Arbeitseinheit Sozialpsychologie und Politische Psychologie

Institut für Psychologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Dr. sc. pol. Anne Susann Bachmann

Kontakt

Dr. sc. pol. Anne Susann Bachmann - Foto

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Institut für Psychologie;
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Olshausenstr. 62 (Besucher)
Raum 405
Olshausenstr. 40 (Post)
D-24098 Kiel (für Briefe)
D-24118 Kiel (für Päckchen)
Deutschland

+49 (0)431 880 2495 (Büro)
+49 (0)431 880 3972 (Sekretariat)
+49 (0)431 880 2517 (Fax)

bachmann@psychologie.uni-kiel.de

Sprechstunde: n.V.

Curriculum Vitae

Ausbildung

06.04 - 06.06 Promotion am Lehrstuhl für Organisation des Instituts für Betriebswirtschaftslehre der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Titel der Dissertation: Erklärungsgrößen und Gestaltungsformen multikultureller Arbeitsgruppen
Abschluss im Juni 2006, Verleihung des Doktorgrades (Dr. sc. pol.) der Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftlichen Fakultät der CAU zu Kiel
06.01 - 05.04 Graduiertenstudium als Stipendiatin im Graduiertenkolleg "Betriebswirt-
schaftliche Aspekte lose gekoppelter Systeme und Electronic Business" am
Instituts für Betriebswirtschaftslehre der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
10.95 - 03.01 Studium der Psychologie an der Universität Konstanz
Titel der Diplomarbeit: Prädiktoren erfolgreicher Anpassungsprozesse in internationalen
Arbeitsaufgaben

Abschluss mit Diplom
09.92 - 06.93 Waterford District Highschool, Ontario, Kanada
09.82 - 06.95 Deutsche Schule Moskau, Abschluss mit Abitur
Erweiterte Oberschule, Rostock
Botschaftsschule der DDR in der UdSSR, Moskau
Grundschule mit erweitertem Russischunterricht, Rostock

Berufliche Positionen

seit 10.07 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) im Arbeitsbereich Sozialpsychologie
und Politische Psychologie des Instituts für Psychologie der Christian-
Albrechts-Universität zu Kiel
06.04 - 06.06 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Organisation des Instituts für
Betriebswirtschaftslehre der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
10.99 - 11.00 Wissenschaftliche Hilfskraft im Fachbereich Arbeits-, Betriebs- und
Organisationspsychologie der Universität Konstanz

Stipendien

09.11 Reisestipendium der Philosophischen Fakultät der CAU für Nachwuchs-
wissenschaftler/-innen für die Teilnahme an der 13. Tagung der Fachgruppe
Sozialpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Hamburg,
18.-21. September 2011
06.11 DAAD-Reisestipendium zur Teilnahme am 16th EASP General Meeting in
Stockholm, Schweden, 12.-16. Juli 2011
06.01 - 05.04 Promotionsstipendium des DFG-Graduiertenkollegs "Betriebswirtschaftliche
Aspekte lose gekoppelter Systeme und Electronic Business" am Instituts für
Betriebswirtschaftslehre der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Auszeichnungen

2006 Fakultätspreis der Fakultät für Wirtschaft- und Sozialwissenschaften an der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für die beste Dissertation 2006
2005 Best Reviewer Award, 47th Annual Meeting of the Academy of International
Business (AIB), Quebec, Kanada
2004 Award for the best PhD Thesis Proposal, 7th Vaasa Conference on International
Business, Vaasa, Finnland

Forschungsaufenthalt

10.03 - 11.03 Forschungsaufenthalt am International Institute for Management
Development (IMD) in Lausanne, Schweiz, bei Prof. Dr. Martha Maznevski

Drittmittelprojekt

05.10 - 12.11 Forschungsprojekt: "Lebenssituationen und Diskriminierungserfahrungen
schwuler und bisexueller Männer", beauftragt und gefördert von der
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Landesstelle für
Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung des Landes Berlin

Mitgliedschaften

  • Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)
  • Association for Psychological Science (APS)
  • European Association for Social Psychology (EASP)
  • Society for Personality and Social Psychology (SPSP)
  • Subdivision of the American Psychological Association (APA)
  • Interdisciplinary Network for Group Research (INGRoup)
  • Deutscher Hochschulverband (DHV)

Forschung

Interessen/Schwerpunkte

  • Vielfalt in Gruppen
  • Heterogen zusammengesetzte Gruppen als lose gekoppelte Systeme
  • Verhalten in und zwischen Gruppen (sowohl sozialen Gruppen als auch Arbeitsgruppen)
  • Konsequenzen heterogener Gruppenzusammensetzungen für die
    Zusammenarbeit und die Effektivität von Arbeitsgruppen
  • Identitätsprozesse in heterogen zusammengesetzten Gruppen (soziale Identitäten und
    Identitätsverschiebungen, Konsequenzen verschiedener sozialer Identitäten für das intra-
    und intergruppale Verhalten)
  • Entscheidungs- und Problemlöseverhalten in (heterogenen) Gruppen
  • Kreativitätsprozesse in Gruppen
  • Führung von Gruppen
  • Interkulturelle Psychologie

Aktuelle Projekte

Zusammenarbeit in heterogen zusammengesetzten Gruppen

Das übergeordnete Ziel des Forschungsprojektes besteht in der empirischen Überprüfung der aus
dem Konzept der lose gekoppelten Systeme (LGS) abgeleiteten potenziellen Lösung des Diversitäts-
Konsens-Dilemmas in heterogen zusammengesetzten Arbeitsgruppen. Es wird sowohl
die dialektische Perspektive des LGS-Konzeptes unter Hinzuziehung der Vielfaltsforschung elaboriert, als
auch klassische sozialpsychologische Theorien/Konzepte wie die Soziale Identitätstheorie, die
Kontakthypothese und Forschung zu Intra- und Intergruppenprozessen herangezogen.

Gegenwärtig laufende Untersuchungen:

  • Experimentelle Kontrastierung der aus dem Konzept der Lose gekoppelten Systeme und dem
    Interactive Model of Identity Formation abgeleiteten Annahmen zur Lösung des Diversitäts-
    Konsens-Dilemmas in heterogen zusammengesetzten Gruppen
  • Passung von kollektiven Identitäten in heterogen zusammengesetzten Arbeitsgruppen und
    zu bewältigenden Problemtypen in Hinblick auf den Gruppenarbeitserfolg

Kulturelle Einflüsse auf kreative Leistungen (gemeinsam mit Sven Form)

In diesem Projekt untersuchen wir mittels Priming-Verfahren, ob und wenn ja in welchem Ausmaß
kreative Leistungen, die durch divergentes oder konvergentes Denken gefördert werden, von
kulturellen Normen und Werteorientierungen abhängen.

Lebenssituationen und Diskriminierungserfahrungen schwuler und bisexueller Männer in
Deutschland

Von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Frauen, Landesstelle für Gleichbehandlung -
gegen Diskriminierung (LADS) des Landes Berlin wurde eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ziel in
der Erweiterung und Vertiefung der Erkenntnisgrundlagen zu Lebenssituationen und zu
Diskriminierungs- und Akzeptanzerfahrungen schwuler und bisexueller Männer in Deutschland
bestand. Das Projekt wurde im September 2012 abgeschlossen.

Publikationen

Zeitschriftenbeiträge

    Bachmann, A. (2008), Die Anwendung des Konzeptes der lose gekoppelten Systeme zur Lösung des
    Dilemmas multikultureller Teams, in: G. Schreyögg, & P. Conrad (Hrsg.), Gruppen und
    Teamorganisation. Managementforschung, Bd. 18, Wiesbaden 2008, S. 139-171.
    Bachmann, A. und Wolf, J. (2007), Führung multikultureller Teams - Eine
    Konzeptualisierung und empirische Analyse der Notwendigkeit unterschiedlicher Führungsstile, in:
    Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 77. Jg., Heft 10, 2007, S. 1035-1064.
    Bachmann, A. (2006), Melting Pot or Tossed Salad? Implications for Designing Effective
    Multicultural Workgroups from a Coupling Perspective, in: M. Maznevski und N. Athanassiou
    (Hrsg.), Global Teams, Management International Review, 46. Jg., Heft 6, 2006, S. 721-747.
    Wolf, J., Macharzina, K. und Rohn, A. (2005), Institution und Forschungsproduktivität -
    Befunde und Interpretationen aus der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre, in: Die
    Betriebswirtschaft, 65. Jg., Heft 1, 2005, S. 62-77.
    Macharzina, K., Wolf, J. und Rohn, A. (2004), Quantitative Evaluation of German Research
    Output in Business Administration - 1992-2001, in: Management International Review, 44 Jg., Heft
    3, 2004, S. 335-359.
    Rohn, A. (2004), Explaining and Designing Effective Multicultural Workgroups, in: J.
    Larimo und S. Rumpunen (Hrsg.), European Research on Foreign Direct Investment and International
    Human Resource Management, Proceedings of the University of Vaasa, Reports 112, Vaasa 2004, S.
    179-199.

Buchbeiträge

    Rohn, A. (2006), Subjektive versus objektive Erfolgsmaße, in: S. Albers et al. (Hrsg.),
    Methoden der empirischen Forschung, Wiesbaden 2006, S. 99-114.
    Wolf, J. und Rohn, A. (2005), Internationale Unternehmen als lose gekoppelte Systeme, in:
    M.-J. Oesterle und J. Wolf (Hrsg.), Internationalisierung und Institution, Wiesbaden 2005, S.
    221-249.

Bücher/Monographien/Herausgeberschaften

    Rohn, A. (2012): Lebenssituationen und Diskriminierungserfahrungen schwuler und
    bisexueller Männer. Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Landesstelle für
    Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung: Land Berlin.
    Rohn, A. (2006), Multikulturelle Arbeitsgruppen - Erklärungsgrößen und
    Gestaltungsformen, Wiesbaden 2006.
    Wolf, J., Rohn, A. und Macharzina (Hrsg.), Forschungsleistung in der deutschsprachigen
    Betriebswirtschaftslehre – Konzeption und Befunde einer empirischen Untersuchung, Wiesbaden
    2006.

Konferenzbeiträge (eingeladene Präsentationen)

    Komplexe kollektive Identität - Eine potenzielle Lösung für das Dilemma heterogener Teams, 13.
    Tagung der DGPs Fachgruppe Sozialpsychologie, 18.-21. September 2011, Hamburg.
    Complex Collective Identity: a potential solution to the dilemma of heterogeneous teams, 16th
    EASP General Meeting, 12.-16. Juli 2011, Stockholm, Schweden.
    (mit Nadja Bluschke und Katharina Brendel): Komplexe soziale Identität – Entwicklung eines
    experimentellen Paradigmas zur Erzeugung der Identität und einer Skala zu ihrer Messung, 47.
    Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), 27.-30. September 2010, Bremen,
    Deutschland.
    When knowing each other better disrupts workgroup problem-solving performance, 22nd Annual
    Convention of the Association for Psychological Science (APS), 27.-30. Mai 2010, Boston, MA,
    USA.
    Culturally diverse workgroups as tightly-loosely coupled systems: The role of task and social
    interpersonal orientations in group performance, XXIX International Congress of Psychology,
    19.-25. Juli 2008, Berlin, Deutschland.
    Culturally diverse workgroups as tightly-loosely coupled systems: The role of social couplings,
    15th General Meeting of the European Association of Experimental Social Psychology (EAESP),
    10.-15. Juni 2008, Opatija, Kroatien.
    Designing effective multicultural teams - Implications from a coupling perspective, Symposium
    "Global Teams", 66th Annual Meeting of the Academy of Management, 11.-16. August 2006, Atlanta,
    Georgia, USA.
    (mit Anne Bartel-Radic und Nicolas Lesca): Unlocking Organizational Learning by Intercultural
    Interaction - Insights from the Law of Requisite Variety, 21st European Group for Organizational
    Studies (EGOS) Colloquium, 30. Juni - 02. Juli. 2005, Berlin, Deutschland.
    Leading multicultural teams - Beware of the Human Nature, 47th Annual Meeting of the Academy of
    International Business (AIB), 9.-12. Juli 2005, Quebec, Kanada.
    Truth or dare? Explaining and designing effective multicultural workgroups, 29th Annual
    Conference of the European International Business Academy (EIBA), 11.-13. Dezember 2003,
    Kopenhagen, Dänemark.
    Explaining and designing effective multicultural workgroups, 7th Vaasa Conference on
    International Business, 24.-26. August 2003, Vaasa, Finnland.

Lehre

Lehrkonzept

Mein Verständnis von guter Lehre beinhaltet schwerpunktmäßig die Vermittlung von Kompetenzen
in kritischem und analytischem Denken und den damit verbundenen Fähigkeiten, wissenschaftlich
fundiertes und praktisch tragfähiges Wissen zu generieren, das in der Grundlagenforschung aber
auch in Anwendungsfeldern der Psychologie einsetzbar und nützlich ist. Transparenz von Leistungs-
anforderungen und -bewertungen ist mir dabei ebenso wichtig, wie ein lebendiger Austausch und
Dialog mit den Studierenden über die Sinnhaftigkeit, die Nützlichkeit und die Relevanz der Lern-
inhalte.
Dabei sehe ich meine Rolle als Lehrende in einer Balance aus Leitung und Moderation, als Tutorin (im
Sinne eines kognitivistischen Lernbegriffs) und Lehrcoach (im Sinne eines konstruktivistischen
Lernverständnisses), und als Beraterin und Brückenbauerin zwischen Theorie und Praxis.

Lehrziele

Als Lehrziele für Kompetenzen, die im Studium der Psychologie und ihren Anwendungsfeldern
erworben werden (sollten), gehören für mich vor allem ein souveräner und kritisch-reflexiver Zu- und
Umgang mit der Fachliteratur, eine proaktive und wissenschaftlich orientierte Herangehensweise an
psychologische Fragestellungen, das Finden und Herstellen von Praxisbezügen und schließlich eine
fundierte Methodenkompetenz. Darüber hinaus ist es ebenso mein Bestreben, den Studierenden
neben den Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen auch überfachliche Kompetenzen wie
Zeitmanagement, Selbstorganisation und die Fähigkeit eigenständig zu denken, sowie Kenntnisse von
Präsentations- und Sprachtechniken zu vermitteln. Mit Hilfe dieser weiteren Kompetenzen soll den
Studierenden vor allem die Anpassung an ein variables Berufsfeld ermöglicht werden.

Lernmethoden

Meine Veranstaltungen gestalte ich derart, dass ich meinen Studierenden eine Bandbreite unter-
schiedlicher Herangehensweisen und Auseinandersetzungsmöglichkeiten mit den zu vermittelnden
Theorien, Inhalten und Methoden zur Verfügung stelle, wobei ich hier Elemente selbstbestimmten
und handlungsorientierten Lernens mit beratenden und korrigierenden Interventionen meinerseits
abwechsle. Ich fördere gezielt die aktive Mitarbeit und Motivation der Studierenden durch spezielle
Methoden wie beispielsweise Gruppenarbeit, Partnerinterviews, Murmelgespräche oder praktische
Übungsaufgaben. Ebenso setze ich Methoden der metakognitiven Lernkontrolle wie Lerntagebücher
oder Verfahren des kooperativen Problem-lösens ein, um eine tiefere kognitive Informations-
verarbeitung zu unterstützen und Reflexions- und Problemlösekompetenzen zu etablieren und
aufzubauen.

Aktuelle Veranstaltungen

    Wintersemester 2012/2013

    GBM 10 Seminar I
    Lesen und Verstehen wissenschaftlicher Texte zur Sozialpsychologie Kurse A/B
    (UnivisNr: 050613)
    GBM 10 Seminar II
    Sozialpsychologische Forschungsfragen (UnivisNr: 050612) Thema:
    Gruppenkreativität - Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen der Gruppenarbeit
    beim kreativen Lösen von Problemen
  • In diesem Seminar wollen wir uns mit der Kreativität von und in Gruppen kritisch auseinandersetzen: Was genau bedeutet Kreativität im Gruppenarbeitskontext? Gibt es Unterschiede in der Gruppenleistung in Abhängigkeit von Problemtypen (Entscheidungs-, inkrementelle oder Einsichtsprobleme), mit denen sich Gruppen konfrontiert sehen können? Welche Bedingungen (z.B. Ausmaß und Inhalt der kollektiven Identität) fördern und/oder hemmen kreative Gruppenleistung? Spielen individuelle kognitive Stile für das kreative Problemlösen in Gruppen eine Rolle? Anhand
    ausgewählter empirischer Studien werden wir einen Einblick in die Gruppenkreativitätsforschung gewinnen, auf dessen Basis dann die SeminarteilnehmerInnen in eigener und durch das Seminar hoffentlich qualifizierterer Gruppenarbeit weiterführende Forschungsfragen erarbeiten werden.

    Diplomarbeiten/Forschungspraktika

    Ich betreue laufend Diplomarbeiten und Forschungspraktika. Diplomarbeitsthemen erarbeiten wir
    gemeinsam, wobei die Wünsche der Studierenden bestmöglich berücksichtigt werden.