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Universität Kiel

mitterhuber@rz.uni-kiel.de

 

Video: CD- und DVD-Medien



Druckversion

Stand: November 1998

Ansprechpartner: Bernhard Kalhoff

Die nachstehenden Informationen beschreiben Datenträger und Geräte, die teilweise auf dem Markt verfügbar sind, teilweise noch in der Entwicklung, teilweise nicht realisiert worden sind.

Viele Einzelheiten konnten noch nicht ermittelt werden. Ergänzungen sind deshalb willkommen.

Zur Speicherung von digitalen Audio-Video-Files (AV-Files) wird viel Platz benötigt. Besonders die Anbieter von Spielfilmen sind daran interessiert, einen 90 minütigen Film auf einem Medium anbieten zu können. Dabei spielt die Frage des Kopierschutzes eine besondere Rolle.

Die klassische Audio-CD (Compact Disc) wurde erstmal 1979 vorgestellt. Sie konnte nur für Audio verwendet werden. Deshalb wurde die Definition der CD nachträglich erweitert. Im XA-Standard (Extended Architecture) können in einem Track Programmdaten, Text, Graphik, Audio- und Video-Sequenzen ineinander verschachtelt sein und in Echtzeit synchron ausgelesen und wiedergegeben werden (Interleave).

Die klassische CD-ROM kann bei Ausnutzung aller Möglichkeiten im Mode 1 ca 682 MB speichern, im Mode 2 ca 778 Mbyte.

Der Speicherplatzbedarf für einen Spielfilm von ca. 90 min ist - in Abhängigkeit von der benutzten Kompression - höher. Die Informationen zu den Video-/Audio-Fileformate enthalten zwei Tabellen, aus denen der Bezug zwischen Spieldauer, Kompression und Speicherbedarf ersichtlich ist.

Unter der Bezeichnung DVD (Digital Video Disc, Digital Versatile Disc) werden seit einiger Zeit Medien entwickelt, die über die notwendigen Kapazitäten verfügen.

Allerdings sind nicht alle Medien mit der Bezeichnung ``DVD'' mit einander kompatibel.

CD- und DVD-Medien werden berührungsfrei optisch gelesen. Dabei werden mit Hilfe eines Laserstrahls - außer bei Video-CDs - kleine Erhöhungen und Vertiefungen (Pits) abgetastet.

Die Information ist - im Gegensatz zur Harddisk - nicht in konzentrischen Spuren angeordnet, sondern in einer einzigen spiralförmigen Spur. Dabei erfolgt die Abtastung von innen nach außen.

Bei CDs ist die Informationsspur 6/10000 mm breit. Die gesamte Spurlänge beträgt ca. 6 km.

Da der CD-Player immer dieselbe Datenmenge pro Zeiteinheit lesen muß, verändert er die Umdrehungsgeschwindigkeit der CD z. B. bei der Audio-CD von ca 500 rpm innen bis 200 rpm außen.

Die nachfolgende Aufstellung nennt die verschiedenen Medien. Nicht kompatibel sind die CD-WO (Compact Disc Write Once) und die CD-MO (Compact Disc Magneto-Optical). Beide sind im Orange Book spezifiziert.

File-Systeme

  • Für CD-ROMs:
    Der High Sierra Standard (ISO 9660) (siehe auch Die ISO 9660 Norm ) ist ein hierarchisches File-System in 2 Varianten:
    • Interchange/Level 1: Filenamen wie MS-DOS: 8 + 3 Zeichen
    • Interchange/Level 2: beliebig lange Filenamen

    Zusätzlich gibt es Erweiterungen, z. B. für MacOS.
    ISO-9660 ist nur für ROMs. Für schreibbare und wiederbeschreibbare Medien sowie für Speicher mit großer Kapazität ist ISO-9660 nicht geeignet.

  • Für DVD:
    Bei DVD-Medien wird das UDF (Universal Disk Format) eingesetzt:
    • entwickelt von der OSTA (Optical Storage Technology Association)
    • Teilmenge von ISO-13346, identisch mit ECMA-167 Revision 2.0
    • festgelegt 1995
    • geeignet für read-only, writable und re-writable Medien
    • verwaltet Daten für EDV und Unterhaltungselektronik
    • ist Betriebssystem-unabhängig
    • wird unterstützt von MS-DOS, Windows (3.1, 95, NT), OS/2, MacOS und Unix
    • kann Computer- und Unterhaltungs-Informationen auf derselben Disk speichern
    • speichert mehr als 1 TerraByte Daten
    • unterstützt Unicode (Zeichen-Codierung mit 16 Bit)
    • maximal 255 Zeichen im Filenamen
    • unterstützt File-Systeme, die über mehrere Datenträger verteilt sind (multiple volume sets)
    • Write UDF!-Treiber von Software Architects für Windows und MacOS, erlaubt Read- und Write-Zugriff
    Die Teilmenge Micro-UDF( µ -UDF) wird eingesetzt bei ROMs. Die maximale Filegröße ist 1 GB.

Die Brücke zwischen beiden File-Systemen wird durch CD-UDF hergestellt.

Aufzeichnungs-Technologien

  • Premastered (CD-ROM, DVD-ROM):
    beim Herstellungsprozeß beschriebene Datenträger
  • Recordable (beschreibbare), Rewritable (wiederbeschreibbare):
    vom Benutzer (in einem oder mehreren Schritten) zu beschreibende Datenträger werden in zwei Technologien beschrieben:
    • Magneto-optische Platten (magneto-optical disc), MO:
      Die Aufzeichnung erfolgt durch kurzfristiges (ca 1 Nanosekunde) Erwärmen eines winzigen Bereichs der Medienoberfläche durch den Laserstrahl bis zum materiabhängigen Curie-Punkt (ca 220 - 300 Grad C). Bei dieser Temperatur kann der magnetische Zustand einzelner Bits durch ein relativ schwaches Magnetfeld verändert werden. Beim Temperaturabfall wird der geänderte Zustand so permanent, daß die geschriebene Information bei Raumtemperatur auch durch eine starke Magnetkraft kaum noch beeinflußt werden kann.
    • Phasenwechsel-Platten (phase change dual disc), PD:
      Manche Stoffe können sich bei Normaltemperatur in zwei verschiedenen Zuständen befinden. Der Phasenwechsel an einer Stelle auf des Mediums kann allein durch den Laserstrahl bewirkt werden. Weil keine Magnetisierung erforderlich ist, kann der Schreib-/Lesekopf wesentlich kleiner und leichter sein als der eines MO-Laufwerks. Zudem kann das Löschen und Schreiben in einem Arbeitsgang erfolgen.
      Diese Technologie ist erst seit 1995 auf dem Markt.

CD-Medien

Die Compact Disc (CD) ist definiert im Red Book.
Die Informationen werden durch einen Laser im Bereich 780 nm (Rot) abgetastet.

Die Dicke darf im Toleranzbereich von 1.1 mm bis 1.5 mm. Da die eigentlichen Discs bis zu 1.2 mm dick sein können, bleiben für das Etikett 0.3 mm übrig.

Die Standard-CD hat eine Durchmesser von 12 cm (4.75 Zoll). Bei Audio-CDs gibt es CD-Singles mit einem Durchmesser von 8 cm. Selten findet man diese Größe auch bei CD-ROMs. Bei Video-CDs gibt es auch Größen von 20 cm (= 8 Zoll) (Video-CD EP (Extended Play)) und 30 cm (= 12 Zoll) (Video-CD LP (Long Play)) Durchmesser. Beide sind beidseitig bespielt.

Aufzeichnungsmethoden

  • Disc-at-once (DAO):
    Bei einem Aufzeichnungsvorgang werden alle Informationen sequentiell von vorn nach hinten geschrieben. Vor den eigentlichen Daten steht ein Lead-in, danach ein Lead-out. Der Lead-in-Bereich enthält die TOC (Table of Contents).
  • Track-at-once (TAO):
    Bei einem Aufzeichnungsvorgang werden eine 2-Sekunden-Pause, der Lead-in-Bereich einschließlich TOC, die Daten und abschließend der Lead-out-Bereich geschrieben. Jeder Aufzeichnungsvorgang erzeugt eine Session. Mehrere aufeinander folgende Aufzeichnungsvorgänge erzeugen eine Multi-Session-CD. Die Firmware des Players muß auf dieses Verfahren abgestimmt sein (multi-session-fähig).

Bei Daten-CDs besteht kein merkbarer Unterschied zwischen einer mit DAO und mit einer mit TAO geschriebenen CD. Bei Audio-CDs ist die starre 2-Sekunden-Pause allerdings oft unerwünscht.

Innerhalb eines Tracks können Markierungen gesetzt werden (Indexing), die mit dem Player angesprungen werden können.

Eine CD kann optional Informationen über das Herstellungsland, den Urheber, die Jahreszahl und den Titel enthalten (ISRC-Codes). Diese Codes spielen z. B. bei GEMA-Abrechnungen eine Rolle (siehe CD-R Audio).

Das Digital Copy Prohibition-Bit wird beispielsweise von Kopiergeräten ausgewertet, die dann nur eine einzige Kopie von der CD erlauben.

Literatur:
Bernd Behr: Musik-Werkstatt: Der Weg zur eigenen Musik-CD
c't: 1/97, p. 280

Im folgenden werden zunächst die technischen Varianten der CD, dann die inhaltlichen besprochen.

Technische Varianten

  • Nur lesbare Medien (read only media/memory):
    • Audio-CD, auch CD-DA (Compact Disc Digital Audio):
      entwickelt von Philips und Sony
      Spezifikation im Red Book
      zwei 16-Bit-Stereo-Kanäle, 44.1 kHz
      eingeteilt in 1 bis 99 Tracks, die beim Abspielen adressiert werden können. Länge eines Tracks mindestens 4 sec.
      • Sektor-Einteilung: 2352 nutzbare Bytes/Sektor
      • File-System: -
      • Kapazität: ca 74 min
      • Transferrate: 171 kByte/sec
      • mittlere Zugriffszeiten:
      • Kompatibilität:
        Ein Audio-CD-Player kann keine anderen CD-Medien oder DVD-Medien verarbeiten.
    • CD-ROM (Compact Disc Read-Only Memory):
      Spezifikation im Yellow Book.
      • Sektor-Einteilung:
        Mode 1: 2048 nutzbare Bytes/Sektor,
        Mode 2: 2336 nutzbare Bytes/Sektor
        Mode 1 für Daten-, Mode 2 für Audio- oder Video-Speicherung
      • Spurabstand: 1.6 µ m
      • File-System: ISO 9660
      • Kapazität: ca 640 MB
      • Transferrate: Mode 1: 150 kByte/sec, Mode 2: 171 kByte/sec
      • mittlere Zugriffszeiten:
      • Kompatibilität:
    • High-Density-CD:
      nicht realisierter Vorschlag von Sony und Philips, Dezember 1994,
      als Verbesserung der Video-CD, überholt durch DVD.
      • Sektor-Einteilung:
      • File-System:
      • Kapazität: 3.7 GB
      • Transferrate:
      • mittlere Zugriffszeiten:
      • Kompatibilität:
    • Super-Density-Disc (SD):
      nicht realisierter Vorschlag von Toshiba und Time Warner, Januar 1995,
      als Verbesserung der Video-CD, überholt durch DVD.
      • Sektor-Einteilung:
      • File-System:
      • Kapazität: 5 GB
      • Transferrate:
      • mittlere Zugriffszeiten:
      • Kompatibilität:
  • einmal beschreibbare Medien (writable media):
    • CD-R (Compact Disc Recordable):
      Definiert im Orange Book.
      CD-Rs haben nur 70 % der Lichtausbeute verglichen mit normalen CD-ROMs.
    • CD-R Audio:
      Enhält wahrscheinlich schon ISCR-Codes.
      Diese CDs müssen bei Audio-CD-Recordern eingesetzt werden, mit denen Consumer eigene Audio-CDs zusammenstellen können.
      Die CD kann in mehreren Schritten beschrieben werden. Nach dem Schreiben einer Abschlußkennung (TOC) ist ein zusätzliches Schreiben nicht mehr möglich.
      Ein weiteres Kopieren (2. Generation) ist nicht möglich.
  • mehrfach beschreibbare Medien (re-writable media):
    • CD-RW:
      werden in Phase-Change-Technik geschrieben. Deshalb haben sie nur 10 % der Lichtausbeute verglichen mit normalen CD-ROMs.
      CD-RWs sind nicht in herkömmlichen Audio-CD-Playern und CD-ROM-Laufwerken lesbar.

Inhaltliche Varianten

  • Kodak Photo-CD:
    Entwickelt von Kodak 1992.
    Die Photo-CD ist eine multisession-fähige CD-R.
    Die Photo-CD enthält Bilder, die gleichzeitig in mehreren Auflösungen gespeichert sind. Die Auswahl der Auflösungen hängt vom Type der Photo-CD ab.

          Pro Medical Catalog Portfolio
    Aufösung   Photo-CD Photo-CD Photo-CD Photo-CD Photo-CD
    182 * 192 Base/16 + + + + +
    256 * 384 Base/4 + + + + +
    512 * 768 Base + + + + +
    1024 * 1536 4 Base + + +    
    2048 * 3072 16 Base + + +    
    4096 * 6096 32 Base   + +    
    8192 * 12288 64 Base     +    

    Die Portfolio-CD kann auch Text- und Ton-Informationen enthalten.

    Tabelle aus:
    Karl u. Mechtild Dreyer: Perfekte Bildbearbeitung mit der Photo-CD
    Franzis-Verlag, 1994
    ISBN 3-7723-5863-2

    • File-System: ISO 9660 Interchange/Level 1
    • Kapazität: siehe CD-ROM Mode 2 Form 1
    Unter /photo_cd/images ist jedes Bild als File imgxxxx.pcd in verschiedenen Auflösungen gespeichert
    Jedes Bild umfaßt ca. 6 MByte unter Verwendung einer speziellen Bildkompression. Jede Photo-CD kann deshalb ca 100 Bilder speichern. Die Farbkodierung YCC speichert 24 bit und ist auf die Wiedergabe von natürlichen Farbtönen optimiert.
  • CD-I (Compact Disc Interactive):
    Entwickelt von Philips und Sony 1992.
    Multimedia-CDs für Anwendungen im Unterhaltungs- und Bildungsbereich.
    Spezifikation im Green Book.
    CD-Is enthalten neben Bild und Ton auch Software, die vom Computer im CD-I-Player abgearbeitet wird (Motorola 68070 unter CD-RTOS).
    Graphik-Auflösungen:
    Auflösung PAL NTSC
    normal 384 * 280 384 * 240
    double 768 * 280 768 * 240
    high 768 * 560 768 * 480
    • File-System: ISO 9660
    • Kapazität: siehe CD-ROM Mode 2
    • Kompatibilität: liest auch Audio-CD, Photo-CD
  • Video-CD:
    Von Philips, Sony und JVC definiert in 1993.
    Verwendet MPEG-1-Kompression mit fester Übertragungsrate.
    Im Gegensatz zu allen anderen CD-Typen variiert die Größe der Erhöhungen und Vertiefungen bei der Video-CD. Aus diesen Variationen werden analoge Video-Signale rekonstruiert. Die Qualität liegt leicht über VHS-Qualität.

    • Auflösung: 352 * 288 (PAL), 352 * 240 (NTSC)
    • Kapazität: 6 min Spielzeit bei 12 cm Durchmesser,
      40 min in Spielzeit/Seite bei 20 cm Durchmesser,
      60 min in Spielzeit/Seite bei 30 cm Durchmesser
      Bildplattenspieler unterstützen alle 3 Größen
    • Transferrate: fest
    • Kompatibilität: Wegen der unterschiedlichen Größe der Pits keine Kompatibilität zu anderen CD-Typen.

DVD-Medien

DVD: Abkürzung für zunächst Digital Video Disc, später Digital Versatile Disc.
Diese Technologie soll langfristig das Video-Band ablösen. Der Sprung vom Video-Band zur Video-DVD ist vergleichbar dem Übergang von der Langspielplatte zur Audio-CD. Die Kosten für die Herstellung und Verteilung eines VHS-Bands werden auf $ 3.50 geschätzt, für eine Video-DVD auf $ 1.00 .
Dazu sind allerdings 10 bis 15 GB Kapazität erforderlich, die z. Zt. noch keines der angebotenen Geräte erreicht.
Für den Konsumer-Bereich sind für die nächsten Jahre DVD-ROM und DVD-Video von Interesse. Die konkurierenden beschreibbaren Varianten DVD-R, DVD-RAM und DVD+RW sind zunächst nicht als Massenprodukte anzusehen.
Die beschreibbaren Medien werden zunächst nur für den EDV-Bereich eingesetzt werden können; das Herstellen einer Video-DVD ist zu aufwendig.

Unterschiede zur CD:

  • zwei Formate: 12 cm und 8 cm
  • kürzere Wellenlänge des Lasers (635 - 650 nm)
  • kleinerer Fokuspunkt des Laserstrahls
  • Spuren sind nur halb so schmal
  • kleinere Pits
  • größere Fläche durch Verdoppelung der Scheiben
  • größere Fläche durch Verdoppelung der Schichten
  • MPEG-2-Kodierung mit variabler Übertragungsrate
  • Bildformate 4:3 und 16:9
  • bis zu 8 Sprachen oder Klangkanäle
  • bis zu 32 Untertitel
  • bis zu 9 Kamera-Blickwinkel, interaktive Szenarien und Handlungsvarianten
  • 6 unabhängige Audio-Kanäle (5.1 Multichannel) (Surround Sound):
    vorn für Dialog, vorn links und rechts für Musik, hinten links und rechts für Effekte und ein Baß-Kanal
  • Dolby Digital (AC-3) oder MPEG-2 Audio

Der Standard wurde definiert vom DVD-Konsortium im Herbst 1996 (Version 1.0).
Um mit demselben Gerät CDs lesen zu können, gibt es Laufwerks-Varianten mit Dual-Focus-Laser oder Twin-Laser (2 verschiedene Laser-Dioden).

Die Rotationsgeschwindigkeit ändert von innen nach außen zwischen 1396 und 582 rpm. Die Informationsdichte der DVD ist höher als die der CD.

DVDs sind i. a. zweiseitig. Dazu werden zwei Scheiben Rücken an Rücken miteinander verklebt. Die entstandene Scheibe hat die gleiche Dicke wie eine herkömmliche CD, nämlich maximal 1.2 mm.

In jede der beiden Scheiben können jeweils eine oder zwei Informationsebenen eingepreßt werden. Die obere Schicht muß halbdurchlässig sein, damit der Laserstrahl zweimal durch sie hindurch scheinen kann; aus technischen Gründen kann die Informationsdichte bei zweilagigen DVDs nicht so hoch sein wie bei einlagigen, so daß die Player die Umdrehungsgeschwindigkeit ein wenig erhöhen müssen (1536 bis 640 rpm), um die Transferrate konstant zu halten.

Geplant sind die folgenden Modelle:

Schichten Anzahl Kapazität Spieldauer
pro Seite Seiten [ GB ] [min]
1 1 4.7 133
1 2 9.4 266
2 1 8.5 241
2 2 17 482

Für einen Spielfilm ist also schon die einfachste Variante ausreichend.

Technische Varianten

  • Nur lesbare Medien (read only media/memory):
    Bestehen aus reflektierender Aluminumfolie mit winzigen Löchern.
    • DVD-ROM:
      Die Laufwerke enthalten keine MPEG-2-Decoder-Hardware
      Anbieter: Hitachi, Matsushita/Panasonic, Pioneer, Sony, Toshiba

      • Auflösung: 720 * 576 (PAL)
      • Sektor-Einteilung:
      • File-System: UDF
      • Kapazität: zwischen 2.6 GB und 17 GB (geplant),
        siehe Tabelle oben
      • Transferrate: 1.38 MByte/sec im DVD-Mode, 1.2 MByte/sec im CD-ROM-Mode
      • mittlere Zugriffszeiten: 140 ms im DVD-Mode, 120 ms im CD-ROM-Mode
      • Kompatibilität:
        liest auch Audio-CD und Video-CD,
        Geräte der 2. Generation lesen auch CD-R und CD-RW
  • einmal beschreibbare Medien (writable media):
    • DVD-R:
      • Sektor-Einteilung:
      • File-System:
      • Kapazität: 3.9 GB
      • Transferrate:
      • mittlere Zugriffszeiten:
      • Kompatibilität:
  • mehrfach beschreibbare Medien (re-writable media):
    • DVD-RAM:
      Nutzt die Phase-Change-Dual-Technologie.
      • Sektor-Einteilung:
      • File-System: UDF
      • Kapazität: Standard 4.7 GB, Vorversion 2.6 GB, erste Generation 3.8 GB
      • Transferrate: 1.385 MB/sec
      • mittlere Zugriffszeiten: 120 ms
      • Kompatibilität: Liest Audio-CD, CD-ROM, CD-R, CD-R/W, DVD-ROM, DVD-R
      Erstes verfügbares Laufwerk von Panasonic LF-D101U:
      • zweiseitig
      • Kapazität pro Seite: UDF: 2.3GB, MS-DOS: 2 GB
      • liest und schreibt DVD-RAM und PD
      • Laser 650 nm für DVD, 780 nm für CD
      • Spurabstand 0.74 µ m
      • von innen nach außen
      • aufgeteilt in 24 Zonen, in denen die Drehzahl konstant bleibt ZCLV (Zone Constant Linear Velocity)
      • Treiber für Windows 95 verfügbar, incl MPEG1-Software-Codec

      Weitere Details enthalten die Produktinformation zum Panasonic LF-D101U . Laufwerk von Toshiba: SD-W1101.

    • DVD R+W:
      • Sektor-Einteilung:
      • File-System:
      • Kapazität: 3.0 GB
      • Transferrate:
      • mittlere Zugriffszeiten:
      • Kompatibilität:
    • DVD/RW:
      • Sektor-Einteilung:
      • File-System:
      • Kapazität:
      • Transferrate:
      • mittlere Zugriffszeiten:
      • Kompatibilität:
    • MMVF (Multi Media Video File):
      • Sektor-Einteilung:
      • File-System:
      • Kapazität:
      • Transferrate:
      • mittlere Zugriffszeiten:
      • Kompatibilität:

Inhaltliche Varianten

  • Video-DVD:
    Die Filmindustrie ist an einem starken Kopierschutz interessiert. Dabei gibt es vier verschiedene Arten von Kopierschutz-Mechanismen.
    Weiterhin wollen NEC und IBM eine Art elektronisches Wasserzeichen entwickeln. Dazu wird in jedes Bild einer Video-Sequenz ein verstecktes Datenmuster integriert.

    Zusätzlich kann eine Video-DVD mit einem Regional-Code versehen werden, der sie für bestimmte Länder freigibt. Maßgebend ist das Land, in dem der Player verkauft worden ist. Es sind 6 Zonen festgelegt:

    1.
    USA und Canada
    2.
    Japan und Europa
    3.
    Mittel- und Südamerika
    4.
    Australien und weitere asiatische Länder
    5.
    Afrika und Naher Osten
    6.
    China

    Eine Weltkarte zeigt DVD: Regional Management Information Code . Zwischenzeitlich gibt es mindestens einen Anbieter, der DVD-Videoplayer so umbaut, sodaß der Regional-Code neutralisiert wird.
    Wer ein PC-Laufwerk besitzt, kann den Regional-Code mit einem Treiber-Patch ausschalten.
    Als Reaktion darauf sind Verfahren in Planung, die individuelle Nutzung einer Video-DVD zu messen und per Modem an eine Zentrale zur Abrechnung zu melden oder einen pauschalen Aufschlag für beliebige Nutzung (Gold-Version) zu erheben.

DVD-ROM-Player, die von Panasonic, Philips und Sony angeboten werden (Stand Sommer 1998):

Hersteller Modell DVD-ROM Video-CD Audio- Audio- Unter- Video-Out Audio-Out Audio-Out
    (MPEG-2) (MPEG-1) CD kanäle titel analog analog digital
Philips DVD 730 ja ja ja 8 32 FBAS, 2 Kanäle AC-3, MPEG,
              SCART (RGB)   PCM
Philips DVD 930 ja ja ja 8 32 FBAS, 2 Kanäle AC-3, MPEG,
              SCART (RGB)   PCM
Panasonic DVD-A350EC Regional- ja ja 8   2 * FBAS, Y/C, Stereo- optisch,
    code 2         2 * SCART (RGB, Y/C) 6 Kanal koaxil
Panasonic DVD-A150EC Regional- ja ja 8   FBAS, Y/C, 2 Kanal optisch
    code 2         2 * SCART (Y/C)    
Panasonic DVD-L10EC Regional- ja ja 8   FBAS, Y/C, ja optisch
  (portabel) code 2              
Sony DVP-S315 ja ja ja     Scart (RGB, Y/C, FBAS), optisch,  
              FBAS, Y/C koaxial  
Sony DVP-S715 ja ja ja     Scart (RGB, Y/C, FBAS), optisch,  
              FBAS, Y/C koaxial  

Über das SCART-Kabel können Composite- (FBAS-), Y/C- und RGB-Signale übertragen werden (siehe auch Pin-Belegung des Scart-Steckers ).

Kompatibilität der verschiedenen Medien

Laufwerk 6c|Datenträger          
  CD CD-R CD-RW DVD DVD-R DVD-RAM
CD R R - - - -
mit MultiRead     R      
CR-R R R/W - - - -
mit MultiRead     R      
CD-R / RW R R/W R/W - - -
DVD R R R R R R
DVD-R R R R/W * R R/W R
DVD-RAM R R R/W * R R R/W

*) in Anhängigkeit vom Gerätetyp

Alternative Medien

  • MiniDisc (MD):
    • entwickelt von Sony
    • eingeführt 1993
    • sollte die Audio-Kassette ablösen
    • für den portable Betrieb konzipiert
    • Durchmesser: 2.5 Zoll
    • Aufbau wie bei CD-ROM
    • spiralförmige Spur
    • Transfergeschwindigkeit fünfmal größer als für Realtime erforderlich
    • Shock Resitant Memory (3 sec)
    • drei Typen von Datenträgern:
      • Premastered MD, Herstellung wie bei CD-ROM
      • Recordable MD, MO-Technologie
      • hybrid, mit beschreibbaren Abschnitten
    • Zwischenschreiben möglich
    • Laser 780 nm
    • wahlfreier Zugriff
    • 74 min Spieldauer
    • Abtastfrequenz 44.1 kHz (wie Audio-CD)
    • Quantisierung 16 Bit
    • Kompression ATRAC (Adaptive Transfer Acoustic Coding), Kompressionsfaktor ca 5:1, durch Weglassen von nicht hörbaren Tönen
    • im Gegensatz zu anderen MO-Technologien wird kein Löschzyklus benötigt; die Disk wird sofort beschrieben.
    • mittlere Zugriffsdauer: 300 ms
    • Transferrate: 150 KByte/sec
    • enthält Inhaltsverzeichnis (TOC)
    • es ist nicht möglich, eine perfekte Kopie herzustellen, da durch Dekompression/Kompression ein Generationsverlust entsteht.
  • MiniDisk Data (MD Data):
    • Bezeichnung Sony MMD-140
    • Kapazität: 140 MB
    • wiederbeschreibbar (rewritable)
    • MO-Technologie
    • mehr als 1 Mio. Schreibvorgänge möglich
    • Laufwerk kann auch Audio-MiniDisc abspielen
    • einsatzbar unter DOS, Windows und MacOS

    Laufwerke von Sony:

    • MDH-10UC2 (portable) mit SCSI-Port
    • MDM-111: internes Laufwerk

Weitere Informationen

Diese Information ist unter der URL http://www.uni-kiel.de/rz/video/video-cddvd/video-cddvd.html gespeichert.

02.03.2000

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