Stand: November 1998
Ansprechpartner:
Bernhard Kalhoff
Die nachstehenden Informationen beschreiben Datenträger und Geräte,
die teilweise auf dem Markt verfügbar sind, teilweise noch in der
Entwicklung, teilweise nicht realisiert worden sind.
Viele Einzelheiten konnten noch nicht ermittelt werden.
Ergänzungen sind deshalb willkommen.
Zur Speicherung von digitalen Audio-Video-Files (AV-Files)
wird viel Platz benötigt. Besonders die Anbieter von Spielfilmen sind daran
interessiert, einen 90 minütigen Film auf einem Medium anbieten
zu können.
Dabei spielt die Frage des Kopierschutzes eine besondere Rolle.
Die klassische Audio-CD (Compact Disc) wurde erstmal 1979 vorgestellt.
Sie konnte nur für Audio verwendet werden.
Deshalb wurde
die Definition der CD nachträglich erweitert.
Im XA-Standard (Extended Architecture) können in einem Track
Programmdaten, Text, Graphik, Audio- und Video-Sequenzen
ineinander verschachtelt sein und in Echtzeit synchron ausgelesen und wiedergegeben
werden (Interleave).
Die klassische CD-ROM kann bei Ausnutzung aller Möglichkeiten im
Mode 1 ca 682 MB speichern, im Mode 2 ca 778 Mbyte.
Der Speicherplatzbedarf
für einen Spielfilm von ca. 90 min ist - in Abhängigkeit von
der benutzten Kompression - höher.
Die Informationen zu den
Video-/Audio-Fileformate
enthalten zwei Tabellen, aus denen der Bezug zwischen Spieldauer, Kompression
und Speicherbedarf ersichtlich ist.
Unter der Bezeichnung DVD (Digital Video Disc, Digital Versatile Disc) werden seit
einiger Zeit Medien entwickelt, die über die notwendigen Kapazitäten
verfügen.
Allerdings sind nicht alle Medien mit der Bezeichnung ``DVD''
mit einander kompatibel.
CD- und DVD-Medien werden berührungsfrei optisch gelesen.
Dabei werden mit Hilfe eines Laserstrahls - außer bei Video-CDs -
kleine Erhöhungen und Vertiefungen (Pits) abgetastet.
Die Information ist - im Gegensatz zur Harddisk - nicht in konzentrischen
Spuren angeordnet, sondern in einer einzigen spiralförmigen Spur.
Dabei erfolgt die Abtastung von innen nach außen.
Bei CDs ist die Informationsspur 6/10000 mm breit.
Die gesamte Spurlänge beträgt ca. 6 km.
Da der CD-Player immer dieselbe Datenmenge pro Zeiteinheit lesen muß, verändert
er die Umdrehungsgeschwindigkeit der CD z. B. bei der Audio-CD
von ca 500 rpm innen bis 200 rpm außen.
Die nachfolgende Aufstellung nennt die verschiedenen Medien.
Nicht kompatibel sind die CD-WO (Compact Disc Write Once)
und die CD-MO (Compact Disc Magneto-Optical).
Beide sind im Orange Book spezifiziert.
Die Brücke zwischen beiden File-Systemen wird durch CD-UDF hergestellt.
- Premastered (CD-ROM, DVD-ROM):
beim Herstellungsprozeß beschriebene Datenträger
- Recordable (beschreibbare), Rewritable (wiederbeschreibbare):
vom Benutzer (in einem oder mehreren Schritten) zu beschreibende
Datenträger werden in zwei Technologien beschrieben:
- Magneto-optische Platten (magneto-optical disc), MO:
Die Aufzeichnung erfolgt durch kurzfristiges (ca 1 Nanosekunde)
Erwärmen eines winzigen Bereichs der Medienoberfläche
durch den Laserstrahl bis zum materiabhängigen Curie-Punkt
(ca 220 - 300 Grad C). Bei dieser Temperatur kann der
magnetische Zustand einzelner Bits durch ein relativ
schwaches Magnetfeld verändert werden.
Beim Temperaturabfall wird der geänderte Zustand
so permanent, daß die geschriebene Information bei
Raumtemperatur auch durch eine starke Magnetkraft kaum
noch beeinflußt werden kann.
- Phasenwechsel-Platten (phase change dual disc), PD:
Manche Stoffe können sich bei Normaltemperatur
in zwei verschiedenen Zuständen befinden. Der
Phasenwechsel an einer Stelle auf des Mediums
kann allein durch den Laserstrahl bewirkt werden.
Weil keine Magnetisierung erforderlich ist, kann
der Schreib-/Lesekopf wesentlich kleiner und leichter sein
als der eines MO-Laufwerks. Zudem kann das Löschen und
Schreiben in einem Arbeitsgang erfolgen.
Diese Technologie ist erst seit 1995 auf dem Markt.
Die Compact Disc (CD) ist definiert im Red Book.
Die Informationen werden durch einen Laser im Bereich 780 nm (Rot) abgetastet.
Die Dicke darf im Toleranzbereich von 1.1 mm bis 1.5 mm. Da die eigentlichen Discs
bis zu 1.2 mm dick sein können, bleiben für das Etikett 0.3 mm übrig.
Die Standard-CD hat eine Durchmesser von 12 cm (4.75 Zoll).
Bei Audio-CDs gibt es CD-Singles mit einem Durchmesser von 8 cm.
Selten findet man diese Größe auch bei CD-ROMs.
Bei Video-CDs gibt es auch Größen
von 20 cm (= 8 Zoll) (Video-CD EP (Extended Play)) und 30 cm (= 12 Zoll)
(Video-CD LP (Long Play))
Durchmesser. Beide sind beidseitig bespielt.
- Disc-at-once (DAO):
Bei einem Aufzeichnungsvorgang werden
alle Informationen sequentiell von vorn nach hinten geschrieben.
Vor den eigentlichen Daten steht ein Lead-in, danach ein
Lead-out. Der Lead-in-Bereich enthält die
TOC (Table of Contents).
- Track-at-once (TAO):
Bei einem Aufzeichnungsvorgang werden eine 2-Sekunden-Pause,
der Lead-in-Bereich einschließlich TOC, die Daten und
abschließend der Lead-out-Bereich geschrieben. Jeder Aufzeichnungsvorgang
erzeugt eine Session.
Mehrere aufeinander folgende Aufzeichnungsvorgänge erzeugen
eine Multi-Session-CD. Die Firmware des Players muß auf
dieses Verfahren abgestimmt sein (multi-session-fähig).
Bei Daten-CDs besteht kein merkbarer Unterschied zwischen einer mit
DAO und mit einer mit TAO geschriebenen CD. Bei Audio-CDs ist die
starre 2-Sekunden-Pause allerdings oft unerwünscht.
Innerhalb eines Tracks können Markierungen gesetzt werden (Indexing), die
mit dem Player angesprungen werden können.
Eine CD kann optional Informationen über das Herstellungsland,
den Urheber, die Jahreszahl und den Titel enthalten (ISRC-Codes).
Diese Codes spielen z. B. bei GEMA-Abrechnungen eine Rolle
(siehe CD-R Audio).
Das Digital Copy Prohibition-Bit wird beispielsweise von
Kopiergeräten ausgewertet, die dann nur eine einzige Kopie
von der CD erlauben.
Literatur:
Bernd Behr: Musik-Werkstatt: Der Weg zur eigenen Musik-CD
c't: 1/97, p. 280
Im folgenden werden zunächst die technischen Varianten der CD, dann
die inhaltlichen besprochen.
- Nur lesbare Medien (read only media/memory):
- Audio-CD, auch CD-DA (Compact Disc Digital Audio):
entwickelt von Philips und Sony
Spezifikation im Red Book
zwei 16-Bit-Stereo-Kanäle, 44.1 kHz
eingeteilt in 1 bis 99 Tracks, die beim Abspielen adressiert
werden können. Länge eines Tracks mindestens 4 sec.
- Sektor-Einteilung: 2352 nutzbare Bytes/Sektor
- File-System: -
- Kapazität: ca 74 min
- Transferrate: 171 kByte/sec
- mittlere Zugriffszeiten:
- Kompatibilität:
Ein Audio-CD-Player kann keine anderen CD-Medien oder
DVD-Medien verarbeiten.
- CD-ROM (Compact Disc Read-Only Memory):
Spezifikation im Yellow Book.
- Sektor-Einteilung:
Mode 1: 2048 nutzbare Bytes/Sektor,
Mode 2: 2336 nutzbare Bytes/Sektor
Mode 1 für Daten-, Mode 2 für Audio- oder Video-Speicherung
- Spurabstand: 1.6 µ
m
- File-System: ISO 9660
- Kapazität: ca 640 MB
- Transferrate: Mode 1: 150 kByte/sec, Mode 2: 171 kByte/sec
- mittlere Zugriffszeiten:
- Kompatibilität:
- High-Density-CD:
nicht realisierter Vorschlag von Sony und Philips, Dezember 1994,
als Verbesserung der Video-CD, überholt durch DVD.
- Sektor-Einteilung:
- File-System:
- Kapazität: 3.7 GB
- Transferrate:
- mittlere Zugriffszeiten:
- Kompatibilität:
- Super-Density-Disc (SD):
nicht realisierter Vorschlag von Toshiba und Time Warner, Januar 1995,
als Verbesserung der Video-CD, überholt durch DVD.
- Sektor-Einteilung:
- File-System:
- Kapazität: 5 GB
- Transferrate:
- mittlere Zugriffszeiten:
- Kompatibilität:
- einmal beschreibbare Medien (writable media):
- CD-R (Compact Disc Recordable):
Definiert im Orange Book.
CD-Rs haben nur 70 % der Lichtausbeute verglichen
mit normalen CD-ROMs.
- CD-R Audio:
Enhält wahrscheinlich schon ISCR-Codes.
Diese CDs müssen bei Audio-CD-Recordern eingesetzt werden,
mit denen Consumer eigene Audio-CDs zusammenstellen können.
Die CD kann in mehreren Schritten beschrieben werden.
Nach dem Schreiben einer Abschlußkennung (TOC) ist
ein zusätzliches Schreiben nicht mehr möglich.
Ein weiteres Kopieren (2. Generation) ist nicht möglich.
- mehrfach beschreibbare Medien (re-writable media):
- CD-RW:
werden in Phase-Change-Technik geschrieben. Deshalb haben sie
nur 10 % der Lichtausbeute verglichen mit normalen CD-ROMs.
CD-RWs sind nicht in herkömmlichen Audio-CD-Playern
und CD-ROM-Laufwerken lesbar.
- Kodak Photo-CD:
Entwickelt von Kodak 1992.
Die Photo-CD ist eine multisession-fähige CD-R.
Die Photo-CD enthält Bilder, die gleichzeitig in mehreren
Auflösungen gespeichert sind. Die Auswahl der Auflösungen hängt
vom Type der Photo-CD ab.
| |
|
|
Pro |
Medical |
Catalog |
Portfolio |
| Aufösung |
|
Photo-CD |
Photo-CD |
Photo-CD |
Photo-CD |
Photo-CD |
| 182 * 192 |
Base/16 |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| 256 * 384 |
Base/4 |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| 512 * 768 |
Base |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| 1024 * 1536 |
4 Base |
+ |
+ |
+ |
|
|
| 2048 * 3072 |
16 Base |
+ |
+ |
+ |
|
|
| 4096 * 6096 |
32 Base |
|
+ |
+ |
|
|
| 8192 * 12288 |
64 Base |
|
|
+ |
|
|
Die Portfolio-CD kann auch Text- und Ton-Informationen enthalten.
Tabelle aus:
Karl u. Mechtild Dreyer: Perfekte Bildbearbeitung mit der Photo-CD
Franzis-Verlag, 1994
ISBN 3-7723-5863-2
- File-System: ISO 9660 Interchange/Level 1
- Kapazität: siehe CD-ROM Mode 2 Form 1
Unter /photo_cd/images ist jedes Bild als File
imgxxxx.pcd in verschiedenen Auflösungen gespeichert
Jedes Bild umfaßt ca. 6 MByte unter Verwendung einer
speziellen Bildkompression. Jede Photo-CD kann deshalb ca 100 Bilder
speichern.
Die Farbkodierung YCC speichert 24 bit
und ist auf die Wiedergabe von natürlichen Farbtönen optimiert.
- CD-I (Compact Disc Interactive):
Entwickelt von Philips und Sony 1992.
Multimedia-CDs
für Anwendungen im Unterhaltungs- und Bildungsbereich.
Spezifikation im Green Book.
CD-Is enthalten neben Bild und Ton auch Software, die vom Computer im CD-I-Player
abgearbeitet wird (Motorola 68070 unter CD-RTOS).
Graphik-Auflösungen:
| Auflösung |
PAL |
NTSC |
| normal |
384 * 280 |
384 * 240 |
| double |
768 * 280 |
768 * 240 |
| high |
768 * 560 |
768 * 480 |
- File-System: ISO 9660
- Kapazität: siehe CD-ROM Mode 2
- Kompatibilität: liest auch Audio-CD, Photo-CD
- Video-CD:
Von Philips, Sony und JVC definiert in 1993.
Verwendet MPEG-1-Kompression mit fester Übertragungsrate.
Im Gegensatz zu allen anderen CD-Typen variiert die Größe der
Erhöhungen und Vertiefungen bei der Video-CD. Aus diesen Variationen
werden analoge Video-Signale rekonstruiert. Die Qualität liegt leicht über
VHS-Qualität.
- Auflösung: 352 * 288 (PAL), 352 * 240 (NTSC)
- Kapazität: 6 min Spielzeit bei 12 cm Durchmesser,
40 min in Spielzeit/Seite bei 20 cm Durchmesser,
60 min in Spielzeit/Seite bei 30 cm Durchmesser
Bildplattenspieler unterstützen alle 3 Größen
- Transferrate: fest
- Kompatibilität: Wegen der unterschiedlichen Größe der
Pits keine Kompatibilität zu anderen CD-Typen.
DVD: Abkürzung für zunächst Digital Video Disc,
später Digital Versatile Disc.
Diese Technologie soll langfristig das Video-Band ablösen.
Der Sprung vom Video-Band zur Video-DVD ist vergleichbar dem Übergang
von der Langspielplatte zur Audio-CD.
Die Kosten für die Herstellung und Verteilung eines VHS-Bands werden
auf $ 3.50 geschätzt, für eine Video-DVD auf $ 1.00 .
Dazu sind allerdings 10 bis 15 GB Kapazität erforderlich, die z. Zt. noch
keines der angebotenen Geräte erreicht.
Für den Konsumer-Bereich sind für die nächsten Jahre DVD-ROM und
DVD-Video von Interesse. Die konkurierenden beschreibbaren
Varianten DVD-R, DVD-RAM und DVD+RW sind zunächst nicht als Massenprodukte
anzusehen.
Die beschreibbaren Medien werden zunächst nur für den EDV-Bereich
eingesetzt werden können; das Herstellen einer Video-DVD ist zu aufwendig.
Unterschiede zur CD:
- zwei Formate: 12 cm und 8 cm
- kürzere Wellenlänge des Lasers (635 - 650 nm)
- kleinerer Fokuspunkt des Laserstrahls
- Spuren sind nur halb so schmal
- kleinere Pits
- größere Fläche durch Verdoppelung der Scheiben
- größere Fläche durch Verdoppelung der Schichten
- MPEG-2-Kodierung mit variabler Übertragungsrate
- Bildformate 4:3 und 16:9
- bis zu 8 Sprachen oder Klangkanäle
- bis zu 32 Untertitel
- bis zu 9 Kamera-Blickwinkel, interaktive Szenarien und Handlungsvarianten
- 6 unabhängige Audio-Kanäle (5.1 Multichannel) (Surround Sound):
vorn für Dialog, vorn links und rechts für Musik, hinten links und
rechts für Effekte und ein Baß-Kanal
- Dolby Digital (AC-3) oder MPEG-2 Audio
Der Standard wurde definiert vom DVD-Konsortium im Herbst 1996 (Version 1.0).
Um mit demselben Gerät CDs lesen zu können, gibt es
Laufwerks-Varianten mit Dual-Focus-Laser oder Twin-Laser (2 verschiedene
Laser-Dioden).
Die Rotationsgeschwindigkeit ändert von innen nach außen zwischen
1396 und 582 rpm. Die Informationsdichte der DVD ist höher als die der
CD.
DVDs sind i. a. zweiseitig. Dazu werden zwei Scheiben Rücken an Rücken
miteinander verklebt. Die entstandene Scheibe hat die gleiche Dicke
wie eine herkömmliche CD, nämlich maximal 1.2 mm.
In jede der beiden Scheiben können jeweils eine oder zwei
Informationsebenen eingepreßt werden. Die obere Schicht muß
halbdurchlässig sein, damit der Laserstrahl zweimal durch sie
hindurch scheinen kann; aus technischen Gründen kann die Informationsdichte
bei zweilagigen DVDs nicht so hoch sein wie bei einlagigen,
so daß die Player die Umdrehungsgeschwindigkeit ein wenig erhöhen müssen
(1536 bis 640 rpm), um die Transferrate konstant zu halten.
Geplant sind die folgenden Modelle:
| Schichten |
Anzahl |
Kapazität |
Spieldauer |
| pro Seite |
Seiten |
[ GB ] |
[min] |
| 1 |
1 |
4.7 |
133 |
| 1 |
2 |
9.4 |
266 |
| 2 |
1 |
8.5 |
241 |
| 2 |
2 |
17 |
482 |
Für einen Spielfilm ist also schon die einfachste Variante ausreichend.
- Nur lesbare Medien (read only media/memory):
Bestehen aus reflektierender Aluminumfolie mit winzigen Löchern.
- DVD-ROM:
Die Laufwerke enthalten keine MPEG-2-Decoder-Hardware
Anbieter: Hitachi, Matsushita/Panasonic, Pioneer, Sony, Toshiba
- Auflösung: 720 * 576 (PAL)
- Sektor-Einteilung:
- File-System: UDF
- Kapazität: zwischen 2.6 GB und 17 GB (geplant),
siehe Tabelle oben
- Transferrate: 1.38 MByte/sec im DVD-Mode,
1.2 MByte/sec im CD-ROM-Mode
- mittlere Zugriffszeiten: 140 ms im DVD-Mode,
120 ms im CD-ROM-Mode
- Kompatibilität:
liest auch Audio-CD und Video-CD,
Geräte der 2. Generation lesen auch CD-R und CD-RW
- einmal beschreibbare Medien (writable media):
- DVD-R:
- Sektor-Einteilung:
- File-System:
- Kapazität: 3.9 GB
- Transferrate:
- mittlere Zugriffszeiten:
- Kompatibilität:
- mehrfach beschreibbare Medien (re-writable media):
- Video-DVD:
Die Filmindustrie ist an einem starken Kopierschutz interessiert.
Dabei gibt es vier verschiedene Arten von Kopierschutz-Mechanismen.
Weiterhin wollen NEC und IBM eine Art elektronisches Wasserzeichen
entwickeln. Dazu wird in jedes Bild einer Video-Sequenz ein
verstecktes Datenmuster integriert.
Zusätzlich kann eine Video-DVD mit einem Regional-Code versehen werden, der sie
für bestimmte Länder freigibt. Maßgebend ist das Land, in dem der
Player verkauft worden ist. Es sind 6 Zonen festgelegt:
- 1.
- USA und Canada
- 2.
- Japan und Europa
- 3.
- Mittel- und Südamerika
- 4.
- Australien und weitere asiatische Länder
- 5.
- Afrika und Naher Osten
- 6.
- China
Eine Weltkarte zeigt
DVD: Regional Management Information Code
.
Zwischenzeitlich gibt es mindestens einen Anbieter, der DVD-Videoplayer
so umbaut, sodaß der Regional-Code neutralisiert wird.
Wer ein PC-Laufwerk besitzt, kann den Regional-Code mit einem Treiber-Patch
ausschalten.
Als Reaktion darauf sind Verfahren in Planung, die individuelle Nutzung
einer Video-DVD zu messen und per Modem an eine Zentrale zur Abrechnung
zu melden oder einen pauschalen Aufschlag für beliebige Nutzung
(Gold-Version) zu erheben.
DVD-ROM-Player, die von Panasonic, Philips und Sony angeboten werden
(Stand Sommer 1998):
| Hersteller |
Modell |
DVD-ROM |
Video-CD |
Audio- |
Audio- |
Unter- |
Video-Out |
Audio-Out |
Audio-Out |
| |
|
(MPEG-2) |
(MPEG-1) |
CD |
kanäle |
titel |
analog |
analog |
digital |
| Philips |
DVD 730 |
ja |
ja |
ja |
8 |
32 |
FBAS, |
2 Kanäle |
AC-3, MPEG, |
| |
|
|
|
|
|
|
SCART (RGB) |
|
PCM |
| Philips |
DVD 930 |
ja |
ja |
ja |
8 |
32 |
FBAS, |
2 Kanäle |
AC-3, MPEG, |
| |
|
|
|
|
|
|
SCART (RGB) |
|
PCM |
| Panasonic |
DVD-A350EC |
Regional- |
ja |
ja |
8 |
|
2 * FBAS, Y/C, |
Stereo- |
optisch, |
| |
|
code 2 |
|
|
|
|
2 * SCART (RGB, Y/C) |
6 Kanal |
koaxil |
| Panasonic |
DVD-A150EC |
Regional- |
ja |
ja |
8 |
|
FBAS, Y/C, |
2 Kanal |
optisch |
| |
|
code 2 |
|
|
|
|
2 * SCART (Y/C) |
|
|
| Panasonic |
DVD-L10EC |
Regional- |
ja |
ja |
8 |
|
FBAS, Y/C, |
ja |
optisch |
| |
(portabel) |
code 2 |
|
|
|
|
|
|
|
| Sony |
DVP-S315 |
ja |
ja |
ja |
|
|
Scart (RGB, Y/C, FBAS), |
optisch, |
|
| |
|
|
|
|
|
|
FBAS, Y/C |
koaxial |
|
| Sony |
DVP-S715 |
ja |
ja |
ja |
|
|
Scart (RGB, Y/C, FBAS), |
optisch, |
|
| |
|
|
|
|
|
|
FBAS, Y/C |
koaxial |
|
Über das SCART-Kabel können Composite- (FBAS-), Y/C- und RGB-Signale
übertragen werden (siehe auch
Pin-Belegung des Scart-Steckers
).
| Laufwerk |
6c|Datenträger |
|
|
|
|
|
| |
CD |
CD-R |
CD-RW |
DVD |
DVD-R |
DVD-RAM |
| CD |
R |
R |
- |
- |
- |
- |
| mit MultiRead |
|
|
R |
|
|
|
| CR-R |
R |
R/W |
- |
- |
- |
- |
| mit MultiRead |
|
|
R |
|
|
|
| CD-R / RW |
R |
R/W |
R/W |
- |
- |
- |
| DVD |
R |
R |
R |
R |
R |
R |
| DVD-R |
R |
R |
R/W * |
R |
R/W |
R |
| DVD-RAM |
R |
R |
R/W * |
R |
R |
R/W |
*) in Anhängigkeit vom Gerätetyp
- MiniDisc (MD):
- entwickelt von Sony
- eingeführt 1993
- sollte die Audio-Kassette ablösen
- für den portable Betrieb konzipiert
- Durchmesser: 2.5 Zoll
- Aufbau wie bei CD-ROM
- spiralförmige Spur
- Transfergeschwindigkeit fünfmal größer als für Realtime erforderlich
- Shock Resitant Memory (3 sec)
- drei Typen von Datenträgern:
- Premastered MD, Herstellung wie bei CD-ROM
- Recordable MD, MO-Technologie
- hybrid, mit beschreibbaren Abschnitten
- Zwischenschreiben möglich
- Laser 780 nm
- wahlfreier Zugriff
- 74 min Spieldauer
- Abtastfrequenz 44.1 kHz (wie Audio-CD)
- Quantisierung 16 Bit
- Kompression ATRAC (Adaptive Transfer Acoustic Coding),
Kompressionsfaktor ca 5:1,
durch Weglassen von nicht hörbaren Tönen
- im Gegensatz zu anderen MO-Technologien wird kein Löschzyklus
benötigt; die Disk wird sofort beschrieben.
- mittlere Zugriffsdauer: 300 ms
- Transferrate: 150 KByte/sec
- enthält Inhaltsverzeichnis (TOC)
- es ist nicht möglich, eine perfekte Kopie herzustellen, da durch
Dekompression/Kompression ein Generationsverlust entsteht.
- MiniDisk Data (MD Data):
- Bezeichnung Sony MMD-140
- Kapazität: 140 MB
- wiederbeschreibbar (rewritable)
- MO-Technologie
- mehr als 1 Mio. Schreibvorgänge möglich
- Laufwerk kann auch Audio-MiniDisc abspielen
- einsatzbar unter DOS, Windows und MacOS
Laufwerke von Sony:
- MDH-10UC2 (portable) mit SCSI-Port
- MDM-111: internes Laufwerk
Diese Information ist unter der URL
http://www.uni-kiel.de/rz/video/video-cddvd/video-cddvd.html
gespeichert.
02.03.2000