Arbeitseinheit Sozialpsychologie und Politische Psychologie

Institut für Psychologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Forschungsprojekt "Kollektive Identität, Respekt und Macht: Eine neue Perspektive auf Intergruppenkonflikte"

    Geleitet von der Annahme, dass Intergruppenkonflikte als Kämpfe für und mit kollektiver Identität zu ver­stehen sind, wird eine umfassende Theorie des Intergruppenkonflikts entwickelt und empirisch geprüft. Das Projekt ruht auf 3 Eckpfeilern: (1) der durch die Selbstkategorisierungstheorie inspirierten sozialpsy­chologischen Forschung zu kollektiver Identität sowie deren Verknüpfung mit in Nachbardisziplinen vor­angetriebener Theoriebildung zu (2) Anerkennungskämpfen und (3) Macht. Das Forschungsprogramm gruppiert sich um ein dreipoliges Konfliktparadigma. Es berücksichtigt entlang einer horizontalen Dimen­sion Konflikte zwischen Gruppen, die jeweils für eine respektierte kollektive Identität streiten, und entlang einer vertikalen Dimension Konfliktrahmungen durch übergeordnete kollektive Identitäten, die bestimmte Respektforderungen und Handlungen legitimieren und andere delegitimieren. Im Fokus stehen in moder­nen, kulturell heterogenen Gesellschaften auftretende Konflikte zwischen Gruppen mit traditionaler und solchen mit progressiver Orientierung unter Einbezug von übergeordneten (nationalen, supra-nationalen und globalen) kollektiven Identitäten als Konfliktrahmungen. Es werden multiple Methoden eingesetzt, da­runter Laborexperimente, qualitative Interviews und Panel-Studien. Das Projekt wird nicht nur die sozial­psychologische Forschung zu Intergruppenkonflikten vorantreiben und neu kalibrieren, sondern auch zu einer multidisziplinär informierten universalisierenden Analyse von Intergruppenkonflikten beitragen.

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Mitarbeiter:


Projektbeschreibung bei GEPRIS: