Arbeitseinheit Sozialpsychologie und Politische Psychologie

Institut für Psychologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Interkulturelle Zusammenarbeit in Gruppen

Das übergeordnete Ziel des Forschungsprojektes besteht in der empirischen Überprüfung der aus dem Konzept der lose gekoppelten Systeme (LGS) abgeleiteten potenziellen Lösung des Diversitäts-Konsens-Dilemmas in multikulturellen Arbeitsgruppen. Es wird sowohl die dialektische Perspektive des LGS-Konzeptes unter Hinzuziehung der Vielfaltsforschung ela­boriert, als auch klassische sozialpsychologische Theorien/Konzepte wie die Soziale Identi­tätstheorie, die Kontakthypothese und Forschung zu Intra- und Intergruppenprozessen heran­gezogen.


Die innovative Grundannahme dieses Forschungsprojektes lautet, dass für eine erfolg­reiche Zusammenarbeit von Gruppenmitgliedern verschiedener kultureller Zugehörigkeiten mindes­tens zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein müssen. Zum einen muss eine enge aufga­benbezogene Kopplung zwischen den Gruppenmitgliedern bestehen und zum anderen soll die soziale, nicht aufgabenbezogene Interaktion zwischen den Gruppenmitgliedern auf ein Minimum reduziert werden.


Das Arbeitsprogramm besitzt drei Schwerpunkte. 1) Experimentelle Überprüfung der LGS-Konzeptannahmen hinsichtlich der potenziellen Lösung des Diversitäts-Konsens-Dilemmas, 2) Erweiterung des untersuchten Modells multikultureller Gruppenarbeit um die Variante der dualen Identitätsbildung und 3) experimentelle Prüfung der mediierenden Auswirkung von Respekt als Kompensation für die minimierte soziale Interaktion in der Gruppenarbeit.


Das geplante Forschungsprojekt trägt somit einerseits zur Spezifikation des Konzeptes der lose gekoppelten Systeme und seiner Anwendung auf interkulturelle Gruppenprozesse bei, andererseits sollen Ergänzungen zur Intergruppen-, zur Identitäts- und zur Respektforschung geleistet werden.

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