzte sich ein Fackelzug in Bewegung, um vom Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zum zentralen Wilhelmplatz zu marschieren. Dort fand der Höhepunkt der sogenannten Aktion „wider den deutschen Geist“ statt: Wie in 21 anderen Universitätsstätten fiel die von der Deutschen Studentenschaft in ihren schwarzen Listen aufgeführte „verbrennungswürdige“ Literatur auch in Kiel den Flammen der Scheiterhaufen zum Opfer. Nur kurz zuvor hatte der Kieler Philosophieprofessor Ferdinand Weinhandl auf einer Versammlung im vollbesetzten Audimax seine Gefolgschaft mit martialischen Worten auf die Bücherverbrennung eingestimmt: „In einer Stunde wird die deutsche Studentenschaft ein Stück des Ungeistes der letzten vierzehn Jahre den Flammen übergeben.“

Das Projektteam des Kieler Gelehrtenverzeichnisses und die Universitätsbibliothek (UB) der CAU laden alle Interessierten am Dienstag, 8. Mai, zum zweiten fachwissenschaftlichen Themenabend in Erinnerung an die Bücherverbrennung in Kiel ein. Der Abend findet statt unter dem Thema: „Berufsethos und Hakenkreuz – Handlungsmöglichkeiten schleswig-holsteinischer Professoren, Pastoren und Ärzte in der NS-Zeit“. Im Mittelpunkt stehen dabei Forschungsprojekte zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit Schleswig-Holsteins.

Ab 19 Uhr geht es im Foyer der UB um die Frage nach dem „Quo vadis, NS-Aufbereitung?“: Karen Bruhn von der Abteilung für Regionalgeschichte des Historischen Seminars der CAU spricht zu Stand und Perspektiven der regionalen Forschung zum Nationalsozialismus unter besonderer Berücksichtigung der Universitätsgeschichte. Die regionalhistorisch forschenden Helge-Fabien Hertz und Dr. Dr. Karl-Werner Ratschko stellen zudem ihre aktuellen Studien zu Pastoren und Ärzten von 1933 bis 1945 vor. Eingeleitet wird der Themenabend von Rainer Horrelt, stellvertretender Direktor der UB sowie von Professor Oliver Auge, Direktor der Abteilung Regionalgeschichte des Historischen Seminars der CAU.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Das Programmplakat als PDF-Download:
www.uni-kiel.de/download/pm/2018/2018-117-buecherverbrennung.pdf

Das Wichtigste in Kürze:
Was: Themenabend „Berufsethos und Hakenkreuz – Handlungsmöglichkeiten schleswig-holsteinischer Professoren, Pastoren und Ärzte in der NS-Zeit “
Wann: Dienstag, 8. Mai, ab 19 Uhr
Wo: Foyer der Universitätsbibliothek Kiel, Leibnizstraße 9

Kontakt:
Karen Bruhn
Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein
Historisches Seminar der CAU
Telefon: 0431/880-4756
E-Mail: k.bruhn@email.uni-kiel.de



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Text / Redaktion: Daniel Mumme