»„Ich weiß nicht!“ – Wissenschaft als beständiger Aufbruch
und als notwendige Orientierungshilfe?«
Vortrag von Prof. Ulrich Bartosch
Samstag, 27.10.2012, 15:30 bis 16:30 Uhr
Wissenschaft beschäftigt sich in vielfacher Weise mit Unsicherheit. Sie steht dabei zugleich in mehrfacher Verantwortung mit diesen Unsicherheiten gewissenhaft umzugehen. Diese Verantwortung bezieht sich auf die selbstkritische Redlichkeit in der Begrenzung ihrer Aussagekraft. Davon wird in einigen Vorträgen unter erkenntniskritischen und wissenschaftstheoretischen Aspekten verhandelt. Es geht aber auch um eine Verantwortung für eine wissenschaftliche Bildung, die Kompetenz zum Umgang mit Unsicherheiten vermittelt. Mein Beitrag will diese Verantwortungsdimensionen besonders thematisieren und mit Blick auf die aktuelle Entwicklung in der Hochschule (besonders im Kontext des europäischen "Bologna-Prozesses") reflektieren. Ausgangspunkt ist ein kleines Zitat des polnisch-jüdischen Kinderarztes und Pädagogen Janusz Korczak. Dies gibt auch Gelegenheit, im Verlauf der Überlegungen die gegenwärtige Erziehungswissenschaft exemplarisch zur kritischen Anfrage heranzuziehen, ob sie dieser Verantwortung der Wissenschaft für und in der Gesellschaft aktuell gerecht werden kann.
Ulrich Bartosch, Professur für Pädagogik an der Fakultät für Soziale Arbeit, Gastdozent an der Leuphana Universität Lüneburg, 2006-2012 Vorsitzender des Fachbereichstages Soziale Arbeit, akademische Stationen an den Universitäten Regensburg, Passau, Frankfurt am Main. Promotion in Politikwissenschaft über die Friedenstheorie von Carl Friedrich von Weizsäcker bei Iring Fetscher und Herfried Münkler, Arbeitsschwerpunkt Pädagogische Theorie und Ideengeschichte, Politische Theorie, Weltinnenpolitik, Schulsozialarbeit, Hochschulreform und -entwicklung (insbes. Qualifikationsrahmen und Kompetenzorientierung), Verantwortung der Wissenschaft. Aktuelles Forschungsprojekt zur Demokratiebildung in Kindertagesstätten (zus. mit FH Kiel; Prof. Knauer)
Ulrich Bartosch, Professur für Pädagogik an der Fakultät für Soziale Arbeit, Gastdozent an der Leuphana Universität Lüneburg, 2006-2012 Vorsitzender des Fachbereichstages Soziale Arbeit, akademische Stationen an den Universitäten Regensburg, Passau, Frankfurt am Main. Promotion in Politikwissenschaft über die Friedenstheorie von Carl Friedrich von Weizsäcker bei Iring Fetscher und Herfried Münkler, Arbeitsschwerpunkt Pädagogische Theorie und Ideengeschichte, Politische Theorie, Weltinnenpolitik, Schulsozialarbeit, Hochschulreform und -entwicklung (insbes. Qualifikationsrahmen und Kompetenzorientierung), Verantwortung der Wissenschaft. Aktuelles Forschungsprojekt zur Demokratiebildung in Kindertagesstätten (zus. mit FH Kiel; Prof. Knauer)
Latest Books:
- „Wissenschaft als Zierrat. Zur öffentlichen Wahrnehmung wissenschaftlicher Verantwortung nach dem Fall von [Dr.] zu G.“, in: Dieter Korczak (Hrsg.), Ambivalenzerfahrungen, [Interdisziplinäre Schriftenreihe Bd. XXXIV] Kröning: Asanger Verlag 2012, S. 55-72.
- Zus. mit Reiner Braun (Hrsg.), Perspektiven und Begegnungen – Carl Friedrich von Weizsäcker zum 100. Geburtstag, [Weltinnenpolitische Colloquien Bd. 5 hrsg. von Ulrich Bartosch], Berlin: Lit.-Verlag 2012.
- Zus. mit Gerd Litfin, Reiner Braun, Götz Neuneck (Hg.): Verantwortung von Wissenschaft und Forschung in einer globalisierten Welt. Forschen – Erkennen – Handeln, [Weltinnenpolitische Colloquien hrsg. von Ulrich Bartosch, Bd. 4], Lit.-Verlag: Berlin 2011.
Kontakt:
e-Mail: ulrich.bartosch@ku.de
Presse, Kommunikation und Marketing, presse@uv.uni-kiel.de