Forschungsprojekt "Respekt und Gruppenleistung"
Das Forschungsprojekt widmet sich der Frage, ob eine respektvolle Behandlung durch andere Mitglieder der Eigengruppe (oder durch Vorgesetzte) die Leistung in einer Gruppe verändert. Die bisherige Forschung hat gezeigt, dass es deutliche Unterschiede zwischen Menschen gibt, die sich von den Mitgliedern ihrer (Arbeits-)Gruppe respektiert fühlen und solchen, die sich nicht respektiert fühlen. Menschen, die sich respektiert fühlen, identifizieren sich stärker mit ihrer Gruppe und sind außerdem stärker bereit, sich durch gruppendienliches Verhalten für ihre Gruppe einzusetzen (siehe z.B. Simon & Stürmer, 2003). Das Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, zu untersuchen, ob die Effekte von respektvoller Behandlung über die bereits nachgewiesenen intentionalen Effekte hinaus gehen und sich in real gezeigter Leistungssteigerung niederschlagen. In einem ersten Schritt soll erforscht werden, ob sich respektierte und weniger respektierte Personen in ihren individuell gezeigten Leistungen, die sie zum Vorteil für ihre Gruppe erbringen, unterscheiden. Das Fernziel dieses Projektes besteht darin, die Auswirkungen respektvollen Umgangs der Gruppenmitglieder untereinander auf die Leistung der Gruppe als Ganzes zu erforschen. In Anlehnung an die bisherige Forschung und an die philosophische Respektliteratur werden insbesondere die Wirkungen gleichheitsbasierten und leistungsbasierten Respekts untersucht und miteinander verglichen.Mitarbeiter:
Literatur:
- Simon, B. & Stürmer, S. (2003). Respect for group members: Intragroup determinants of collective identification and group-serving behavior. Personality and Social Psychology Bulletin, 29, 183-193.
