Suchen Sitemap Kontakt Impressum | Schüler + Studieninteressenten | Wirtschaft | Presse | Alumni + UG | CAU Intern

Zur Startseite

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Universität Kiel und Nationalsozialismus

Nationalsozialismus

Machtergreifung

Lehrerbildung

Vertriebene Wissenschaftler

Hans Philipp Neisser

Aufarbeitung

Weitere Arbeiten

Hinweise

zur Druckfassung


Privatdozent Dr. Hans Philipp Neisser

geb. 3. September 1895 in Breslau; gest. 1. Januar 1975 in Berkeley, USA
Einrichtung: Wirtschaftliche Staatswissenschaften


Hans Philipp Neisser studiert von 1913 bis 1916 Rechtswissenschaften und Nationalökonomie in Freiburg, München und Breslau. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitet er unter anderem als Redakteur der linksliberalen Zeitschrift "Magazin der Wirtschaft".

Ab 1927 lehrt er am Kieler Institut für Weltwirtschaft und Seeverkehr. Hier ist er neben Adolf Löwe und Gerhard Colm Mitglied einer Gruppe von theoretisch orientierten, statistisch geschulten und wirtschaftspolitisch engagierten Nationalökonomen. Mit dem Werk "Der Tauschwert des Geldes" (1928), das ihn international bekannt macht, habilitiert er sich für wirtschaftliche Staatswissenschaften. Der demokratisch gesinnte Wissenschaftler ist in Kiel Mitglied im "Republikanischen Klub", der SPD sowie im Reichsbanner. 1933 wird der als Jude geltende Wirtschaftswissenschaftler von Kieler SA- beziehungsweise SS-Mitgliedern aus dem Institut vertrieben.

Neisser wird zunächst beurlaubt und geht kurz darauf nach London. Von dort emigriert er in die Vereinigten Staaten. Am 29. September 1933 wird ihm die deutsche Lehrerlaubnis entzogen, mit der Begründung er gelte als "politisch unzuverlässig". An der University of Pennsylvania erhält er eine Professur. Ab 1943 arbeitet er an der New School for Economic Research in New York, wo er bis zu seiner Emeritierung 1965 lehrt.
ba


Literaturangaben

Uhlig, Ralph: Vertriebene Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nach 1933. Zur Geschichte der CAU im Nationalsozialismus. Eine Dokumentation (Kieler Werkstücke. Reihe A: Beiträge zur schleswig-holsteinischen und skandinavischen Geschichte, 2). Frankfurt am Main u.a. 1991.
DBA = Deutsches Biographisches Archiv [im Campusnetz der Universität Kiel online (22.4.2008)].



Zuständig für die Pflege dieser Seite: Pressestelle der Universität   ► presse@uv.uni-kiel.de